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Der Mount Agung (indonesisch: Gunung Agung) ist ein in Ostbali liegender aktiver Vulkan, an dessen Fuß sich Balis „Muttertempel“ Pura Besakih befindet.
Hintergrund
Von den 120 aktiven Vulkanen Indonesiens befinden sich zwei auf der kleinen Insel Bali. Dies sind der Gunung Agung (3142 m) und der
- Gunung Batur (1717 m). Dabei bedeutet „Gunung Agung“ auf Deutsch „großer Berg“ und „Gunung Batur“ „reiner Berg“. Am Fuße beider Berge stehen die beiden wichtigsten Hindu-Tempel der Insel, der Pura Besakih (am Gunung Agung) und der Pura Ulun Danu Batur (am Gunung Batur).
Geschichte

Gunung Agung, Eruption vom 27. November 2017 (Foto: Michael W. Ishak ( www.myreefsdiary.com ), CC BY-SA 4.0)
Den Balinesen war der Gunung Agung als heiliger Berg schon immer bekannt. Der Legende zufolge wurde der Berg durch den Hindu-Gott Pasupati (Shiva) geschaffen, als er den Mount (Maha-)Méru (das Zentrum des Hindu-Universums) in Gunung Agung und Gunung Batur teilte. In der Schrift Tantu Pageleran, die auf die Jahre um 1222 zurückdatiert wurde, wird er erstmals erwähnt. Die späteren Schriften der Lontar Babar berichteten von Eruptionen des Agung in den Jahren 1543, 1615/1616, 1665, 1684/1685, Oktober 1710 bis Februar 1711, 1808 und 1821.1] Erst die Eruption am 25. September 1843 wurde vom Schweizer Botaniker [Heinrich Zollinger umfassend wissenschaftlich beschrieben.[2]
Die folgenreichsten Eruptionen des Gunung Agung fanden zwischen Februar 1963 und Januar 1964 statt. Am 18. Februar 1963 hörten Anwohner einen lauten Knall, am 24. Februar 1963 begann Lava im Norden abzufließen und drang innerhalb von 20 Tagen rund 7 km ins Landesinnere vor. Am 17. März 1963 schließlich kam es zur gewaltsamen Eruption. Es gab 1148 Tote und 296 Verletzte.[3] Bemerkenswerterweise blieb der hoch oben an den Hängen des Berges gelegene Muttertempel von Besakih von diesem Ereignis relativ unberührt, was die lokalen spirituellen Begründungen für den Ausbruch noch verstärkte. Außerdem waren viele Balinesen der Meinung, dass dieser Ausbruch ein Vorzeichen für kommende schreckliche Ereignisse war, und fühlten sich bestätigt, als das ganze Land 1965 in eine Bürgerkrise stürzte. Die Reinigungsrituale der Zeremonien von 1963 wurden 1979 in Besakih endgültig abgeschlossen.
Seit dem 19. Oktober 1995 steht Pura Besakih auf der Tentativliste als UNESCO-Welterbe, wurde aber bisher nicht in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.[4] Die letzten Eruptionen des Gunung Agung fanden am 27. November 2017 und am 13. Juni 2019 statt.
Klima, Flora und Fauna
Siehe auch: Bali#Klima, Flora und Fauna
In den flachen Regionen Balis sind die Temperaturen ganzjährig heiß und liegen zwischen 23 °C und 28 °C, können jedoch auch auf über 31 °C klettern. Die Nachttemperaturen fallen kaum unter 23 °C („Tropennächte“). Die Höhenlage des Gunung Agung führt zu einer erheblichen Abkühlung auf 10 bis 12 °C tagsüber, die Nachttemperaturen liegen um die 9 °C. Wer die Temperaturen des heißen Flachlandes gewöhnt ist, wird auf dem Berg frieren. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit zwischen April und September, wobei zwischen Juli und September die zuverlässigste Reisezeit liegt. Wer auf den Agung hinaufsteigt, muss jederzeit mit plötzlichem Wetterumschwung rechnen.
