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This page is also in English: Tayrona National Park travel guide

Der Tayrona Nationalpark befindet sich im Norden von Kolumbien an der Karibikküste, östlich der Stadt Santa Marta, mit tropischem Urwald und weißen Stränden.

Beach

Beach (Foto: Juan Pablo, CC BY-SA 3.0)

Tayrona Walk

Tayrona Walk (Foto: Jorge Láscar from Australia, CC BY 2.0)

Hintergrund

Der

  • Tayrona Nationalpark wurde benannt nach den Tayrona Indianern, die dort bis zum 16. Jahrhundert gelebt haben, bis sie von Kolonialmächten vertrieben und ausgerottet wurden.

Geschichte

Die Tayrona-Indianer, die das Gebiet seit Tausenden von Jahren bewohnten, haben den Park als heilig betrachtet und als Ort des spirituellen Rückzugs und der Verehrung genutzt. Ihre Kultur und Traditionen haben das Land geprägt und sind bis heute im Park zu spüren.

Im 16. Jahrhundert wurde die Region von den Spaniern erobert und in das spanische Kolonialreich integriert. In der Folgezeit wurde die indigene Bevölkerung entweder getötet oder versklavt, und der Wald wurde für landwirtschaftliche Zwecke gerodet.

Erst in den 1960er Jahren wurde der Park auf Betreiben von Umweltschützern eingerichtet, um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Region zu schützen.

Landschaft

Der westliche Teil des Parks wird dominiert durch hellbraune Hügel mit spärlicher Vegetation. Die zentralen und östlichen Abschnitte sind gekennzeichnet durch weiße Strände und kleine Buchten, dahinter finden sich Kokospalmen, Riesenkakteen sowie tropischer Regenwald.

Im Landesinneren des Parks erstrecken sich hohe Bergketten, die mit dichten Regenwäldern bedeckt sind. Hier finden sich auch zahlreiche Flüsse und Wasserfälle, die durch das Gebiet fließen. Die Berge sind von verschiedenen Wanderwegen durchzogen, die es Besuchern ermöglichen, die atemberaubende Landschaft hautnah zu erleben.

Entlang der Küste finden sich mehrere Strände, die von feinem Sand und türkisfarbenem Wasser umgeben sind.

Flora und Fauna

Ramphocelus dimidiatus, Scharlachtangaren (Foto: DocWoKav, CC0)

Die Regenwälder des Parks sind die Heimat von Hunderten von Baumarten, einschließlich des Mahagoni-Baums und des Kapokbaums, sowie von verschiedenen Orchideen- und Bromelienarten. Die Strände und Korallenriffe beherbergen auch eine erstaunliche Artenvielfalt.

Zu den bekanntesten Tierarten des Parks gehört das Weißschulterkapuzineraffen, das hier in großer Zahl vorkommt. Weitere Affenarten, die im Park zu finden sind, sind die Brüllaffen und die Spinnenaffen. In den Wäldern des Parks leben auch viele verschiedene Vogelarten wie der Tukan oder der Kolibri.

Die Gewässer des Parks beherbergen auch eine erstaunliche Vielfalt an Meerestieren, darunter verschiedene Arten von Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Delfine.

Klima

Der Tayrona Nationalpark liegt in einer tropischen Zone und hat ein heißes und feuchtes Klima mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über.

Die durchschnittliche Temperatur im Park beträgt etwa 27°C, wobei die Temperaturen im Laufe des Tages auf bis zu 35°C steigen können. In den höheren Lagen des Parks, wie zum Beispiel auf Wanderungen durch den Regenwald, kann es jedoch etwas kühler sein.

Die Regenzeit im Park dauert von Mai bis November, wobei der Oktober und November die nassesten Monate sind. Während dieser Zeit kann es zu starken Regenfällen kommen, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen können. Daher ist es in dieser Zeit ratsam, den Park vorsichtig zu erkunden und sich auf plötzliche Wetterumschwünge vorzubereiten.

Die Trockenzeit im Park dauert von Dezember bis April, wobei die Monate Januar bis März die trockensten sind. Während dieser Zeit ist das Wetter sonniger und trockener, was ideal für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Schnorcheln ist.

Anreise

Am einfachsten startet man seine Reise von Santa Marta. Hier fahren Busse den ganzen Tag von der Calle 11 Ecke Carrera 11 regelmäßig im halbstunden Takt am Haupteingang des Parks vorbei. Den richtigen Bus erkennt man an der Tafel mit den Haupthaltepunkte, wenn "Parque Nacional Tayrona" oder etwas ähnliches drauf steht. Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde und kostet ca. 6.000 COP.

Es empfiehlt sich Verpflegung mitzunehmen. Innerhalb des Nationalparks gibt es zwar einige wenige Restaurants, die auch Kleinigkeiten und Getränke verkaufen, jedoch sind die Preise für kolumbianische Verhältnisse sehr teuer (z. B. 0,3l Erfrischungsgetränk 4.000 COP).

Eintritt

Einheimische: 13.000 COP

  • Ausländer: 38.000 COP

Eine Gelbfieberimpfung ist nicht nur empfehlenswert, sondern vorgeschrieben. Ein Nachweis wird manchmal überprüft.

