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Tana Toraja ist eine hügelige Region Indonesiens im Norden Südsulawesis.

Hintergrund

Tana Toraja befindet sich auf der Insel Sulawesi, ist 2054 km² groß und hat 260.000 Einwohner, davon sind 78 % Protestanten und 20 % Katholiken. Die Landschaft mit der christlich-animistischen Kultur der indigenen Toraja ist das populärste Reiseziel auf der Insel Sulawesi. Das Toraja-Land (Indonesisch: „tanah“ für „Land“, und „to“ für „Volk“, „raja“ für „von oben“) liegt auf einer Höhe von durchschnittlich 988 Metern (deshalb „Volk von oben“). Das Gebiet der Toraja ist typisch für eine bestimmte Hausform und für ungewöhnliche Beerdigungsriten.

Geschichte

Die Vorfahren der heutigen Toraja kamen zwischen 2500 und 1500 vor Christus aus Indochina nach Sulawesi. Hier zogen sie sich in schwer zugängliche Bergwälder und Gebirgslandschaften zurück. Erst 1673 versuchte der Buginesen-König Arung Palakka (1634–1696) die Gegend zu erobern, wurde jedoch vertrieben.

Die holländische Missionarstätigkeit begann 1892 rund um den

Klima, Flora und Fauna

Zwar liegt das Toraja-Land in den Inneren Tropen, doch wirkt sich die Höhe von durchschnittlich 988 Metern auf das Temperatur-Niveau aus. Die Tagestemperaturen liegen hier ganzjährig zwischen 26 °C und 28 °C, nachts zwischen 16 °C und 20 °C. Wer aus dem Tiefland wie Makassar anreist, wird dies als angenehm kühl empfinden. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis September, in der es allerdings auch regnen kann. Die Regenzeit zwischen Dezember und April bringt lang anhaltenden Regen mit der Gefahr von Erdrutschen.

Im Toraja-Land gibt es eine stark endemisch geprägte Tierwelt. Darunter befinden sich der Anoa (der kleinste Wild-Büffel), Bärenkuskus (Beuteltier), Barbirusa (Hirscheber), Makaken-Affen, Sulawesi-Pustelschweine oder Koboldmakis. Von den 430 Vogelarten sind rund 20 % endemisch. Zu beobachten sind Hammerhuhn (Maleo), Nashornvögel oder die farbenprächtigen Pittas (Sperlingsart). Unter den 150 Arten von Reptilien befinden sich alleine 50 Schlangenarten.

Unter den 115 Pflanzenarten fällt besonders das Bambus-Gras auf, das sogar Bambus-Wälder bildet.

Wie sonst auf Sulawesi allgegenwärtig, gibt es im Toraja-Land keine Vulkane. Höchster Berg ist der Mount Sesean mit 2150 Metern. Von Batutumonga sind es für Bergsteiger etwa 3 Stunden zum Gipfel. Toraja-Land ist ein Sandstein-Gebiet mit vielen Steilwänden und Karst-Bildungen, die sich für den Einbau von Gräbern eignen.

Region

Das Toraja-Land gehört zur Region Süd-Sulawesi.

Anreise

Von Makassar sind es über die Fernstraße Trans-Sulawesi Highway / Jalan Raya Trans-Sulawesi 315 km Richtung Norden bis Rantepao.

Flüge sind mit Kleinflugzeugen möglich von Makassar zum Toraja Airport (IATA: TRT) (15 km südlich von Makale; hier ist ein Taxi für die 20 km Entfernung nach Rantepao zu nehmen). Wings Air – buchbar über Lion Air – fliegt mit einer Turboprop ATR-72 Dienstag und Freitag nach Rantepao und zurück (Abflug 08:10, Ankunft 09:05 Uhr, Flugdauer: 55 Minuten).

