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Soutien

Cette page existe aussi en Français : Harlem : guide de voyage

Harlem und Spanish Harlem sind zwei benachbarte Stadtteile von Manhattan in New York City.

Hintergrund

Harlem liegt nördlich des Central Parks zwischen der

  • 110th Street und der 155th Street, Spanish Harlem oder offiziell East Harlem (oder El Barrio) nordöstlich des Parks zwischen der E 96th Street und der 132nd Street. Der Stadtbezirk liegt am Harlem River, einem 13 km langen Meeresarm zwischen dem Hudson River und dem East River. Der Meeresarm trennt Harlem von der The Bronx, dem einzigen auf dem amerikanischen Festland liegenden Borough von New York City.

Anders als im Rest der USA, sind demografisch in Harlem die Weißen in der Minderheit. Von den 204.000 Einwohnern sind lediglich 16 % Weiße, 41 % Afroamerikaner, 32 % Latinos (überwiegend aus Puerto Rico) und 11 % Asiaten. Bis zu 32 % der Bevölkerung lebt in Armut oder prekären Verhältnissen (in ganz New York City 18 %). Gleich zu Beginn muss deshalb verdeutlicht werden, dass weiße Touristen sich in Harlem einer größeren Gefahr aussetzen, Opfer einer Straftat zu werden, als im südlichen Manhattan.

Geschichte

1765 war Harlem eine Landwirtschaftsgegend

1765 war Harlem eine Landwirtschaftsgegend (Foto: Public domain)

Vor den ersten weißen Siedlern lebten in der Gegend die indigenen Lenape. Die wallonischen Geschwister Hendrick, Isaac und Rachel De Forest ließen sich hier im März 1637 nieder.[1] Im April 1637 erhielt Hendrick De Forest vom Gouverneur Wouter van Twiller Land südlich der 124th Street zugewiesen, worauf eine Tabakfarm entstand. 1639 baute Jochem Pietersen Kuyter das Landhaus Zegendaal (deutsch: „gesegnetes Tal“) entlang des Harlem River in der Gegend der heutigen 127th Street und der 140th Street.[2]

New York City erhielt die Stadtrechte am 2. Februar 1653. Weitere holländische Siedler benannten den Norden Manhattans 1658 „Nieuw Haarlem“ nach der gleichnamigen Stadt Haarlem in den Niederlanden. Der holländische Gouverneur der Kolonie „Nieuw Nederland“, Peter Stuyvesant, sorgte am 15. August 1660 für die Eingemeindung von „Nieuw Haarlem“ nach „Nieuw Amsterdam“, wie Manhattan damals noch hieß. Im selben Jahr 1660 wurde die Gemeinde der Elmendorf Reformed Church gegründet. Nachdem die Engländer in Manhattan am 8. September 1664 das unterbewaffnete Fort Amsterdam überrannten und die Stadt kampflos einnahmen, benannten sie den Ort „New York“ zu Ehren des damaligen Duke of York, aus „Nieuw Haarlem“ wurde „Harlem“.

Am 16. September 1776 kam es während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs zur Schlacht von Harlem Heights, bei der die amerikanischen Soldaten erstmals die britischen besiegten. Der Wiederaufbau von Harlem verlief schleppend und musste sich am im März 1811 in Manhattan eingeführten Schachbrettmuster der Straßen (englisch: grid pattern) orientieren. 1820 lebten hier nur noch 91 Familien. Die 1832 eröffnete New York and Harlem Railroad sollte für eine bessere Anbindung an Manhattan beitragen, wofür 1837 der hölzerne Bahnhof Harlem–125th Street station eröffnet wurde. Der 1999 über das Straßenniveau gelegte Bahnhof dient heute dem Pendlerverkehr von/nach Grand Central Terminal.

Um 1918 begann die Künstlerbewegung Harlem Renaissance mit der Entwicklung einer eigenständigen afroamerikanischen Literatur, die andere Kunstbereiche inspirierte und bis 1934 anhielt. Ab 1935 kam es in Harlem zu gewalttätigen Rassenunruhen, beginnend mit dem Harlem-Aufstand am 19. März 1935 und weiteren am 2. August 1943 und am 1. Juli 1964.