Wildschweine und Makaken sind an den bewaldeten Hängen des Mount Agung zahlreich vertreten. Die Vogelwelt ist beeindruckend, darunter häufige Sichtungen von Falken und Adlern.
Anreise
Wenn man davon ausgeht, dass die meisten Touristen über eine Unterkunft in Südbali verfügen, erfolgt die Anreise von Süden über Selat, von dort aus noch weiter nördlich nach Sebudi (7,5 km). In der Nähe beginnt der Wanderweg Trail Besakih-Gunung Agung.
Im Osten ist das Dorf Culik der Ausgangspunkt, von dem aus das Dorf Kedampal erreicht wird (18 km). Hier beginnt der Wanderweg Hiking trail Kedampal Mount Agung.
Sehenswürdigkeiten
Orte
Das Gebiet rund um das südlich des Gunung Agung liegenden Selat (47.000 Einwohner im Distrikt) ist eine sehr schöne Region mit mehreren Tälern an den Ausläufern des Agung auf der Strecke zwischen Karangasem und Rendang. Die Fahrt durch dieses Gebiet ist landschaftlich sehr reizvoll und gehört zu den schönsten auf Bali. Es gibt Reisterrassen, üppig bewaldete Berghänge, und der Berg selbst machen diese Gegend zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.
- Rendang ist ein Ort mit 6.000 Einwohnern im Südwesten des Vulkans und auf den Agung-Tourismus fokussiert. Vom Ort steigen die Straßen allmählich an in die Höhenlagen des nahen Gunung Agung.
- Kubu liegt mit seinen 3.000 Einwohnern im Norden des Gunung Agung und ist Ausgangspunkt für Wanderungen zum Agung aus Richtung Norden.
- Das Dorf Culik ist der östliche Ausgangspunkt für Wanderungen zum Gunung Agung.
Pura Besakih

Aufgang zum Besakih Tempel-Komplex (Foto: CEphoto, Uwe Aranas, CC BY-SA 3.0)

Gebet im Pura Penetaran Agung, dem wichtigsten Tempel in Besakih (Foto: Davidelit, Public domain)

Die abgestufte Tempelanlage Pura Besakih (Foto: CEphoto, Uwe Aranas, CC BY-SA 3.0)
- Pura Besakih (Sanskrit für „Heiligtum“); ist das bedeutendste auf der Insel Bali gelegene hinduistische Heiligtum in Indonesien und „Muttertempel“ aller balinesischer Tempel. Er ist der zentrale Tempel der neun Pura Kahyangan Jagat. Während der Amtszeit von Sri Dharma Utayama Warmadewa begann 1007 der Bau des ältesten und wichtigsten „Muttertempels“, der auf rund 950 Meter Höhe am Südwesthang des Gunung Agung liegt, einem nach wie vor aktiven Vulkan. Die Gesamtanlage besteht aus über 200 Gebäuden, zu denen mehrstufige Tempeltürme (balinesisch: meru), Schreine (pelinggih), offene Pavillons (bale) und weitere geschlossene Gebäude gehören. Die Fürstengeschlechter haben jeweils ihren eigenen Bezirk. Alle Dorfgemeinschaften verfügen innerhalb des weitläufigen Geländes über eigene Tempelbereiche oder Schreine, die jeweils von einer Mauer umgeben sind. Geöffnet: 07:00-18:00 Uhr, Individualreisende sollten bis 09:00 Uhr anreisen, um den Busladungen ab 10:00 Uhr zuvorzukommen. Preis: 150.000 IDR beinhaltet die Miete eines geschlechtsunabhängigen Sarongs und eines Schärpengürtels (englisch: waist sash).