Wichtige Lebensabschnitte der Toraja

Tongkonan in Kete' Kesu'

Tongkonan in Kete' Kesu' (Foto: 22Kartika, CC BY-SA 3.0)

Tongkonan in Baruppu

Tongkonan in Baruppu (Foto: RaiyaniM, CC BY-SA 4.0)

Beerdigung einer alten Dame auf einem Katafalk

Beerdigung einer alten Dame auf einem Katafalk (Foto: Lord Mountbatten, CC BY-SA 3.0)

Begräbnis-Zeremonie in Pitung Penanian

Begräbnis-Zeremonie in Pitung Penanian (Foto: WiDi, CC BY-SA 4.0)

Um die Toraja-Kultur zu verstehen, muss der Tourist einige Vorkenntnisse mitbringen, denn die Erläuterungen vor Ort durch die Reiseleiter sind nicht immer zufriedenstellend:

Die Wohnäuser von Tana Toraja
Traditionell haben bei den Toraja nur die Adligen das Recht, tongkonan zu bauen. Das einfache Volk lebt in kleineren und weniger aufwendigen Häusern („banua“). Die klassischen Toraja-Wohnhäuser heißen „tongkanan“, die gegenüber liegenden Reisspeicher „alang“. In dieser Form sind sie an einer Straße angeordnet, wobei die Hauptfassade des Wohnhauses nach Süden ausgerichtet ist. Die „tongkanan“ sind auf eckigen, die „alang“ auf runden Pfählen errichtet und mit Holzschnitzereien „pa'ssura“ verziert. Die bootsförmige Dachspitze „longa“ des Satteldachs hat auch die Form eines Büffelhorns. Das Dach übersteigt den abzudeckenden Wohn- und Lagerbereich vorne und hinten um mindestens 4 Meter, abgesichert durch Stützpfähle. Die Anzahl der an den Stützpfählen befestigten Büffel-Hörner reflektiert den sozialen Status der Bewohner.

Die Toten von Tana Toraja
Der Tod gilt bei den Toraja als Höhepunkt des Lebens. Die Totenfeste „pesta orang mati” finden auf dem zentralen Zeremonienplatz „rante” im Dorf oder außerhalb statt. Für höherrangige Verstorbene wird die Holzfigur „tao-tao“ als Abbild des Verstorbenen geschnitzt und mit dessen Kleidung in bis zu 100 Meter hohen Felsnischen („liang“) gestellt. So gelangen die Toten in das Totenreich „puja“. Totenfeiern finden meist in der Urlaubszeit Juli/August und Dezember statt. Einmal jährlich werden am Feiertag Ma'nene die Gräber geöffnet, gesäubert und die Toten umgebettet. Auch Holzsärge („erong“) und Grabhäuser aus Stein („patane“) sind übliche Totenstätten.

Sprache

Die ursprüngliche lokale Sprache ist Toraja, alle Bewohner sprechen aber auch Bahasa Indonesia. Englisch wird fast nur von Personen in der Tourismusbranche gesprochen.

Mobilität

Die meisten Sehenswürdigkeiten in Tana Toraja lassen sich von Rantepao aus mit einer Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Fußmarsch erreichen. Bemos haben hier oft Jeep-Format und lassen sich leicht am einladenden Hupen oder einem gelben Nummernschild erkennen.

  • Privatwagen mit Fahrer kosten 400.000 IDR am Tag.
  • Motorroller kosten um die 80.000-100.000 IDR am Tag.

Sehenswürdigkeiten

Orte

  • Makale: mit 32.000 Einwohnern die Hauptstadt von Tana Toraja
  • Lemo Menduruk: im Bezirk leben 10.000 Toraja
  • Palawa': im Bezirk leben 14.000 Einwohner
  • Rantepao: touristisches und kulturelles Zentrum von Tana Toraja, 272.000 Einwohner, 789 m hoch

Kulturelle Objekte

Verrottende Särge in Ke'te' Kesu

Verrottende Särge in Ke'te' Kesu (Foto: Kondephy, CC BY-SA 4.0)

Insgesamt lassen sich drei Typen von kulturellen Objekten unterscheiden:

  • Typische Toraja-Häuser (oder Ansammlungen davon) mit steilen Giebeln und auf hölzernen Pfeilern, verziert mit einer variablen Anzahl von Büffelhörnern
  • Felsengräber, die in den Stein gehauen sind
  • Andere Arten von Gräbern (normale Friedhöfe oder Baumgräber) und "Grab-Zubehör" wie Tau Taus, Monolithen usw.