Anreise

Harlem wird kein eigenständiges Reiseziel sein, sondern speziell Manhattan oder allgemein New York City. Aus Manhattan kann man über die Fifth Avenue – die auch in Harlem so heißt – ab der 110th Street nördlich des Central Park nach Harlem gelangen.

Auch per Auto/Bus ist diese Streckenführung möglich. Öffentliche Busse der Metropolitan Transportation Authority (MTA) fahren regelmäßig mit der A Line, C Line und D line nach Harlem.

Per Bahn kann tagsüber die Metro-North Railroad vom Grand Central Terminal zur Harlem–125th Street station genommen werden.

Sehenswürdigkeiten

Das Morris-Jumel-Haus

Das Morris-Jumel-Haus (Foto: Beyond My Ken, CC BY-SA 4.0)

Das James Bailey-Haus

Das James Bailey-Haus (Foto: CmdrDan, CC BY-SA 3.0)

Gebäude
Häuser aus der niederländischen Kolonialzeit existieren nicht, da Harlem lange eine landwirtschaftliche Region blieb.

Morris-Jumel Mansion das 1765 errichtete Wohnhaus ist das älteste Gebäude von Harlem. Es diente 1776 während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs George Washington einige Wochen als Hauptquartier. Geöffnet: mi-so 10:00-16:00. Preis: US-$ 25.

  • Hamilton Grange National Memorial 1802 erbautes Wohnhaus für einen der US-Gründungsväter Alexander Grange, der hier nur zwei Jahre bis zu seinem Tod 1804 wohnte. Es bindet sich im Norden des St. Nicholas Park. Geöffnet: 10:00-16:00, außer mo+do.
  • Apple Bank for Savings im April 1863 als Haarlem Savings Bank eröffnet, beheimatet das Gebäude heute die Apple Bank.
  • House on 17 E 128th Street hier steht das älteste Holzhaus in Form eines Fachwerkhauses von Harlem, erbaut 1864 von Samuel M. Brown, der es bereits 1865 an James Beach verkaufte.
  • Hotel Cecil 1896 erbautes Hotel, das seit 1938 den berühmten Jazz-Club Minton's Playhouse beheimatet. Seit 1988 leben 89 Obdachlose im ehemaligen Hotel.
  • Mount Morris Bank Building, 81-85 East 125th Street 1883 erbaut, fusionierte 1913 mit der Corn Exchange Bank und erhielt deren Namen.
  • James Bailey House, 10 St. Nicholas Place 1888 für den Zirkusdirektor James Anthony Bailey erbautes Herrenhaus aus Kalkstein.
  • Hamilton Grange Library, 503 West 145th Street, New York, NY 10031. Tel.: +1 212 926 2147 am 8. Januar 1907 eröffnete Bücherei, eine Zweigstelle der New York Public Library. Geöffnet: mo-do 10:00-17:00, fr 11:00-18:00, sa 11:00-17:00.
  • Theresa Towers, 2082-2096 Adam Clayton Powell Jr. Boulevard das frühere 1913 eröffnete Hotel mit Terrakotta-Fassade ist heute ein Bürogebäude. Merkmal: 300 Zimmer.
  • Paul Robeson Residence, 555 Edgecombe Avenue 1916 erbautes Appartmenthaus mit 127 Wohnungen.

