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This page is also in English: Portofino travel guide

Portofino ist ein ausgesprochen malerischer kleiner Ort an der Südwestspitze der gleichnamigen Halbinsel und liegt am Golfo del Tigullio an der Riviera di Levante in der Region Ligurien. Etwas weiter nördlich am Golfo des Tigullio liegt das größere Städtchen Santa Margherita Ligure.

Hintergrund

Mappa Tigullio (Foto: Davide Papalini, CC BY-SA 3.0)

Der Ort Portofino wurde in römischer Zeit als Portus Delphini an einem Naturhafen am südwestlichen Ende des Golfo del Tigullio (Golf von Tigullien) gegründet. Die malerische Umgebung des Ortes bildete die Kulisse für etliche Kinofilme und Teile von Portofino wurden in den Universal Studios in Orlando (Florida) nachgebaut. Der Ort wird in den Sommermonaten von großen Touristenzahlen besucht, der Jachthafen zieht auch die Boote Gutbetuchter an.

Nach Bericht von Plinius dem Älteren erhielt der Ort Portus Delphini am Golf von Tigullien in römischer Zeit aufgrund des dortigen Vorkommens zahlreicher Delphine seinen Namen. Nach einer ersten urkundlichen Erwähnung von Portofino im Jahre 986 n. Chr. gelangte der Ort unter die Verwaltung von Rapallo und wurde 1229 gemeinsam mit Rapallo Teil der Republik Genua. 1861 wurde der Ort, der zwischenzeitlich zum Königreich Sardinien geschlagen worden war, ins Italienische Königreich eingegliedert.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Genua (IATA: GOA) in ca. 36 km Entfernung.

Mit der Bahn / mit dem Bus

Aufgrund der extrem engen Platzverhältnisse im Ort wird eine Anreise mit dem zuverlässigen öffentlichen Verkehr empfohlen.

  • Der nächste Bahnhof liegt im 5 km entfernten Santa Margherita Ligure an der Strecke Genua - Sestri Levante - La Spezia. Dort halten regelmäßig alle 15-45 Minuten Regionalzüge der Trenitalia, die meist recht modern und klimatisiert sind, im Sommer jedoch sehr voll werden können. Vom Bahnhofsvorplatz aus verkehren regelmäßig alle 15-30 Minuten Linienbusse (Linie 782) nach Portofino. Diese sind aufgrund der Straßenverhältnisse recht klein, Wartezeiten sind in der Hochsaison einzuplanen. Die Busse sind klimatisiert und für Menschen mit Bewegungseinschränkungen zugänglich (einfache Fahrt 5,- €, Stand 2024).

Auf der Strasse

  • Von der Küsten-Autobahn A12 Genua - La Spezia aus wird der Ort über die Ausfahrt Rapallo oder über die Küstenstraße SS1 über den Ort Santa Margherita Ligure erreicht. Die Zufahrt über die Straße SP227, welche schmal ist und entlang der Küstenlinie des Golfs von Tigullien verläuft, ist bei großem Touristenandrang im Sommer oft überlastet und wird teils polizeilich gesperrt. Es ist in jedem Fall große Vorsicht geboten, da die Straße um viele enge Kurven führt, teils nur noch eine Spur breit ist und oft auch von Fußgängern gesäumt wird, da die Route nur teilweise Gehwege hat.

Man erreicht über die Zufahrtsstraße ein relativ enges und teures Parkhaus am Nordrand des Ortes, alle Örtlichkeiten sind von dort aus bequem zu Fuß zu erreichen; im Ort dürfen nur Fahrzeuge der einheimischen Bevölkerung verkehren, in den Gässchen bestehen ohnehin keine Parkmöglichkeiten.

Mit dem Schiff

  • bekannt ist die Marina von Portofino, hier kann man mit der Privatjacht anlegen oder auch die millionenteuren Jachten von Berühmtheiten bestaunen.
  • von Rapallo aus besteht eine regelmäßige Schiffsverbindung über Santa Margherita Ligure mit Portofino.
  • oft wird Portofino auch von Mittelmeerkreuzfahrten angefahren.

Mobilität

Lokal bewegt man sich auf den weitgehend verkehrsbefreiten Gässchen zu Fuß, ein Fußweg mit Treppenabschnitten führt vom Hafen entlang der Küste bis zum Leuchtturm und über das Schlösschen und die Kirche Chiesa di San Giorgio wieder zurück.

Sehenswürdigkeiten

Chiesa di San Martino

Chiesa di San Martino (Foto: Davide Papalini, CC BY-SA 3.0)

Oratorio di Nostra Signora dell'Assunta

Oratorio di Nostra Signora dell'Assunta (Foto: Davide Papalini, CC BY-SA 3.0)

Oratorio dell'Assunta: Innenraum

Oratorio dell'Assunta: Innenraum (Foto: Davide Papalini, CC BY-SA 3.0)

Chiesa San Giorgio (Foto: Sergio Del Piccolo, CC BY-SA 2.0)

Die Stadtverwaltung macht seit 2023 klar, dass man keine Touristen mag: wer von 10:30-18:00 an touristisch interessanten Orten „herumlungert“ und Selfies macht wird nach einer städtischen Verordnung mit €275 bestraft. Zunächst galt dies für den Bereich Piazza Martiri dell'Olivetta zum Calata Marconi-Pier und den öffentlichen Toiletten am Umberto-I.-Pier.