Wer nicht besonders kulturell interessiert ist, dem genügt es, jeweils ein oder vielleicht zwei Sehenswürdigkeiten jeder Art zu besuchen. Felsengräber oder Toraja-Häuser findet man zudem ohnehin in der Landschaft, ohne dass diese speziell ausgeschrieben wären. Nachdem man zwei reich verzierte Häuser gesehen hat, wirkt das dritte auch nicht mehr beeindruckender, und 20.000 IDR Eintrittsgebühren sind eventuell in einen Nasi Goreng am Straßenrand besser investiert. Es ist also ökonomischer, einzelne interessante Sehenswürdigkeiten mit Eintritt zu priorisieren und auf den Rest guten Gewissens zu verzichten. Einige Dörfer, die zuvor "normale" Dörfer und öffentlich zugänglich waren, scheinen sich auf Touristen als leicht verdientes Geld einzustellen und nun Eintritt zu verlangen. Man sollte generell auf das Ticket als Quittung bestehen, um Betrug zu vermeiden.

Touristisch frequentierte Sehenswürdigkeiten

Häuser in Ke'te' Kesu

Häuser in Ke'te' Kesu (Foto: Michael Gunther, CC BY-SA 4.0)

Christliches Mausoleum mit Monolith und tongkonan-Haus

Christliches Mausoleum mit Monolith und tongkonan-Haus (Foto: Michael Gunther, CC BY-SA 4.0)

Dörfer mit den berühmten Toraja-Häusern, Begräbnisstätten und Monumente sind unter anderem:

  • Batutumonga Ausgangsort für die Besteigung des Mount Sesean.
  • Bori zum Dorf gehören.

Bori Kalimbuang Megalithen oder tongkonan-geformte Häuser dienen als Grabsteine.

  • Bori Parinding über 100 aufgestellte Steinpfeiler symbolisieren das Grabmal verehrter Vorfahren.
  • Buntu Burake 1094 m hoher Berg bei Makale, auf seinem Gipfel steht.

Jesus Buntu Burake (Patung Yesus Kristus Memberkati) eine 2015 aufgestellte und erst am 23. Dezember 2018 eingeweihte, 40 Meter hohe Bronzestatue auf dem Berg Buntu Burake. Mit dieser Höhe war sie bis zum 19. September 2024 die höchste Christusstatue der Welt, denn sie überragte die Christusstatue von Rio de Janeiro um 2 Meter. Die höchste Statue steht nunmehr in Sumatra am Toba-See.

  • Buntu Pune (Tongkonan Buntu Pune) Dorf mit zwei Häusern und 6 Reisspeichern. Sehenswert auf dem wenig besuchten Friedhof ist ein hausförmiges Grabmal (patane), worin ein Toter nicht im Sarg liegt, sondern auf einem Stuhl sitzt und durch ein vergittertes Fenster schaut.
  • Buntu Singki 930 m hoher, zu Rantepao gehöriger Hügel mit einem Gipfelkreuz.
  • Kambira / Kembira die Stelle mit den berühmten „Baby-Gräbern“ (Kindergräber) in Bäumen.
  • Ke'te' Kesu (Kete Kesu) das Vorzeigedorf mit den berühmten Wohnhäusern, Reisspeichern und in der Nähe liegenden Felsgräbern dürfte im 17. oder 18. Jahrhundert gegründet worden sein.
  • Lemo in 40 Meter hohen Felswänden eingebaute Gräber mit bewachenden Tao-Tao-Figuren, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen.
  • Lokomata (Lo'ko' Mata) (Pekuburan Batu Lokomata) ein massiver monolithischer Grabstein.
  • Londa eine Sandsteinhöhle mit Gräbern, Schädeln, Skeletten, Holzsärgen und hängenden Gräbern.
  • Sa'dan ist der Bezirk der Webkunst mit dem Hauptort To’barana. Hier sind an einem tongkonan-Haus aus 1811 insgesamt über 60 Büffel-Hörner angebracht.
  • Suaya 805 m hoch liegendes Dorf.
  • Tikala liegt nördlich von Rantepao und ermöglicht die Beobachtung des Alltags der Bewohner.
  • Tonga Riu ein Verwaltungsbezirk.