Villen und Apartmentbauten

  • Will Marion Cook House, 221 W 138th St, zwischen 7th Ave und Frederick Douglass Blvd 1918 erbautes Wohnhaus im georgianischen Stil. In den Jahren zwischen 1918 und 1944 lebte darin der farbige Komponist und Violinist Will Marion Cook.
  • Dunbar Apartments, der Block zwischen 8th Ave, W 149 St, 7th Ave und W 150th St Architekturgeschichtlich interessanter Apartmentkomplex aus dem Jahre 1926.
  • Harlem River Houses, zwischen W 151st St, Adam Clayton Powell Jr. Blvd, E 153rd St und Harlem River Dr Nach damaligen Maßstäben vorbildliche Wohnanlage mit 574 Apartments, die 1937 (in einer Zeit strenger Segregation) für afroamerikanische Mieter gebaut worden ist.
  • Matthew Henson Residence/Dunbar Apartments, 246 W 150th St, zwischen Macombs Pl und Adam Clayton Powell Jr. Blvd; Apt. 3F Apartmenthaus, in dem von 1929 bis 1955 der afroamerikanische Polarforscher Matthew Henson lebte.
  • Langston Hughes House, 20 E 127th St, zwischen 5th Ave und Madison Ave Das Wohnhaus des afroamerikanischen Schriftstellers Langston Hughes (1902-1967).
  • James Weldon Johnson House, 187 W 135th St, Nähe 7th Ave Das Wohnhaus des afroamerikanischen Komponisten und Bürgerrechtlers James Weldon Johnson (1871-1938).
  • Claude McKay Residence/Harlem YMCA, 180 W 135th St, Nähe 7th Ave 1932 fertiggestelltes Wohnheim, in dem von 1941 bis 1946 der afroamerikanische Schriftsteller Claude McKay lebte.
  • Florence Mills House, 220 W 135th St, zwischen 7th Ave und Frederick Douglass Blvd Das Wohnhaus der afroamerikanischen Schauspielerin Florence Mills (1896-1927).

Sonstige

  • Harlem Fire Watchtower, Garvey Park, bei E 122nd St 1855-1857 erbauter gusseiserner Turm, der im 19. Jahrhundert als Feuerwachturm diente. Es ist dies der einzige erhaltene von ursprünglich 11 New Yorker Türmen.
  • Harlem Courthouse, 170 E 121st St, bei Sylvan Pl 1891-1893 erbautes Gerichtshaus im bizarren neugotischen und neuromanischen Stil.
  • New York Amsterdam News Building, 2293 7th Ave, bei W 135th St 1916 im Greek Revival-Stil errichtetes Zeitungsgebäude, in dem von 1916 bis 1938 die einflussreichste afroamerikanische Zeitung des Landes produziert wurde.
  • 369th Regiment Armory, 2366 5th Ave, Nähe Harlem River 1920-1930 im Art Déco-Stil erbautes Waffenlager.

Kirchen

St. John the Divine

St. John the Divine (Foto: Franco Folini, CC BY-SA 2.0)

Die Riverside-Church

Die Riverside-Church (Foto: Bmzuckerman, CC BY 4.0)

  • St. Cecilia's Church and Convent, 125 E 105th St am 27. November 1887 geweihte und im neuromanischen Stil erbaute Kirche ist die älteste Kirche in Harlem.
  • St. Andrew's Episcopal Church, 2067 5th Ave, zwischen W 127th St und W 128th St Denkmalsgeschützte neugotische Kirche aus 1891.
  • Cathedral of St. John the Divine Grundsteinlegung am 27. Dezember 1892, dem Evangelisten Johannes gewidmeter 42 m hoher Kirchenbau mit dem größten Buntglasfenster der USA ist Sitz der anglikanischen Kirche von New York. Die Weihung fand erst am 30. November 1941 nach der Fertigstellung des Kirchenschiffs statt.
  • Elmendorf Reformed Church die seit 1660 bestehende Gemeinde erhielt erst 1894 ein Kirchengebäude, das am 28. Januar 1894 geweiht wurde.
  • Mother A.M.E Zion Church/New York Presbyterian Church/Metropolitan Baptist Church, 151 W 128th St, zwischen Adam Clayton Powell Jr. Blvd und Malcolm X Blvd Die älteste noch bestehende afroamerikanische Gemeinde des Landes, 1796 gegründet und heute untergebracht in einer 1925 im neugotischen und neuromanischen Stil erbauten Kirche.
  • Riverside Church, 490 Riverside Drive, New York, NY 10027 die 1927 erbaute neugotische Baptisten-Kirche hat einen 119,5 m hohen Kirchturm.

