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Cette page existe aussi en Français : Olomouc : guide de voyage

Olmütz (tschechisch: Olomouc ⓘ, IPA: ˈɔlɔmɔuʦ]; slowakisch: Olomúc) ist eine Universitätsstadt in [Mähren und die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Sie liegt an der Mündung der Bystřice (Feistritz) in die Morova (March). Die frühere Hauptstadt Mährens liegt 219 m hoch und hat etwas mehr als 100.000 Einwohner. Die erste schriftliche Erwähnung fand vor etwa 1000 Jahren statt, als eine Burg beschrieben wurde, die über die wichtige Handelsstraße von Krakau nach Prag wachte.

Hintergrund

Olmütz

Olmütz (Foto: Michal Maňas, CC BY 3.0)

Olmütz liegt in der ethnographischen Region Haná. Durch diese fruchtbare Region, die bereits in der prähistorischen Periode besiedelt wurde, führen viele Flüsse. Olmütz war die Hauptstadt von Mähren, wurde aber 1641 von den Schweden besetzt, so dass die Regierung nach Brünn verlegt wurde.

Eine regional etablierte Legende behauptet, dass die Stadt von Julius Caesar gegründet wurde. Dies ist zweifelhaft, obwohl bekannt ist, dass sich auf dem Gebiet der Stadt ein römisches Militärlager mit dem Namen Uilio Munsis (Juliushügel) befand. Dieser Name wurde allmählich in die heutige Form umgewandelt - Olomouc, ausgesprochen Oh-low-mauwts. Der römische Einfluss ist ein stolzes Erbe der Stadt, was in vielen Bereichen deutlich wird.

Die Stadt selbst ist ein Zentrum der mährischen Kultur. Touristen, die in Tschechien nur Prag oder andere Böhmische Städte kennen, werden einen Unterschied bemerken. In Tschechien gelten Mährer als hilfsbereiter und offener, aber auch etwas rückständiger. Da sich der Tourismus in Tschechien auf die Umgebung Prags konzentriert, ist Olmütz wenig touristisch überlaufen.

Olmütz ist eine sehenswerte Stadt mit zahlreichen schönen Gebäuden, einem umfassenden Kulturleben (u.A. Sitz des mährischen Philharmonikorchesters) und hunderten Restaurants, Bars und Kneipen. Olmütz ist seit 1000 Jahren Sitz eines Erzbischofs und besitzt deshalb auch einige sehr sehenswerte Kirchen.

Anreise

Auf der Straße

Man erreicht Olmütz von Prag aus über die vignettenpflichtige Autobahn D1. Ab Wien fährt man die Autobahnen über Brünn, kann jedoch die in Tschechien vignettenfreie Fernstraße 55 (Strecke kürzer, aber Fahrzeit länger) über Břeclav, Uherské Hradiště und Přerov nehmen. Vom Osten kommend (Polen, Ostrava) fährt man über die D1 und die D35.

Mit dem Flugzeug

Mit Olomouc-Neředín gibt es einen Flugplatz, der nächste internationale Flughafen befindet sich in Brünn.

Mit der Bahn

Von Prag nach Olmütz gibt es mehrmals täglich Direktverbindungen mit dem Zug. Derzeit (Anfang 2013) befahren die Strecke drei Zuggesellschaften (České Drahy, Leo und RegioJet), die Fahrzeit dauert zwischen 2 Stunden 15 Minuten (SC Pendolino für 400 Kč) und 3 Stunden 30 Minuten (Schnellzug für 244 Kč).

Von Krakau in Polen fährt der beste Zug am frühen Morgen ab und fährt in vier Stunden direkt nach Olmütz. Die nachfolgenden Verbindungen schließen einen Zugwechsel in Katowice mit ein und benötigen eine Stunde länger.

Die besten Verbindungen von Wien (Hauptbahnhof) benötigen unter drei Stunden und schließen einen Zugwechsel in Břeclav oder Přerov mit ein.

Mit dem Bus

Das Fahren mit dem Bus kann für Einzelreisende billiger sein, eignet sich aber meistens nur für kürzere Reisen innerhalb der Tschechischen Republik. Busse werden entweder durch den Staat oder von dem privaten Student Agency betrieben. Student Agency hat auf einigen Verbindungen wettbewerbsbedingt gesenkte Preise; die Busse sind modern und Extradienstleistungen wie Kaffee, Tee und Filme werden angeboten. Einige Routen sind jedoch eher für die Bahn prädestiniert. Die Bahnstrecke von Prag nach Olmütz ist 250 km lang. Der Bus fährt 286 km, weil er zuerst die in den Hauptverkehrszeiten ohnehin staubelastete D1 nach Brünn nutzt und erst dann nordostwärts nach Olmütz schwenkt.

Mobilität

Der Öffentliche Personennahverkehr ist günstig und einfach nutzbar. Fahrkartenautomaten gibt es an jeder wichtigen Bus- und Straßenbahnhaltestelle; außerdem sind Fahrscheine an Kiosks erhältlich. Eine Einzelfahrt kostet 12 Kč.

Sehenswürdigkeiten

Olmütz hat ein sehenswertes historisches Stadtzentrum mit zahlreichen bedeutenden Baudenkmälern. Die barocke Dreifaltigkeitssäule („Pestsäule“) gehört seit 2000 zum UNESCO-Welterbe.

Burgen, Schlösser und Paläste

Olmützer Burg (Olomoucký hrad) Enthält den romanischen Bischofspalast oder „Zdik-Palast“ (Zdíkův palác) am Václavské náměstí sowie ein ehemaliges Kanoniker-Haus des Domkapitels, in dem im Jahr 1767 W.A. Mozart für einige Wochen lebte und seine 6. Sinfonie schrieb. Beide Gebäude werden heute vom Erzdiözesanmuseum genutzt.

Bauwerke

  • Rathaus mit astronomischer Uhr, Horní náměstí. Ursprünglich gotisch aus dem 14. Jahrhundert; 78 Meter hoher Turm.

Denkmäler

  • Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule), Horní náměstí 35 Meter hohe barocke Säule, die 1716 bis 1754 als Dank für das Ende der Pestepidemie errichtet wurde. Solche Säulen finden sich in vielen Orten der ehemaligen Habsburgermonarchie, das Olmützer Exemplar ist aber kulturhistorisch besonders bedeutend. Sie ist mit zahlreichen religiösen Skulpturen besetzt, die überwiegend von dem mährischen Künstler Ondřej Zahner gestaltet wurden. Auf der Spitze thront eine vergoldete Darstellung der Dreifaltigkeit.

Küche

  • Olomoucké tvarůžky, oder syrečky oder tvargle - Olmützer Quargel ist ein Sauermilchkäse wie Harzer oder Handkäse.

Olomoucké tvarůžky

(Foto: Dezidor, CC BY 3.0)

Olomoucké tvarůžky - Olmützer Quargel

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