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এই পৃষ্ঠাটি বাংলা ভাষাতেও আছে: খাজুরাহো: ভ্রমণ নির্দেশিকা
Khajuraho ist eine Kleinstadt im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh.
Hintergrund
Khajuraho liegt in Zentralindien und hat besondere touristische Relevanz durch die
- Khajuraho Tempel-Gruppe , die weltweit zu den am besten erhaltenen großflächigen Tempelanlagen gehört. Trotz der abgelegenen Lage Khajurahos kommen jährlich rund 490.000 Touristen hierhin, darunter 34.000 ausländische. Denen stehen 24.500 Einwohner gegenüber.
Geschichte
Das hinduistische Chandella-Reich entstand 831 nach Christus und hatte sein politisches Zentrum in Mahoba, das militärische war in Kalinjar beheimatet und das spirituelle in Khajuraho.1] Der Überlieferung nach war die spirituelle Hauptstadt des Chandella-Reichs von hohen Mauern mit acht Toren umgeben. An jedem dieser Tore sollen zwei goldene Palmen gestanden haben (hindi: khajur, „Palme“). Gemeint sind die hier wachsenden Dattelpalmen. Im Jahre 885 wurde der erste Tempel der Anlage, der Chausath Yogini Tempel , gebaut. Weitere Tempel folgten, bis 1021 die Gegend von Mahmood Ghaznavi angegriffen wurde; doch konnte der Chandella-König Vidyadar ein Abkommen schließen, das die Eroberung verhinderte. Beim Tempelbau ließ man sich nicht stören, denn es folgte 1029 der Kandariya Mahadeva Tempel. Im Jahre 1202 gelangte Khajuraho unter türkische Herrschaft, 1335 besuchte der [Weltreisende Ibn Batuta die Gegend und bestaunte die Tempel-Baukunst. Er nannte die Siedlung Kajura oder Kajarra.[2]
In ganz Indien sind heute mittelalterliche Hindu-Tempel kaum vorhanden, weil die herrschenden Moslems sie weitgehend zerstören ließen. So wurden in Delhi zwischen 1191 und 1194 insgesamt 27 Tempel zerstört, 1632 ordnete Shah Jahan die Zerstörung aller Hindu-Tempel in Agra und Umgebung an. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass über 30.000 historisch relevante Hindu-Tempel zerstört wurden. Auch die Anlage von Khajuraho blieb nicht verschont, denn von den etwa 85 Tempeln existieren heute lediglich noch 25. Erste Angriffe durch den Begründer der Mumlak-Dynastie, Qutb-ud-din Aibak, erfolgten nach 1190 mit nachfolgenden Plünderungen. Danach überfiel Sikandar Lodi 1495 die Tempel-Anlage, um sie zu zerstören. Da die Anlage in dichtem Regenwald liegt und sie überwuchert wurde, blieben einige Teile erhalten, aber selbst in Indien für lange Zeit verborgen.
Erst der britische Armee-Ingenieur Hauptmann Thomas Seymour Burt entdeckte die Anlage im Februar 1833 zufällig wieder, machte seinen Fund im Juli 1833 der Öffentlichkeit bekannt und bezeichnete sie als die „vielleicht raffiniertesten Tempel in ganz Indien“.[3] Er fand einen Stein mit einer Gravur bestehend aus 34 Zeilen aus dem Jahr 1059, der heute im Eingangstor des Vishvanath Tempel eingebaut ist.[4] Es gab weltweit gemischte Reaktionen, denn etwa 10 % der Figuren zeigen sexuelle Praktiken bis hin zur Sodomie. Der überwiegende Teil präsentiert Alltags-Darstellungen wie ein Mädchen, das sich einen Dorn aus dem Fuß zieht, Erntearbeiter oder Gottheits-Verehrungen von Brahma, Shiva und Vishnu.
Seit 1986 gehört die Anlage zum Welterbe in Indien .
