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Indre By (wörtlich: Innenstadt) ist der zentrale Stadtteil und die historische Mitte von Kopenhagen. Alle anderen Stadtteile wurden erst nach 1850 errichtet. Von den Kopenhagenern einfach City genannt, liegen hier die meisten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels

Schloss Amalienborg

Schloss Amalienborg (Foto: Mariusz Paździora, CC BY-SA 3.0)

Sehenswürdigkeiten

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

Friedrichskirche (Frederikskirken, Marmorkirche, Marmorkirken), Frederiksgade 4. Tel.: +45 33 15 01 44 Geöffnet: Mo-Do 10:00-17:00, Fr-So 12:00-17:00. Preis: freier Eintritt.

Burgen, Schlösser und Paläste

  • Amalienborg, Amalienborg Slotsplads (Christian VIII's Palæ). Tel.: +45 3312 2186 Geöffnet: 1. Mai - 31. Okt. 10:00-16:00, 1. Nov. - 21. Dez. Di-So 10:00-16:00, 22. Dez. - 26. Dez. geschlossen, 27. Dez. - 30. Dez. 11:00-16:00, 31. Dez. geschlossen, 01. Jan. - 30. Apr. Di-So 10:00-16:00. Preis: Erwachsene: 90 DKK, Kinder unter 18: frei, Gruppen (mindesten 12 Personen): 70 DKK, Studenten: 60 DKK, 2 Tage Ticket für Amalienborg und Rosenborg: 125 DKK.

Charlottenborg, Nyhavn 2. Tel.: +45 33 74 46 39 Geöffnet: Di 11:00-17:00, Mi 11:00-20:00, Do-So 11:00-17:00. Preis: Erwachsene: 60 DKK, Studenten/Senioren: 40 DKK, Gruppen (mindestens 10 Teilnehmer): 40 DKK, Kinder unter 16: frei, Jahreskarte: 150 DKK, Mittwochs nach 17:00: freier Eintritt.

Christiansborg (Folketinget), Prins Jørgens Gård 1. Tel.: +45 3337 5500

Rosenborg, Østre Voldgade 4A. Tel.: +45 3315 3286 Geöffnet: 1. Mai - 31. Okt. 10:00-16:00, 1. Nov. - 21. Dez. Di-So 10:00-16:00, 22. Dez. - 26. Dez. geschlossen, 27. Dez. - 30. Dez. 11:00-16:00, 31. Dez. geschlossen, 01. Jan. - 30. Apr. Di-So 10:00-16:00. Preis: Erwachsene: 90 DKK, Kinder unter 18: frei, Gruppen (mindesten 12 Personen): 70 DKK, Studenten: 60 DKK, 2 Tage Ticket für Amalienborg und Rosenborg: 125 DKK.

Bauwerke

Rathaus (Rådhuset), Rådhuspladsen 1. Tel.: +45 33 66 25 82, Fax: +45 33 66 70 00 Geöffnet: Mo-Fr 08:30-16:30. Sa 10:00-13:00.

Königliche Bibliothek (Det Kongelige Bibliotek, Nationalbibliotek og Københavns Universitetsbibliotek, Schwarzer Diamant, Den Sorte Diamant), Søren Kierkegaards Plads 1. Tel.: +45 33 47 47 47, Fax: +45 33 93 22 18 Geöffnet: Mo-Fr 10:00-17:00. Sa 10:00-14:00.

Aktivitäten

Siehe auch: Kopenhagen und Sehenswürdigkeiten Kopenhagens, mit detaillierten Angaben.

Stadtrundgang mit Schwerpunkt Zentrum

Den je nach Besichtigungen tagesfüllenden Rundgang absolviert man am besten zu Fuß. Die Länge beträgt um die 12 bis 13 km. Einen kostenlosen Faltstadtplan erhält man in der Touristinformation (Copenhagen Visitor Centre). Diese ist an der Straßenecke Vesterbrogade / Hammerichsgade zu finden (etwa 150 m nördlich des Hauptbahnhofs)

Von der Touristinformation geht es entlang der Vesterbrogade zum Rathausplatz.

Der gegenüber vom Hauptbahnhof gelegene Tivoli ist der zweitälteste, noch betriebene Freizeit- und Vergnügungspark der Welt - ältester ist Bakken in Klampenborg. Am Rande des Parks läuft der Andersen Boulevard entlang, an dem sich auch das Rathaus (Københavns Rådhus) befindet. Es ist mit vielen Skulpturen geschmückt und wurde zwischen 1892 und 1905 im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Der Rathausturm ist mit 113 m Dänemarks höchster Turm.

Vom Rathausplatz läuft man durch die Fußgängerzone in der Frederiksberggade zum Alter Markt (Gammeltorv) und Neuer Markt (Nytorv).

Weiter geht es durch die Fußgängerzone in der Nygade. Diese geht in die Vimmelskaftet über. Von hier lohnt ein Gang durch die historische Jorcks Passage. Die Passage wurde zwischen 1893 und 1896 errichtet. Sie ist nach dem Unternehmer und Zuckerwarenhersteller Reinholdt W. Jorck benannt.