Am Eingang stehen aggressive Verkäufer, die Blumen und Opfergaben zu überhöhten Preisen verkaufen. Die Anlage besteht aus mindestens 86 Tempeln und Clan-Schreinen. Im Kern gibt es 23 separate, aber miteinander verwandte Tempel.
Zum Tempel-Komplex Besakih gehören unter anderem:
Pura Penataran Agung Besakih ist der zentrale und größte Tempel, der Altare für die Trinity beinhaltet, Pura Pesimpangan, Pura Dalem Puri, Pura Ulun Kulkul oder Pura Gelap.
Der wichtigste und beeindruckendste Tempel des Komplexes ist der Pura Penetaran Agung, der auf sechs verschiedenen Stufen gebaut ist. Der Eingang, zu dem man über eine Treppe gelangt, ist ein beeindruckendes geteiltes Tor (balinesisch: candi bentar), hinter dem sich der balinesisch: kori agung, oder Tor zum mittleren Hof (jaba tengah) befindet. In diesem Bereich versammeln sich während der Zeremonien Hunderte von Gläubigen in makellosen weißen Kleidern und bieten einen wunderbaren spirituellen Anblick. Nicht-Hindu-Besucher werden nie über diesen Punkt hinaus in den Innenhof (jeroan) gelangen, und selbst hier wird der Zugang während besonderer Zeremonien eingeschränkt sein. In der Tat sind viele Tempelbereiche in Besakih bei religiösen Veranstaltungen nicht zugänglich.
Zu den weiteren Tempeln in Besakih gehören die beiden verbleibenden Äquivalente der drei normalen lokalen Dorftempel. Hier jedoch erfüllen sie diese Funktionen für die Gesamtheit von Bali. Die beiden anderen werden Pura Basukian und Pura Dalem genannt. Ein Besuch in Besakih ist ein Muss für jeden Bali-Reisenden. Aufgrund der aufdringlichen Souvenirverkäufer und Fremdenführer ist dies jedoch nicht immer die einfachste Erfahrung. Besucher, die nicht an diese Art von Aufmerksamkeit gewöhnt sind, sollten sich auf eine einzigartige und manchmal sehr irritierende Reise einstellen.
Einmal im Jahr findet bei Vollmond ein von vielen balinesischen Gläubigen besuchtes großes Fest in diesem Tempelkomplex statt, wenn die Rajas Balis erscheinen und ihren Vorfahren opfern. Alle hundert Jahre nach dem balinesischen Mondkalender feiert man hier außerdem das Eka Dasa Rudra, eine große Opferzeremonie, bei der das Universum symbolisch gereinigt wird. Insgesamt finden indem Tempel mehr als 70 Zeremonien im Jahr statt.
Aktivitäten
Besteigung des Agung
Berg Agung von Osten gesehen (Foto: Josh Steinitz, CC BY 2.0)
In der Fachliteratur schwanken die Höhenangaben für den Gunung Agung erheblich. Das liegt auch daran, dass der Kraterrand unterschiedlich hoch ist. Der Gunung Agung East Peak ist 2940 m hoch, die Westflanke Gunung Agung West Peak ist 3142 m hoch, der Kraterrand wird mit 3031 Metern Höhe angegeben. Damit ist die Westflanke maßgeblich für die Höhenangabe des Gunung Agung.
Der Aufstieg zum Gipfel des Agung wird als schwer und anstrengend eingestuft, so dass ihn nur sportliche, schwindelfreie Touristen mit guter Kondition und Trekking-Erfahrung wagen sollten.