  • Von der Piazza della Libertà bei der Autobusstation und dem Parkhaus führt die Via Roma zur zentralen Piazza am Hafenbecken. Das Hafenbecken mit den malerischen bunten Fronten der hohen Häuser mit ihren Trompe l'Oeil-Balkonen und Brüstungen zieht wohl die meisten Besucher an. Man kann entlang dem Südufer des Hafenbeckens entlang flanieren.
  • die Chiesa di San Martino im historischen Ortskern stammt in ihren romanischen Grundzügen aus dem 12. Jahrhundert.
  • die Kapelle Oratorio di Nostra Signora dell'Assunta stammt aus dem 14./15. Jhdt und wurde verschiedentlich umgestaltet. Im Innern finden sich zwei 105 resp. 115 kg schwere Prozessionskreuze, welche auf Prozessionen durch den Ort mitgetragen werden.
  • die Chiesa di San Giorgio, erbaut im 12. Jahrhundert im romanischen Stil wurde nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg um 1950 wieder rekonstruiert.
  • das Castello Brown, ehemals Castello di San Giorgio, wurde im 14. Jhdt. erbaut und in Privatbesitz umgestaltet. Heute ist hier das Gemeindemuseum untergebracht.
  • ein "Faro di Portofino" Leuchtturm ("Faro di Portofino") markiert die Südostspitze des Kaps, hier bekommt man in einer Bar Getränke und Eis.

Aktivitäten

Meeresschutzgebiet Portofino (Foto: User:Yoruno, Public domain)

Cristo degli abissi (Foto: The original uploader was Yoruno at Italian Wikipedia ., CC BY-SA 3.0)

  • die Piazza am Becken des Jachthafens lädt zum Flanieren ein, sie ist gesäumt von etlichen Kneipen und Eisdielen.
  • auf einem kurzen Spaziergang ist die Erhebung mit dem Castello Brown und dem Leuchtturm zu erreichen.
  • das ganze Kap von Portofino ist als Parco Regionale Naturale di Portofino unter Schutz gestellt.
  • beliebt ist die Küste bei Portofino für Taucher. Im Meeresschutzgebiet Portofino ist jegliches Baden und Tauchen im Bereich der Cala dell'Oro Area A - Cala dell'Oro untersagt, im normalen Schutzgebiet der Area B sind nur Apnoetauchen und Baden uneingeschränkt erlaubt, Tauchgänge sind nur vor organisiert durch vor Ort tätige Organisationen erlaubt. Sehenswert sind die Unterwasserskulptur "Cristo degli abissi" die zum Gedenken an Opfer eines Tauchunfalls um 1950 von Guido Galletti geschaffen und in der Nähe der Abtei San Fruttuoso im Meer versenkt wurde, lokal bestehen von Vorkommen von echter Koralle. In der Area C ist das Baden und Tauchen und partiell auch das Sportfischen erlaubt.
  • Besuch der Abtei Abtei San Fruttuoso Abtei San Fruttuoso di Capodimonte an der Südküste, die nur auf Wanderwegen oder auf dem Seeweg per Boot erreichbar ist.

Küche

Um die zentrale Piazza am Hafenbecken reihen sich Restaurants und Gelaterien aneinander.

Unterkunft

Mittel

  • Hotel Nazionale, Vico Dritto 3, 16034 Portofino. Tel.: +39 0185 269575, Fax: +39 0185 269138 Geöffnet: Hochsaison: Doppel ab 190 €.

Luxus

  • Hotel Splendido, Salita Baratta 16, 16034 Portofino. Tel.: +39 0185 267801, +39 0185 2353 00 Preis: Hochsaison günstigstes Doppel (20 m²) 3200-3800 Euro, nicht Lire.
  • Hotel Piccolo, Via Duca degli Abruzzi 31, 16034 Portofino. Tel.: +39 0185 269015 Gehört zur uvet-Kette von Boutiquehotels. Geöffnet: Hochsaison: 2 oder 3er-Zimmer deutlich über 700 €.

Sicherheit

Gemäß städtischer Verordnung kann es bis zu 500 € Geldbuße kosten wenn man abseits des Strandes nur in Badekleidung (freiem Oberkörper oder barfuß) unterwegs ist. Ebenso teuer kommen kann ein Sandwich auf einer Bank oder ein Bier auf einer Mauer kommen. Speisen und Getränke dürfen nur in Bars und Restaurants im Freien konsumiert werden. Es ist strengstens verboten, sich auf den Boden, Bänke oder Mauern zu legen oder auf den Straßen, unter Arkaden, auf Plätzen und anderen öffentlichen Bereichen zu sitzen. Niemand sollte es wagen zu betteln: Im Stadtzentrum herrscht ein striktes Bettelverbot. An Sehenswürdigkeiten gibt es keine Menschenmassen für Selfies: die Gemeinde hat rote Zonen eingerichtet, in denen längeres Verweilen verboten ist: zwischen der Piazza Martiri Olivetta (Restaurant Delfino) und dem Molo Umberto I (von 10:30 bis 18:00 Uhr) sowie zwischen den öffentlichen Toiletten am Pier und dem Restaurant Da Vince.

Ausflüge

Viele Besucher zieht es auch in die nahegelegenen Cinque Terre.

www.comune.portofino.genova.it (it) – Offizielle Webseite von Portofino

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Woher diese Seite stammt

Diese Seite wurde von Wikivoyage übernommen. „Portofino“ aus Wikivoyage, von seinen Autorinnen und Autoren, unter CC BY-SA 4.0. Hier geändert: als Seite gesetzt; Bearbeitungslinks, Karten und Eintragsdaten weggelassen; jedes Foto unter seiner eigenen Lizenz, in der Bildunterschrift genannt.

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