Historische Wohnhäuser

  • Langston Hughes House, 20 East 127th Street ein 1869 errichtetes Wohnhaus, in dem der Autor und Sozial-Aktivist Langston Hughes 20 Jahre lebte.
  • Astor Row sind 27 zwischen 1880 und 1883 erbaute Wohnhäuser mit Vorgärten und hölzernen Vorbauten, benannt nach dem Bauherrn William Backhouse Astor.
  • St. Nicholas Historic District, West 138th Street and West 139th Street auch als Strivers' Row bekannt, ist ein Bezirk zwischen der W 138th und 139th Street mit eleganten Reihenhäusern aus 1891 bis 1893.
  • Mount Morris Park Historic District, Malcolm X Blvd zwischen W 118th St und W 124th St und angrenzende Nebenstraßen Ein 16 Blocks umfassender Bereich in Central Harlem mit einer besonders großen Dichte von historischen Wohnhäusern und Kirchen, erbaut zwischen 1878 und 1905.

Museen

  • Schomburg Center for Research in Black Culture, 514 Malcolm X Blvd, New York, NY 10037. Tel.: +1 212 491 2200 1925 im Stil eines italienischen Renaissance-Palazzo eröffnete Forschungsbibliothek zur afroamerikanischen Kultur. Heute eine Zweigstelle der New York Public Library. Geöffnet: mo-sa 10:00-17:45.
  • Studio Museum Harlem. Tel.: +1 (212) 864 4500 1968 eröffnetes Kunstmuseum für afroamerikanische Künstler, Künstler der afrikanischen Diaspora sowie Künstler aus Afrika. Geöffnet: mi-so 11:00-18:00.
  • El Museo del Barrio, 1230 FIFTH AVENUE, NEW YORK, NY 10029. Tel.: +1 212 831 7272 1969 eröffnetes Museum mit dem Fokus auf Latino-Kunst mit über 8000 Exponaten. Geöffnet: do-so 11:00-17:00. Preis: US-$ 6 (Senioren US-$ 4, Kinder bis 11 Eintritt frei).
  • National Jazz Museum das 1996 eröffnete Museum darf nicht fehlen. Es zeigt Fotos, Bücher, Instrumente und knapp 1000 Radio-Aufnahmen berühmter Interpreten, die mit Harlem im Zusammenhang stehen. Geöffnet: do-sa 12:00-17:00.
  • Sugar Hill Art Center ein 2015 eröffnetes Kindermuseum im Stadtteil Sugar Hill. Geöffnet: 10:00-16:00.
  • African American Wax Museum of Harlem, 318 W 115th St, zwischen Frederick Douglas Blvd und Manhattan Ave. Tel.: 212-678-7818 Wachsmuseum, in dem berühmte afroamerikanische Persönlichkeiten dargestellt sind. Besuch nur nach Vereinbarung.
  • Genesis II Museum of International Black Culture, 2376 7th Ave, bei W 139th St Museum mit einer Ausstellung zur afroamerikanischen Kultur.
  • The Museum of the City of New York, 1220 5th Ave, bei E 103rd St Museum mit Ausstellungen über die Geschichte von New York City. Geöffnet: Di-So 10-17 Uhr. Preis: Eintritt $9 (Senioren $5, Kinder bis 11 Eintritt frei).
  • National Museum of Catholic Art and History, 443 E 115th St, zwischen 1st Ave und Pleasant Ave Museum mit wechselnden Ausstellungen zu Themen der katholischen Kunstgeschichte. Geöffnet: Mo – Fr 11.00 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt frei (Spende von $5 pro Person erbeten).

Theater

Das weltberühmte Apollo Theater

Das weltberühmte Apollo Theater (Foto: Ajay Suresh from New York, NY, USA, CC BY 2.0)

Bühne im United Palace

Bühne im United Palace (Foto: Beyond My Ken, Public domain)