Die überwiegende Reiseliteratur geht von zwei Aufstiegsmöglichkeiten aus, wobei der Aufstieg nur mit einem lizensierten Guide durchgeführt werden darf. Die beiden beliebtesten Kletterrouten sind aus Südwesten kommend vom Tempel Pura Besakih und aus Süden kommend ab Sebudi.[5]
Süden (Pura Pasar Agung-Route)
Der anstrengende Aufstieg beginnt östlich vom Pura Besakih auf einer Höhe von 950 m unterhalb des
- Pura Pasar Agung (1500 m). Es ist ein schwerer Pfad über 2150 Höhenmeter, aber der leichteste von allen vier Pfaden. Über 297 Stufen erreicht man zunächst den Tempel, danach sind 2 Stunden am Fuße des Agung entlang nach Norden im Bergwald zu absolvieren. Dann folgt der Pura Pengubangan (1182 m). Etwa 20 Minuten später schließlich beginnt der Aufstieg über die Westflanke des Agung. Der steile Pfad führt durch dichten Bergwald, der auf einer Höhe von 2200 Metern ausdünnt. Eine Übernachtung ist am Pura Agung (2610 m) möglich.[6] Weiter geht es vorbei an einigen Campgrounds bis zur Höhe auf 3028 m. Die Aufstiegsdauer des 7 km langen Weges beträgt 5-6 Stunden. Aufstiegsbeginn: 02:00 Uhr. Übernachtet wird unterwegs auf einem der Campgrounds.
Südwesten (Besakih-Route):
Ausgangsort ist
- Sebudi, weiter nördlich liegt der Tempel Pura Pengubengan (1182 m).[7]
Es folgt Pura Pasar Agung (Giri Tolangkir) auf einer Höhe von 1575 m. Der Wanderweg Trail Besakih-Gunung Agung führt in nördlicher Richtung vorbei an zwei Campgrounds, an einem Schrein für Opfergaben bis zum Kori Agung, einer wuchtigen Felswand als Zugang zur heiligen Gipfelregion. Danach folgt ein Aussichtspunkt.
Die Abschnitte des Wanderwegs sind in 6 beschilderte Positionen (Pos) aufgeteilt:
Start Taman Edelweiss Base Camp Beginn des Trail Besakih-Gunung Agung am Base Camp auf 939 Metern Höhe. - Pos 1 erster Unterstand mit Bänken, 1509 m hoch. Viele bodennahe Wurzeln, kleineres Geröll auf dem Pfad, dichter Bergwald. Rund 300 Höhenmeter werden überwunden bis zur.
- Pos 2 zweiter Unterstand mit Bänken, 1800 m hoch. Quer liegende Bäume sind zu überwinden, ein erster Blick auf Bali wird durch den Bergwald freigegeben. Nach 200 Höhenmetern erreicht man.
- Pos 3 dritter Unterstand mit Bänken, 2026 m hoch. Der Pfad wird nun steiler, nach 250 Höhenmetern erreicht man.
- Pos 4 vierter Unterstand mit Bänken, 2275 m hoch. Die Hütte liegt am Berghang mit herrlichem Ausblick auf das Flachland Balis. Nun verdünnt sich der Bergwald, die Steilabhänge werden dramatisch. Zum weiteren Aufstieg muss man nun die Hände einsetzen, große Felsbrocken sind zu überwinden. Nach 150 Höhenmetern erreicht man.
- Pos 5 keine Hütte, Ausblick auf 2416 Metern; hier befindet sich die Baumgrenze. Deshalb sind die Steilabhänge und das Tal jederzeit zu sehen. Von hier aus gibt es keinen Pfad mehr, der Weg zum Gipfel führt über große feste und lose Felsbrocken. Nach 450 Höhenmetern nimmt der Wind zu auf dem Weg zum.
- Simpang Jodoh eine Tafel weist auf die Höhe von 2875 m hin. Man klettert über kahlen und steilen Fels mit hoher Rutschgefahr (auch bei Trockenheit). Nun sind es noch 300 Höhenmeter bis zum Gipfel.
- Sunrise Point Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Von hier aus wandert man auf dem Berggrat hin zum Kraterrand, von dem links und rechts die Steilhänge abfallen.
- Summit Mount Agung der Gipfel des Mount Agung auf 3142 Metern. Von hier aus kann man in den Krater und auf das Tiefland Balis schauen, ein unvergesslicher Blick.