Mobilität

Innherlab des Tayrona Nationalparks kommt man vor allem nur zu Fuß weiter. Die Strecke vom Haupteingang Canaveral (wo der Bus hält) nach Canaveral selbst kann man auch per Kleintransporter (~2.000 COP) oder eigenem PKW zurücklegen; dies ist dann aber auch schon die einzige asphaltierte Strecke, alle anderen Wege sind unbefestigt. Von Canaveral nach Arrecives kann man Pferde nehmen.

Sehenswürdigkeiten

Playa Arrecifes

Playa Arrecifes (Foto: DocWoKav, CC0)

San Juan Beach

San Juan Beach (Foto: Camilografo, CC BY-SA 4.0)

The Piscina

The Piscina (Foto: David Shankbone, CC BY-SA 3.0)

  • Playa La Piscina Eine der Hauptsehenswürdigkeiten und ein Ziel, wenn man nur einen Tagesausflug zum Tayrona Nationalpark macht, ist "La Piscina", westlich von Canaveral. Läuft man vom Haupteingang Canaveral die komplette Strecke nach "La Piscina" ist man ungefähr 2,5 Stunden unterwegs. "La Piscina" ist ein wunderschöner Strand und gehört zu den wenigen Stränden des Nationalparks, wo man überhaupt Baden gehen darf. Viele andere Strände sind aufgrund gefährlicher Strömungen für das Baden gesperrt.
  • Playa Cañaveral Cañaveral ist ein breiter, von dichter tropischer Vegetation und Palmen gesäumter Strand mit beeindruckender Landschaft, allerdings ist das offene Meer wegen der starken Brandung normalerweise nicht zum Baden geeignet.
  • Playa Arrecifes Arrecifes ist ein besonders spektakulärer, weitläufiger Strand mit großen Felsen, dichtem Dschungel und kräftiger Brandung, wobei wegen gefährlicher Strömungen vom Schwimmen dringend abgeraten wird.
  • Playa Arenilla Arenilla ist ein kleinerer und meist ruhigerer Strand zwischen Arrecifes und La Piscina, der sich gut für eine kurze Pause eignet, aber nicht dieselben geschützten Badebedingungen wie La Piscina bietet.
  • Playa La Piscina La Piscina ist eine kleine, besonders schöne Bucht, deren vorgelagerte natürliche Fels- und Riffbarriere die Wellen abschwächt und dadurch ruhiges, klares Wasser zum Schwimmen und Schnorcheln ermöglicht.
  • Playa Del Cabo Cabo San Juan ist der ikonischste Strand des Tayrona mit zwei palmengesäumten Buchten, die durch eine felsige Landzunge mit dem berühmten Aussichtspunkt und den Hängematten getrennt werden, und bietet außerdem Camping, Restaurant und weitere Infrastruktur. Er ist mit Abstand der bekannteste Backpacker-Hotspot, vor allem rund um Camping, Restaurant und den Aussichtspunkt mit den Hängematten; hier trifft man viele Individualreisende und Leute, die mehrere Tage im Park bleiben. Abends sitzen viele Backpacker zusammen, trinken etwas, unterhalten sich und es entsteht eine lockere, soziale Atmosphäre – der wichtigste Treffpunkt im Park.
  • Boca del Saco (Playa Nudista) Dieser abgelegenere Küstenabschnitt hinter Cabo San Juan ist deutlich wilder und ruhiger als die bekannten Strände und wird traditionell als „Playa Nudista“ bezeichnet, wobei das Meer hier stärker bewegt sein kann.
  • Playa Cristal Er ist nur per Boot erreichbar, was recht teuer ist. Es ist ein schöner Strand, an dem sich viele Leute aufhalten. Während der obere Teil von Restaurants gesäumt ist, ist der untere Teil naturbelassener.
  • Playa Brava Playa Brava liegt am östlichen Ende dieses Küstenabschnitts und bietet eine besonders ursprüngliche Atmosphäre mit dichtem Dschungel, wenig Infrastruktur und kräftiger Brandung, weshalb der Strand vor allem wegen seiner Abgeschiedenheit und Landschaft besucht wird.

Aktivitäten

Fütterung (Foto: DocWoKav, CC0)

  • Strände: Der Park ist für seine eindrucksvollen Strände bekannt. Aufgrund starker Strömungen darf jedoch nur an wenigen Stellen geschwommen werden.
  • Wanderungen: Es gibt viele Wanderwege im Park, die Besucher durch den Regenwald führen und eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten entdecken lassen.
  • Tierbeobachtung: Der Tayrona Nationalpark ist die Heimat einer Fülle von Tierarten, Säugern und eine Vielzahl von Vögeln und Meerestieren.
  • Bootsfahrten: Es gibt Bootstouren, die Besucher entlang der Küste des Parks führen und schönen Ausblicke auf die Strände und das Meer bieten.
  • Klettern: Es gibt auch Klettermöglichkeiten im Park.

Kaufen

Im Nationalpark selber gibt es keinerlei Supermärkte oder ähnliches.