An der Fiolstræde liegt die Liebfrauenkirche (Vor Frue Kirke). Nordwestlich schließt sich die St. Petri-Kirche (Sankt Petri Kirke). Sie ist seit 1586 Pfarrkirche der deutschen Gemeinde und die älteste Kirche von Kopenhagen.

Von der Fiolstræde erreicht man nach Gang durch die Fußgängerzone Store Kannikestræde den Runder Turm (Rundetaarn) mit Aussichtspunkt und Dreifaltigkeitskirche (Trinitatis Kirke). Ein 209 m langer, stufenloser Wendelgang führt zu diesem zwischen 1637 und 1642 erbauten Aussichtsturm hoch. Eine Online-Ticktreservierung kann hier sinnvoll sein. Von hier oben hat man einen schönen Rundblick über die Stadtmitte. An den Turm schließt sich die Dreifaltigkeitskirche (dän. Trinitatis Kirke) an. In der Kirche befindet sich ein Museum, in dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird. Früher wurde der Raum auch für die Universitätsbibliothek verwendet.

Durch die Fußgängerzone Købmagergade geht es zum Amanger Platz, Amagertorv.

Von hier ist es nicht mehr weit bis zu einem wichtigen Touristenmagneten, dem Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot). Dieses Gebäude, das seit 1918 Sitz des Parlaments ist, befindet sich an der Stelle der von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens. Der heutige Bau mit dem 90 m hohen Schlossturm entstand 1907 bis 1928. Das Bauwerk ist ein attraktiver Aussichtspunkt und ist nach einer Sicherheitskontrolle per Aufzug zugänglich. Der Eintritt ist frei. Es gibt allerdings aber nur begrenzte Kapazitäten, daher evtl. längere Wartezeiten. Das letzte Stück wird dann noch per Treppe erklommen). Im Turm gibt es auch ein Restaurant. An der Nordseite des Schlosses steht die 1826 vollendete klassizistische Schlosskirche (Slotskirke). Neben dem Schloss befindet sich die Königliche Bibliothek Dänemarks, die Nationalbibliothek. Dem schließt sich die alte Kopenhagener Börse (Børsen) an. Sie befindet sich unmittelbar neben dem Schloss Christiansborg. Der Renaissancebau entstand zwischen 1619 und 1640 und ist mit seinem 54 m hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Bis 1974 diente das Gebäude dem ursprünglichen Zweck als Kopenhagener Börse. Nach einem Brand im April 2024 sind große Teile eingestürzt und von Baustellenarbeiten verdeckt.

Über einen Kanal führt von hier aus die Børsbroen zur Nationalbank und zur Holmenskirche (Holmens Kirke) , die genau gegenüber der Börse und dem Schloss Christiansborg liegt. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Von der Straße Børsgade führt die Knippelsbrücke (Knippelsbro), eine interessante Klappbrücke mit Kulturangebot im südlichen Brückenturm (kulturtaarnet.dk, über den inneren Hafen (Inderhavn) Richtung Stadtteil Christianshavn.

Über sie gelangt man auch am besten zur im Stadtteil Christianshavn gelegenen Erlöserkirche (Frelser Kirke) mit besteigbarem Turm. Diese barocke Kirche aus den Jahren 1602 bis 92 besitzt den mit 93 Metern zweithöchsten Turm Kopenhagens. Er ist Wahrzeichen des Stadtteils Christianshavn und lässt sich über eine 1752 angefügte äußere Wendeltreppe besteigen. Für die äußere Wendeltreppe ist Schwindelfreiheit erforderlich. Eine schöne Rundsicht hat man aber auch schon von der Plattform, die über eine innere Treppe erreichbar ist. Zugang nur bei guten Wetterverhältnissen und am besten mit Online-Reservierung.

Von der Erlöserkirche sind es nur weniger Meter entlang der Prinsessegade zur Freistadt Christiania. Die Freistadt Christiania (Eingang nahe Erlöserkirche) ist eine de facto unabhängige Kommune auf Christianhavn. Sie wurde 1971 in vom Militär verlassenen Baracken gegründet und ist seitdem eine wachsende Stadt in der Stadt. Christiania kann kostenlos besucht und durchwandert werden. Es befinden sich viele kleinere und spezielle Läden auf dem Gelände und das bekannte Café Månefiskeren (auch Café Moonfisher), wo man sehr günstig einen Kaffee und Gebäck genießen kann. Dieses alternative Viertel ist kunterbunt mit häufigen Konzerten. Mit Fotografieren sollte man sich zurückhalten.

Nyhavn in Kopenhagen (Foto: Niels Elgaard Larsen, CC BY-SA 4.0)

Über die Fahrrad- und Fußgängerbrücke: Inderhavnsbroen (Innere Hafenbrücke) gelangt man direkt vom Stadtteil Christianshavn zum Nyhavn. Die 2016 eröffnete Brücke wurde als gegenläufige Schiebebrücke ausgeführt. Das Bauwerk erhielt daher den Name Kyssebroen ("Küssende Brücke"). Täglich sollen 22.000–27.500 Radfahrende das Bauwerk nutzen. Zusammen mit der östlich liegenden "Trangravsbroen" entstand hier eine neue, direkte Verkehrsachse für den Rad- und Fußverkehr. Unter anderen mit solchen Projekten mit Sinne von "Stadt der kurzen Wege" (Info Wikipedia) hat Kopenhagen eine hohe Fahrradnutzung erreicht.