  • Faison Firehouse Theater 1909 erbautes Theater, das seit 1999 von den mit dem Tony Award ausgezeichneten Choreografen George Faison und Tad Schnugg betrieben wird.
  • Cotton Club am 4. Dezember 1923 gegründetes Theater für Jazzmusik mit ehemaligen Auftritten von Louis Armstrong, Count Basie oder Duke Ellington. Von letzterem stammt die LP Live at the Cotton Club, die bis 22. Mai 1938 hier aufgenommen wurde. Der Jazzclub musste 1925 zeitweise wegen Verstoßes gegen die Prohibition und nach dem Harlem-Aufstand von 1935 schließen. Seit 1978 gab es einen gleichnamigen Club an der 656 W 125th Street, der aber 2024 schloss.
  • United Palace, 4140 Broadway, New York, NY 10033 1930 als prunkvolles Kino „Loew's 175th Street Theatre“ eröffnetes heutiges Theater mit 3350 Sitzplätzen.
  • Apollo Theater, 253 W 125th Street das am 26. Januar 1934 eröffnete Theater präsentiert Live-Auftritte afroamerikanischer Interpreten vor allem aus den Genres Jazz, Rhythm & Blues, Blues und Soul mit einer Sitzkapazität von 1500 Plätzen. Hier entstanden viele Live-Mitschnitte wie am 24. Oktober 1962 die LP Live at the Apollo von James Brown, die dem Theater zu Weltruf verhalfen. Geöffnet: Tickets mo-fr 10:00-18:00, sa 12:00-17:00.
  • Minton's Playhouse der 1938 eröffnete Jazz-Club befindet sich auf der ersten Etage des ehemaligen Cecil Hotels. Im Club wurde der Jazz-Stil des Bebop erfunden, hier traten Interpreten wie Thelonious Monk, Dizzy Gillespie oder Charlie Parker auf.

Parks

  • St. Nicholas Park 22 Hektar großer Park mit Kinderspielplatz, Hundeplatz. Geöffnet: 06:00-22:00.
  • Marcus Garvey Park wird von den Anwohnern als Mount Morris Park bezeichnet. Geöffnet: 06:00-22:00.
  • Harlem River Park am Harlem River gelegener 8 Hektar großer Park mit Wander- und Radwegen, Sportplätzen und Kinderspielplatz. Geöffnet: 06:00-22:00.

Brücken

Washington Bridge

Washington Bridge (Foto: Jim.henderson, Public domain)

Den 13 km kurzen Meeresarm Harlem River überspannen 15 Brücken, darunter:

  • High Bridge, 440 m lang, 1848 eröffnet und damit älteste aller Brücken in New York City.
  • Macombs Dam Bridge, 770 m lang, am 1. Mai 1895 eröffnet.
  • Alexander Hamilton Bridge, 724 m lang, am 15. Januar 1963 eröffnet.
  • Washington Bridge, 724 m lang, am 1. Dezember 1888 eröffnet.

Aktivitäten

Neben Stadtbesichtigungen und Theater-Vorführungen darf der Besuch einer Gospel-Messe nicht fehlen. Zu empfehlen sind (alphabetisch) die aus 1808 stammende

  • Abyssinian Baptist Church (132 W 138th St; Gottesdienst so 10:00 Uhr), Bethel Gospel Assembly (2 E 120th St; so 08:00 und 11:30, mi 06:45), Canaan Baptist Church of Christ (132 W 116th St; so 10:00) oder First Corinthian Baptist Church (1912 Adam Clayton Powell Jr. Blvd; so 07:30, 09:30 und 11:30 Uhr).

Ein Kinobesuch lohnt im AMC Magic Johnson Harlem.

Wer aus Sicherheitsgründen keine selbst organisierten Besichtigungen unternehmen will, kann eine zweistündige geführte Wanderung Harlem Walking Tour with a Guide buchen.

Einkaufen

Einziges großes Shopping center ist das Harlem Center (125 W 125th St; geöffnet mo-sa 09:00-21:00, so 10:00-19:30 Uhr).

Küche

Eine Instanz ist seit 1962 Sylvia's Restaurant of Harlem (328 Malcolm X Blvd; mi-sa 11:00-22:00, so-di 11:00-20:00) mit klassischem afroamerikanischem „Soul food” wie gebratenem Hühnchen, Blattgemüse, süße Kartoffeln (englisch: yams) oder Maccaroni und Maisbrot. Zu erwähnen sind Red Rooster Harlem (439 W 145th St; so-do 11:00-23:00, fr+sa 11:00-00:00), Charles Pan-Fried Chicken (340 W 145th St; mo-do 11:00-23:00, fr+sa 11:00-23:00) oder das auf den „Gospel brunch” spezialisierte Ginny's Supper Club (273 Lenox Ave; so 10:00-14:30).