Südlich von Rantepao

Häuser in Ke'te' Kesu

Häuser in Ke'te' Kesu (Foto: Kondephy, CC BY-SA 4.0)

Totenschädel mit Grabbeigaben in den Grabhöhlen von Londa

Totenschädel mit Grabbeigaben in den Grabhöhlen von Londa (Foto: Kondephy, CC BY-SA 4.0)

Grabfelsen in Lemo

Grabfelsen in Lemo (Foto: Kondephy, CC BY-SA 4.0)

Die südlich von Rantepao gelegenen Sehenswürdigkeiten sind gut mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Auf der Straße zwischen Rantepao und Makale verkehren Bemos tagsüber im 5-Minuten-Takt. Die Preise liegen im Bereich 3.000-10.000 IDR pro Fahrt.

  • Ke'te' Kesu ist eine Ansammlung traditioneller Toraja-Häuser, an die sich ein in die Felsen gehauener Friedhof anschließt. Dort liegen oder hängen die Gebeine von Toten mehr oder weniger verstreut in verrottenden Holzsärgen. Zwischen beiden Teilen der Sehenswürdigkeit ist ein Touristen-Spießrutenlauf aus Souvenirläden. Anreise: Am südlichen Stadtrand von Rantepao zweigt (an einer Statue, die einen Stier zeigt) eine Straße nach Osten ab, der man 2 km folgt. Es verkehren auch Bemos oder Einheimische nehmen Touristen umsonst mit. Eintritt: 20.000 IDR
  • Bei Londa ruhen Tote in teilweise offenen Särgen in zwei (über einen engen Durchgang verbundene) Höhlen und einer darüber liegenden hohen Felswand. Es wird eine Taschenlampe benötigt, die man entweder selbst mitbringt (Handylicht funktioniert auch, Stirnlampe ist bequemer) oder vor Ort für 30.000 IDR von einem Guide mietet. Anreise: Von Rantepao ein Bemo Richtung Makale nehmen (5.000 IDR) und an einer Kreuzung aussteigen, die 1,5 km von Londa entfernt ist; den Rest gehen. Es gibt auch eine kürzere Stichstraße weiter südlich, die aber landschaftlich weniger reizvoll und zudem deutlich steiler ist. Eintritt: 20.000 IDR.
  • Lemo ist eine weitere Begräbnisstätte mit in den Fels gehauenen Gräbern, umgeben von Reisfeldern. Anreise: Von Rantepao oder der Abzweigung nach Londa ein Bemo nehmen (5000 bzw. 3000 IDR) und an der Kreuzung nach Lemo aussteigen; den Rest gehen. Eintritt: 20.000 IDR (Sept. 2016)
  • Das Dorf Buntu Burake liegt 18 km südlich von Rantepao und ist der Ausgangsort für Reisen zum gleichnamigen Berg mit der Jesusstatue.

Westlich von Rantepao

Hier gibt es nicht viel zu sehen. Von Rantepao aus erreicht man über die Jl. Poros Bolu nach 2,7 km das Dorf

Nördlich von Rantepao

Das Dorf Palawa'

Das Dorf Palawa' (Foto: Kondephy, CC BY-SA 4.0)

Die Gegend rund um Batutumonga bietet schöne Ausblicke kombiniert mit vielen traditionellen Dörfern und Häusern. Im Ort liegen auch drei Gästehäuser. Anreise: Ein Bemo/Kinjang vom Terminal Bolu in Rantepao kostet 20.000 IDR.