Für den 8 km langen anstrengenden Kletterweg sind etwa 6-8 Stunden Aufstiegsdauer zu veranschlagen. Aufstiegsbeginn: 00:00 Uhr. Übernachtet wird unterwegs auf einem der Campgrounds.
Zwei weitere, selten genutzte Wanderrouten werden von wenigen Guides angeboten:
- Norden
Von
- Kubu wird der Tempel Pura Dukuh Bujangga Sakti angesteuert.[8]
Eine selten begangene Route, die für weniger erfahrene und körperlich weniger trainierte Wanderer geeignet ist. Der Aufstieg beginnt gegen 15:00 Uhr auf 300 m Höhe und beinhaltet ein Übernachtungslager auf 1.750 m Höhe, bevor der endgültige Aufstieg in der Morgendämmerung des nächsten Tages erfolgt. Auf dieser Route kann man auch um den engen Kraterrand herum zum Gipfel des Berges wandern.
Osten
Aus Osten kommend führt der Wanderweg
- Hiking trail Kedampal Mount Agung an Wasserfällen Waterfalls vorbei. In 2847 m Hohe gibt es einen Campground; der Wanderweg endet am Gunung Agung East Peak (2940 m). Ab Kedampal ist der anstrengendste Wanderweg aller vier Optionen 13 km lang bei einer Aufstiegszeit von 8-10 Stunden, Aufstiegsbeginn: 00:00 Uhr. Übernachtet wird unterwegs auf einem der Campgrounds.
Die beliebte Besakih-Route ist die einzige aller Routen, welche den richtigen Gipfel auf 3142 Metern erreicht. Die weniger anstrengende und kürzere Pura Pasar Agung-Route wird von den meisten Touristen bevorzugt. Drei Strecken erfordern einen frühen Beginn bis spätestens 02:00 Uhr, um den Sonnaufgang zu erleben. Die Entfernungen sind als Hinreise angegeben, dieselbe Strecke muss auch für den Abstieg eingeplant werden. Da der Aufstieg auf drei Strecken im Dunkeln erfolgt, bekommt man den Berg, seinen Bergwald und die Trails erst beim Abstieg zu sehen.
Ausrüstung
Das Trekking-Equipment wie die Camping-Ausrüstung für die Übernachtung, Stirnlampe, Trekkingstöcke, Mahlzeiten, der Hin- und Rücktransport sowie die offizielle Registrierung werden von den Guides getragen und organisiert. Gäste müssen lediglich ihre persönlichen Dinge mitbringen wie zum Beispiel Jacke und warme, regenfeste Kleidung, trittfeste Bergwanderschuhe, Toilettenartikel, Handschuhe, ausreichend Wasser (3–4 Liter), persönliche Medikamente und Snacks.
Gebühren
Zwar verlangen Gesetze für den Auf- und Abstieg keinen Guide, doch wird die Führung durch einen Guide vor Ort offiziell zur Verpflichtung erhoben. Es ist daher Pflicht, den Auf- und Abstieg mit einem lokalen, lizensierten Guide durchzuführen. Missachtung wird durch Platzverweis oder Gefängnis bestraft. Dessen ungeachtet sind auf der Nord-Route oft Touristen ohne Guide unterwegs. Die Gebühren einschließlich des oben erwähnten Trekking-Equipments, offizieller Registrierung und Hin- und Rücktransport zu den Hotels betragen mindestens 1 Million IDR pro Person. Die Gebühren hängen auch von der gewählten Route und den Englisch-Kenntnissen der Guides ab.
Trekking-Guides
Wayan Widi Yasa, Sogra Hamlet, Sebudi. Tel.: +62 852 372 50607 ein einheimischer Führer, der den neuen Weg zum Gipfel vom Pura Pasar Agung aus entdeckt hat.