Nachtleben

Zu erwähnen sind Live-Musik im Apollo Theater und Minton's Playhouse oder Besuche in den Bars wie Harlem Nights (2361 Adam Clayton Powell Jr. Blvd; mi-so 18:00:04.00, mo+di 18:00-02:00), nahebei ist das Shrine (2271 Adam Clayton Powell Jr. Blvd; 18:30-04:00). Es ist ratsam, abends mit dem Taxi ins Hotel zurück zu fahren.

Unterkünfte

Die Webseite Booking.com findet für Harlem 59 Unterkünfte aller Kategorien. Empfohlen werden hier nur die teuersten, weil sie sich in einer relativ sicheren Umgebung befinden. Zu erwähnen sind Renaissance New York Harlem Hotel (233 W 125th St), The George Manhattan (410 W 126th St) oder Harlem Grand (343 W 122nd St).

Praktische Hinweise

Der Harlem Tourism Board befindet sich an der 13 W 122nd St und ist mo-fr zwischen 09:00 und 17:00 Uhr geöffnet.

Gesundheit

Siehe auch: New York City#Gesundheit

In Notfällen hilft das Harlem Hospital Center (506 Lenox Ave).

Sicherheit

Unbedingt meiden: Das Renaissance Theater schloss 1979 und liegt im heruntergekommenen Bezirk um die West 137th und 138th Street .

Unbedingt meiden: Das Renaissance Theater schloss 1979 und liegt im heruntergekommenen Bezirk um die West 137th und 138th Street . (Foto: Beyond My Ken, CC BY-SA 4.0)

Die gesamte Kriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner liegt in Manhattan – wozu Harlem gehört – mit 4403,5 am höchsten, gefolgt von The Bronx (3540,1), Brooklyn (2438,5), Queens (2236,1) und Staten Island (1479,8). In der Gewaltkriminalität liegt die Bronx vorne (1290,2), gefolgt von Manhattan (823,3), Brooklyn (669,0), Queens (526,3) und Staten Island (359,8). In ganz New York City liegt die Rate für Eigentumsdelikte bei 2572 Straftaten und damit deutlich höher als im US-Durchschnitt (1760,1). Straßenräuber (englisch: muggers) halten sich konzentriert in Manhattan auf, weil dort die Wahrscheinlichkeit, ein „vermögendes“ Tatopfer zu finden, sehr hoch ist.

Die Kriminalität in Harlem steht in erster Linie im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten wie Diebstahl, Raub, Drogenhandel und Prostitution. Kriminelle Organisationen wie Straßenbanden sind für einen erheblichen Teil der Kriminalität verantwortlich, insbesondere für Gewaltverbrechen.

Die Statistiken zeigen, dass für Touristen allgemein eine überdurchschnittliche Gefahr besteht, in Harlem Opfer einer Straftat zu werden. Sehr groß ist die Gefahr in East Harlem und Washington Heights, diese sind tagsüber und erst recht nachts zu meiden. Relativ sicher sind tagsüber die engere Gegend um die 125th Street in Central Harlem und die Gegend in West Harlem, hier kann man sich tagsüber aufhalten. Aber auch hier gibt es unsichere Gegenden wie um die St. Nicholas Houses (Central Harlem), dem gefährlichsten öffentlichen Wohnungsprojekt in ganz Manhattan.

Generell gilt, dass sich der aufmerksame Tourist stets unauffällig kleidet ohne Markenware, auf sein Gepäck achtet und konzentriert seine nähere Umgebung beobachtet.

Für Harlem ist das New York Police Department (NYPD) in Harlem mit den Polizeibezirken (englisch: precincts) 26, 28, 30 und 32 vertreten. Die 28th Police Precinct Station ist für Central Harlem zuständig und befindet sich auf der 177-179 E 104th Street.

Literatur

Margit Brinke/Peter Kränzle, Reiseführer von Iwanowski – USA-Nordosten, Iwanowski's Reisebuchverlag, 16. Auflage 2020, S. 181 ff.; ISBN 978-3864574146.

Einzelnachweise

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