  • Bei Pana‘ befinden sich Baby Graves. Die Gräber sind in den Fels gehauen und in Bäume integriert. Am besten fragt man den Ticketverkäufer nach den Bäumen, die nicht offensichtlich sind. Anreise: Via Batutumonga und Embatau von Norden oder via Tikala von Süden (bergauf). Die Gräber liegen leicht östlich der Straße und sind an der Straße mit einem großen Schild gekennzeichnet. Eintritt: 20.000 IDR.
  • Tonga Riu ist ein großer Grabfelsen nordwestlich von Embatau. Anreise über Batutumonga oder Embatau, von dort knappe 20 min zu Fuß. Eintritt: Wird nicht immer eingefordert. Ticketschalter aber vorhanden.
  • Palawa ist ein Dorf mit Toraja-Häusern, die überdurchschnittlich viele Büffelgeweihe aufweisen (stellenweise über 20 pro Haus). Anreise: Ein Bemo ab Terminal Bolu kostet 8.000 IDR, Eintritt: 20.000 IDR.
  • Das Dorf Bori hat einen großen zentralen Dorfplatz mit einigen Monolithen. Anreise: Bori liegt an der Straße zwischen Bolu und Palawa' (siehe oben). Eintritt: keiner.

Östlich von Rantepao

Hier befinden sich unter anderem die typischen Toraja-Siedlungen

  • Marante mit dicht belegtem Begräbnisfelsen und Tondon mit einer protestantischen Kirche, deren Turm ein Toraja-Modell krönt. Nanggala hat 4 Häuser und 15 Reisspeicher. Weiter östlich liegt das archetypische Dorf Pitung Penanian.

Aktivitäten

Beerdigungen

Viele Touristen besuchen Toten- und Bestattungszeremonien. Dies lässt sich auch ohne Führer organisieren, vorausgesetzt, man weiß entweder aus der Unterkunft, wo an welchem Tag eine Zeremonie stattfindet oder man sieht sich auf der Hauptstraße in Rantepao nach LKWs um, die mit einer Horde schwarz bekleideter Menschen beladen sind, winkt diese zum Anhalten und steigt auf.

Insgesamt sind Führer ein leidiges Thema in Tana Toraja. Abgesehen davon, dass sie generell für indonesische Verhältnisse extrem teuer sind, handeln sie oft mit betrügerischer Absicht.

Guides behaupten, Ausgaben zu haben, die so nicht existieren oder können Versprechen wegen spontaner Planänderungen nicht halten (z. B. Restaurantbesuche).

  • Um unentschlossene Touristen zur Zusage zu drängen, behaupten Guides, sie müssten im Dorf, in welchem die Beisetzung stattfindet, tags zuvor eine Reservierung tätigen.

Spaziergänge und Wanderungen

Die Region bietet auch landschaftlich schöne Anblicke, die sich meist mit "Reisfeld, Büffel, Berge" zusammenfassen lassen.

  • Der Hügel Buntu Singki (von ganz Rantepao aus am riesigen Gipfelkreuz zu erkennen) lässt sich von Südwesten aus Rantepao erklimmen.
  • Der Gunung Sesean ist ein Berg, der sich über einen 4 km langen und steilen aber schattigen Weg besteigen lässt. Der Weg ist dürftig ausgeschildert; "immer bergauf" ist die beste Wegbeschreibung. Der Weg startet an der Straße in Batutumonga (blaues Schild "Alternative to Gunung Sesean") oder 1 km weiter die Straße entlang an einer Kreuzung in Embatau (grünes Schild: "Trekking Gunung Sesean") Anreise: Siehe Batutumonga, oben bei Sehenswürdigkeiten.
  • Von Palawa' nach Marante: Der Weg startet bei Palawa', auf der der Straße von Bolu gegenüberliegenden Fluss-Seite. Man folgt dem Flusslauf flussabwärts, immer parallel zur Straße auf der gegenüberliegenden Seite, bis man ans Museum Negangdem gelangt. Dort lässt sich über eine Brücke ein Abstecher nach Bori machen (oder von Bori auf den Weg steigen). Der Weg geht weiter südwärts durch die Reisfelder, aber etwas weiter weg vom Fluss, bis man nach einem leichten Anstieg ein schattiges Dorf und kurz darauf dessen idyllisch gelegene Kirche erreicht. Nun immer rechts halten, bis man kurz nacheinander zwei Brücken überquert und entweder an der Straße Rantepao-Palawa oder Rantepao-Palopo wieder ankommt und ein Bemo in die Stadt abfängt. Der ganze Weg dauert ca. drei Stunden, führt größtenteils durch Reisfelder, in denen Büffel suhlen oder kleine Dörfer ohne nennenswerten Verkehr, ist entweder geschottert oder geteert und hat kaum Steigungen.