- Gung Bawa Trekking, Jl Tukad Pancoran IV E No. 7, Selat ein erfahrener lokaler balinesischer Reiseführer, der seit 1996 gute Kritiken hat. Er wird die Besakih oder Pura Pasar Agung Route führen.
- Pondok Wisata Agung, Jl Pratama No. 99X, Tanjung Benoa, Selat. Tel.: +62 366 23037 bietet Führungen für den Südaufstieg an. Preis: ca. 400,000 Rp.
- MG Trekking, Candidasa/Südbali. pezialisiert auf den wenig begangenen Nordaufstieg von Duku Bujangga Sakti
- Ketut Subawa, Banjar Lokaserana, Gianyar. Tel.: +62 878 606 31302 ein sehr hilfreicher und professioneller Führer.
- Wayan Tegteg. Tel.: +0813 3852 5677. sehr erfahrener und bekannter Führer.
Küche
Siehe auch: Bali#Küche
Gute balinesische Küche wie Nasi Goreng, Mie Goreng, Nasi Campur, Chicken Wings oder Gado Gado gibt es im
- Warong Volcano Besakih (Jl. Kedugung Besakih Bali, Besakih; geöffnet 09:00-21:00). Indonesische und amerikanische Küche bietet das The Edelweiss restaurant and bar (Jl. Raya Besakih, Menanga; 07:00-22:00).
Einkaufen
Soweit es um die Versorgung für die Bergwanderung geht, gibt es im Ort Besakih den Alfamart (Jl. Raya Besakih; 24 Stunden geöffnet), der Konserven und weitere haltbare Grundnahrungsmittel, Snacks, Trinkwasser in Flaschen und Hygieneartikel anbietet.
Unterkunft
Hotels
Während der Bergwanderung wird auf Campgrounds am Agung übernachtet. Vor oder nach der Bergwanderung zählt die Webseite Booking.com für die Umgebung des Besakih-Tempels 349 Hotels aller Kategorien auf. Dazu gehören unter anderem: Artala Villas Besakih (Jl Kedugung, Besakih), Danaswari Bali Bamboo House (Jl Raya Selat, Selat), Magic Hills Bali - Paradise Hideaway Bali (Jl Raya Muncat, Selat), Bali Basuki Retreat Center (Jl Raya Besakih) oder The Hidden Valley (Besakih, Rendang).
Camping
Es gibt keine Vorschriften, die das Zelten auf dem Berg Agung verbieten, die nördliche Aufstiegsroute erfordert es sogar. Auf offiziellen Karten sind Campgrounds ausgewiesen, auch oben im Artikel sind sie erwähnt. Wer sich für eine Camping-Expedition entscheidet, sollte einen Führer engagieren.
Praktische Hinweise
Siehe auch: Bali#Praktische Hinweise
Eine Webseite des Bali Tourism Board (Jl Prof. Moh. Yamin No.17X, Denpasar; Tel +62 812 4611 9889) gibt umfassende Auskunft über den Gunung Agung.
Sicherheit
Siehe auch: Bali#Sicherheit
Unabhängig von der Erfahrung des Kletterers sollte man nicht versuchen, den Mount Agung ohne Führer zu besteigen. Die Routen sind schwer zu finden, und es besteht die Gefahr, dass man sich – insbesondere nachts – verirrt. Man vermeide eine Besteigung in der Regenzeit, vor allem im Januar und Februar. Bali liegt zwar in den Inneren Tropen, aber der Mount Agung ist ein hoher Gipfel, auf dem es oft kalt und windig ist, also ist angemessene Kleidung unbedingt erforderlich. Eine leichte Höhenkrankheit kann ab 2.300 Metern Höhe auftreten. Bei der Reisevorbereitung muss man sich über diesen Sachverhalt informieren und auf etwaige Symptome achten. Es ist wichtig, mehr Wasser zu trinken, als man zu benötigen glaubt und 24 Stunden vor dem geplanten Aufstieg dehydrierend wirkende Substanzen wie Alkohol und Koffein meidet. In diesen Höhenlagen sollten die Symptome jedoch nur geringfügig sein.