Der Nyhavn ist ebenfalls eine herausragende Sehenswürdigkeit. Diese Straße mit den schmucken Giebelhäusern beiderseits des gleichnamigen Hafenarms ist Zentrum der Gastronomie in Kopenhagen. Oftmals historische liebevoll restaurierte Schiffe säumen den Kai. Aufgrund der vielen Fotosmotive ist der Nyhaven meist sehr gut besucht.

Schloss Rosenborg (2004) (Foto: Elgaard, CC BY-SA 3.0)

Vom Nyhavn bietet es sich an ein Stück mit dem Wasserbus zu fahren, und zwar drei Station bis zum Anleger "Nordre Toldbod". Unterwegs kommt man an der Oper vorbei. Alternativ Fußmarsch entlang der Promenade. Von Anleger "Nordre Toldbod" geht es die Promenade Langelinie nordwärts am Wasser entlang. Hier findet sich die kleinste Sehenswürdigkeit der Stadt, die zugleich ihre bekannteste ist: Die am 24. August 1913 eingeweihte kleine Meerjungfrau, deren Geschichte Hans Christian Andersen in seinem Märchen erzählt.

Zurück Richtung Stadtmitte bietet sich ein Gang durch das Kastell (Kastellet) an. Dies ist ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigung

Vom Kastell zurück entlang der Promenade bis zum Park Amaliehaven. Hier landeinwärts auf die Achse Richtung Schloss Amalienborg - Schlossplatz (Amalienborg Plads) abbiegen. Das Schloss, in dem die Königin lebt, wurde 1749 bis 1760 errichtet und besteht aus vier gegenüberliegenden Palästen. In der Mitte des großen, achteckigen Schlossplatzes (Amalienborg Plads) steht das Reiterstandbild Frederiks V. Jeden Mittag um 12 Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt.

Entlang der Achse weiter zur Frederikskirche (Frederikskirken), die auch Marmorkirche genannt wird. Sie ist ein 1794 von Nicolai Eigtved entworfenes, 84 Meter hohes Gotteshaus mit einer 45 Meter hohen, freskengeschmückten Kuppel, eine der größten Europas und ein Abbild des Petersdoms in Rom. Es wurde erst 140 Jahre nach Baubeginn fertiggestellt. Im Innern findet man Denkmäler bedeutender kirchlicher Persönlichkeiten, wie Moses oder Martin Luther.

Westlich haltend geht es weiter zum Königsgarten (Kongens Have). In dieser Parkanlage liegt das Schloss Rosenborg (Rosenborg Slot) ). Das 1607 bis 1617 als Sommerresidenz für Christian IV. erbaute, durch holländische Architektur beeinflusste Renaissanceschloss, beherbergt die dänischen Kronjuwelen. Seit 1833 ist es ein Museum. Sehenswert sind der Elfenbeinthron mit drei silbernen Löwen und die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone Christians IV. Zutritt nur mit Ticket zur gebuchten Uhrzeit. Taschen müssen vor Ort eingeschlossen werden. Eine Tour um das Schloss und die Gärten lohnt auch ohne den Eintritt.

Botanischer Garten mit Museum gegenüber von Schloss Rosenborg. Der Garten präsentiert eine große Auswahl an Pflanzen und ist während heißer Tage ein gemütlicher, ruhigerer Ort. Der Zugang ist kostenlos. Das Palmenhaus und das Schmetterlingshaus können von der linken Seite betreten werden und kosten zusammen 70 DKK.

Victoriahaus im Botanischen Garten von Kopenhagen (Foto: Flöschen, CC BY-SA 3.0)

Nach einer Runde durch den Botanischen Garten bietet es sich an, sich auf dem Markt "Torvehallerne" zu stärken (10 - 18/19 Uhr) oder den Tag am Nyhavn ausklingen zu lassen. Von Nørreport kann man dazu eine Station mit der Metro bis Kongens Nytorv fahren, oder noch mal durch die Fußgängerzone via Købmagergade und Østergade laufen. Am Ufer befinden befindet sich z. B. Ofelia Plads zum Entspannen bis zum Sonnenuntergang.

Vor dem Nyhavn findet sich noch der Königliche Neue Markt (Kongens Nytorv). Von diesem größten und wichtigsten Platz der Stadt führen sternförmig ein gutes Dutzend Straßen weg. An dem Platz mit einem Standbild Christians V., volkstümlich auch Hesten - das Pferd genannt, liegen das Königliche Theater, das Kaufhaus Magasin du Nord, das Thotts Palais (1685) und das in den Jahren 1672 bis 83 erbaute Schloss Charlottenborg. Es beherbergt heute die Kunstakademie und steht in Verbindung mit dem neuen Kunstausstellungsgebäude.

Literatur

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