Einkaufen

Siehe auch: Rantepao#Einkaufen

Küche

Siehe auch: Rantepao#Küche

Die Küche vom Toraja-Land hat zwei Spezialitäten entwickelt:

  • Pantollo' Pangi Duku'Bai: Schweinefleisch mit Gemüse und schwarzer Soße mit Reis;
  • Pa'Piong Ayam: Im Bambusrohr mit Spinat, Kräutern und Kokos gebratenes Huhn („ayam“) bzw. Schwein („babi“).

In den Ortschaften und am Straßenrand bieten zahlreiche mobile Garküchen („warungs“) und Straßenkarren („gerobaks“) frisch zubereitete Mahlzeiten an, deren Qualität nicht immer einwandfrei ist. Man beachte die vielen Insekten, die sich hier aufhalten.

Nachtleben

Siehe auch: Rantepao#Nachtleben

Die Gegend ist christlich geprägt. Alkohol ist also leichter erhältlich als im restlichen Indonesien. Echtes Nachtleben gibt es aber nicht. Seit 2015 ist in Indonesien der Verkauf von Alkohol in kleinen Läden (den sogenannten "Tokos") verboten. Dieser ist nur noch in großen Supermärkten erhältlich, die es außerhalb größerer Ortschaften nicht gibt. In Rantepao ist das jedoch kein Problem. Viele Tokos führen die gängigen Biersorten Indonesiens (Bintang und Anker). Auch in vielen Restaurants ist Bier erhältlich.

Unterkunft

Siehe auch: Rantepao#Unterkunft

Praktische Hinweise

Das

Gesundheit

Siehe auch: Reiseapotheke

In Tana Toraja besteht ein mittleres Malaria- und Dengue-Risiko. Zur Vermeidung von Malaria- und Dengue-Fieber sollte man unter Moskitonetzen schlafen. Darüber hinaus kann man Mückenschutzmittel (z. B. DEET®) verwenden. Diese werden auf die Haut bzw. die Kleidung gesprüht. Wichtig ist auch, dass kein Leitungswasser getrunken werden sollte. Mineralwasser ist sehr günstig und überall in Supermärkten bzw. Tokos zu erwerben.

Beim Genuss von Alkohol sollte auf Schnaps wie Palmwein verzichtet werden, da dieser unter Umständen mit Methanol gepanscht ist.

In Notfällen hilft das Elim Hospital in Rantepao (Jl. Ahmad Yani No. 68).

Sicherheit

Generell ist Tana Toraja sehr sicher. Kriminalität ist kein großes Thema, daher kann man sich bedenkenlos frei bewegen. Nachts sollte man sich als allein reisende Frau (wie in vielen anderen Gegenden dieser Welt) nur in Begleitung hinaus begeben. Der aufmerksame Tourist kleidet sich stets unauffällig und ohne Markenware, achtet auf sein Gepäck und beobachtet konzentriert seine nähere Umgebung. Der Islam prägt weite Teile Sulawesis, daher sollte man darauf Rücksicht nehmen, d. h. dass man sich nicht zu aufreizend kleidet. Kritisch sollte man gegenüber allen Indonesiern sein, die sich in der Nähe von Hotels oder Restaurants als Führer anbieten, eine Beerdigung zu besuchen oder sonstige Dienstleistungen gegen stark überhöhte Preise zu erbringen.

In Notfällen hilft die Polsek Rantepao in der Jl. Budi Utomo No. 9.

Ein großes Risiko stellt der Straßenverkehr dar, da dieser sehr chaotisch ist und die Fahrzeuge sehr schlecht gewartet sind. Darüber hinaus sind auch die zahlreichen Straßenhunde mit Vorsicht zu genießen. Sie sollten keinesfalls gestreichelt werden und können sehr aggressiv reagieren, wenn sie überrascht werden oder Welpen haben.

Literatur

Roland Dusik, DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Indonesien, DuMont, 2005, S. 495 ff.; ISBN 978-3770177455.

Einzelnachweise

GeoData

Woher diese Seite stammt

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