Wegen der ständigen Ausbruchsgefahr des Vulkans muss vor Beginn des Aufstiegs auf etwaige Warnungen geachtet werden. Der Auf- und Abstieg führt über steile Pfade, die aus losem Eruptionsgestein und Wurzeln auf holprigem Boden bestehen. Ist der Berg mit Wolken verhangen, werden die Pfade rutschig. Halt muss man an besonders steilen Stellen an Ästen und Wurzeln finden. Morgendliche Wolken verhindern die Sicht. Die Steilabhänge werden mit zunehmender Höhe enger, Felsbrocken auf dem Pfad nehmen zu, leichte Winde werden zu Stürmen. Der Abstieg ist insbesondere im sandigen Gelände schwerer als der Aufstieg, wenn man die Steilheit des Geländes erst richtig erkennen kann. Ein Aufstiegs-Verbot besteht bei religiösen Festen wie Karya Ida Bhatara Turun Kabeh (IBTK) im Besakih-Tempel und dem Hindu-Neujahrsfest Nyepi (beide März-April). Diesen Festen geht man automatisch aus dem Weg, da die beste Reisezeit erst im April beginnt.
Die Umgebung von Besakih ist von aggressiven Schleppern und Verkäufern übervölkert. Am Parkplatz halten sich viele nicht-autorisierte aufdringliche Spendensammler auf, denen man nichts zahlen muss, auch wenn sie Spendenlisten zeigen. Auch am Tempeleingang versuchen aufdringliche Verkäufer und Spendensammler ihr Glück.
Gesundheit
Siehe auch: Bali#Gesundheit
Das Malaria-Risiko wird auf Bali als gering eingestuft, auch wenn die nachtaktive Anopheles-Mücke überall heimisch ist. Erforderlich ist ein effektiver Mückenschutz (z. B. DEET®; siehe Reiseapotheke), da Krankheiten wie das Dengue-Fieber verbreitet sind. Der Mückenschutz beginnt bei heller, langärmeliger und langbeiniger Kleidung und setzt sich fort in Mückensprays und imprägnierten Moskitonetzen in Hotels. Der einfache Reisedurchfall kommt auf Bali häufig vor (englisch: Bali belly) und ist auf eine schlechte Trinkwasserqualität zurückzuführen. Er kann verhindert werden, wenn man sich strikt an den Tropengrundsatz „koche es, brate es, schäle es, oder vergiss es“ hält (englisch: cook it, boil it, peel it, or forget it) und auf Salate, Speiseeis oder Eiswürfel in Getränken verzichtet.
Literatur
Roland Dusik, DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer: Indonesien, MairDumont, 2025, S. 338 ff.; ISBN 978-3616035949.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ David J. Stuart-Fox, Pura Besakih: Temple, Religion and Society in Bali, Brill Schöningh, 2002, S. 3
- ↑ Heinrich Zollinger, Een uitstapje naar het eiland Balie, in: Tijdschrift voor Neêrlands Indië, Deel IV, 1845, S. 43
- ↑ Katrin Vee, Encyclopedia of Indonesian Volcanoes, Series II, Penerbit Andi, 2024, S. 35 f.
- ↑ Eintrag auf der Tentativliste
- ↑ Don Turner, Maverick Guide to Bali, Pelican Publishing, 2002, S. 235 ff.
- ↑ Moritz Jacobi/Mischa Loose/Christian Wachsmuth/Marc Weiglein, Stefan Loose Reiseführer: Indonesien, MairDumont, 2011, S. 368
- ↑ Jeremy Atiyah, Southeast Asia, Rough Guides, 2002, S. 399
- ↑ Rough Guides (Hrsg.), The Rough Guide to Bali & Lombok, APA Publications, 2022, S. 278
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