Küche

Es gibt einfache Restaurants an den verschiedenen Buchten. Meist sind diese alternativlos, wenn man nicht eine weite Wanderung zum nächsten Restaurant auf sich nehmen möchte. Aufgrund der abgelegenen Lage der meisten Restaurants sollte man leicht verderbliche Lebensmittel meiden und auf Salate verzichten. Eine lückenlose Kühlkette und gute Hygiene können wohl nicht immer garantiert werden.

  • Restaurante Playa Cañaveral Direkt im Bereich Cañaveral gelegen, bietet das Restaurant einfache karibische Küche und ist eine praktische Option gleich nach dem Parkeingang.
  • El Rincón De Faby Ein einfaches, lokales Restaurant an der Küste bei Arenilla, das sich vor allem für eine unkomplizierte Mahlzeit während der Wanderung eignet.
  • Playa Cañaveral Ein wunderschönes Restaurant mit Blick auf den Strand.
  • Bere Panadería Artesanal Ancestral Ein schöner Ort für eine Pause beim Wandern. Das Schokobrot und die frischen Fruchtsäfte sind sehr lecker.
  • Restaurante Cabo San Juan Del Guía Das Restaurant ist gut gelegen, hat aber einen zweifelhaften Ruf. Hier sollte man den Spruch „Cook it, peel it or forget it” beachten.

Unterkunft

Campsite

Campsite (Foto: David Shankbone, CC BY-SA 3.0)

Es gibt die Möglichkeit auf geschützten Zeltplätzen oder in festen Unterkünften zu übernachten, wobei die Preise für feste Unterkünfte die sonst üblichen Preise für Budget-Unterkünfte in Kolumbien bei weitem übersteigen.

Campingplätze: Der Park verfügt über mehrere Campingplätze, die Besucher inmitten der Natur unterbringen. Es gibt sowohl einfache Zeltplätze als auch luxuriösere Optionen mit bequemen Betten und Hängematten. Die Campingplätze haben oft auch sanitäre Einrichtungen und Essensmöglichkeiten.

Hängematten: Einige Campingplätze bieten Hängematten als Übernachtungsmöglichkeit an. Diese sind in der Regel preiswerter als Zelte und bieten dennoch eine komfortable und naturnahe Unterkunft.

Ökohütten: Einige Gebiete im Park bieten auch rustikale Ökohütten als Übernachtungsmöglichkeit an. Diese Hütten sind oft mit grundlegenden Annehmlichkeiten wie Strom und fließendem Wasser ausgestattet.

  • Cabañas Tequendama Parque Tayrona Luxus in traditionellen Hütten am Berg mit überragender Aussicht.
  • Ecolodge Playa Brava Eine abgelegene, deutlich ruhigere Eco-Lodge mit Dschungel- und Strandlage, die vor allem für Reisende interessant ist, die abseits der Hauptroute übernachten möchten.
  • Mistica Tayrona Eine kleinere Unterkunft in einem sehr abgeschiedenen Küstenbereich des Tayrona-Gebiets, die sich besonders für Ruhe und Naturerlebnis eignet; sie liegt allerdings abseits der klassischen Route über Cañaveral–Arrecifes–Cabo San Juan.

Camps im Park

Im Tayrona Nationalpark gibt es mehrere Campingplätze, auf denen Besucher übernachten können und so die Möglichkeit haben, den Park in aller Ruhe zu erkunden.

Die Campingplätze im Park sind in der Regel einfach gehalten und bieten grundlegende Einrichtungen wie Duschen und Toiletten. Es gibt auch einige Campingplätze mit Hängematten statt Zelten, die für eine authentische Erfahrung in der Natur sorgen.

Es ist zu beachten, dass das Campen im Tayrona Nationalpark sehr beliebt ist und es während der Hauptsaison (insbesondere in den Ferienzeiten) oft zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Campingplätzen kommt. Es ist daher ratsam, im Voraus zu reservieren oder frühzeitig anzureisen, um sicherzustellen, dass man einen Platz bekommt.

  • Camping Tequendama Playa Cañaveral Parque Tayrona Ein beliebter Mittelweg zwischen Natur und Komfort mit Zelten, Hängematten und einfachen Cabañas entlang des Hauptwanderwegs.
  • Cabo San Juan. Tel.: +573112589907 Die wohl bekannteste Übernachtungsmöglichkeit im Park mit Zelten und Hängematten direkt an den beliebten Stränden und dem markanten Aussichtspunkt.

Sicherheit

Innerhalb des Nationalparks ist man sicher, wobei natürlich auf mögliche Gefahren aus der Tierwelt geachtet werden sollte. Gerade vor Schlangen wird immer wieder gewarnt.

Ausflüge

Ruinen von Ciudad Perdida

Ruinen von Ciudad Perdida (Foto: Gavin Rough from Waterloo, Canada, CC BY 2.0)

  • Ciudad Perdida liegt in der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens und ist neben Machu Picchu eine der größten wiederentdeckten präkolumbischen Städte Südamerikas.

GeoData

Woher diese Seite stammt

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