Klima
Khajuraho befindet sich in den Äußeren Tropen. Es herrscht faktisch jedoch ein tropisches Klima. Zwischen März und Juni ist es sehr heiß von 40 °C bis hin zu 45 °C. Monsun herrscht von Juli bis September mit starken Regenfällen und hoher Luftfeuchtigkeit (über 84 %) bei über 35 °C. Die beste Reisezeit ist zwischen Oktober und März. Dieser Zeitraum zeichnet sich durch kühlere Temperaturen zwischen 20 und 28 °C aus, nachts kann es auf bis zu 10 °C abkühlen. Januar ist der kälteste Monat bei 30 °C am Tag, 19 °C in der Nacht und nur 49 % Luftfeuchtigkeit.
Anreise
Khajuraho ist wegen seiner Abgelegenheit schwer zu erreichen.
Per Flugzeug gibt es mit Air India Flüge von Delhi (1 Stunde Flugdauer) und Varanasi (½ Stunde Flugdauer) zum Khajuraho Airport (IATA: HJR).
Per Auto/Bus erfolgt die Anreise aus Westen von Chhatarpur (45 km), aus Osten von Satna (120 km) und aus Nordwesten von Jhansi über die (175 km).
Mit der Eisenbahn kann man die Khajuraho railway station von Delhi aus mit dem Halbhochgeschwindigkeitszug Vande Bharat Express (Fahrtdauer: 8:20 Stunden) oder dem Gita Jayanti Express (14 Stunden) erreichen. Von Udaipur bedient der Udaipur City Khajuraho Express die Strecke. Von Jhansi aus verkehrt der schnelle Shatabdi Express (172 km), von Delhi kommend.
Tempelanlage
Allgemeines

Die Tempel von Khajauraho (Foto: HISTORYHUMANITY (Mr SAURABH RAJPUT), CC BY-SA 4.0)
Skulpturen-Details (Foto: Bgabel, CC BY-SA 3.0)
Die gesamte Khajuraho-Tempelanlage von 25 Tempeln mit unterschiedlichem Erhaltungszustand ist über eine Fläche von 21 km² verteilt. Die Tempel wurden zwischen 885 und 1125 erbaut, der höchste Tempel ist mit Sockel 36,5 Meter hoch.
Wandert man zur westlichen Gruppe, so passiert man zunächst die Statue des Hanuman Colossal statue of Shri Hanuman . Wer in die Tempel hineingehen möchte, muss vorher die Schuhe ausziehen. Um die Altare wird stets im Uhrzeigersinn herumgewandert.
Westliche Gruppe
Die gesamte Anlage last sich in eine westliche und östlich-südliche Gruppe systematisieren:
| Name des Tempels | Gottheit | Fertigstellung | Bild des Tempels |
|---|
(Foto: Arnold Betten, Public domain) |
| Matangeshvara Tempel | Shiva | 0 925 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Varaha Tempel | Varaha | 0 950 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Lakshmana Tempel | Vaikuntha Chaturmurti | 0 954 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Vishvanath Tempel | Parvati | 0 999 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Parvati Tempel | Parvati | 0 999 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Nandi Tempel | Shiva | 1002 | 
(Foto: Rajenver, CC BY-SA 3.0) |
| Devi Jagadambi Tempel | Devi Jagadambi | 1023 | 
(Foto: Marcin Białek, CC BY-SA 4.0) |
| Chitragupta Tempel | Chitragupta | 1023 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
| Kandariya Mahadeva Tempel | Shiva | 1029 | 
(Foto: juggadery, CC BY-SA 2.0) |
| Pratapesvara Tempel | Shiva | 1854 | 
(Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0) |
Der Chausath Yogini-Tempel ist älteste Tempel, der Pratapesvara-Tempel gehört architektonisch nicht zur Anlage und stammt erkennbar aus 1854. Der Matangeshvara-Tempel ist der einzige Tempel, in dem Zeremonien stattfinden.
Östliche / Südliche Gruppe

Details am Parshvanatha-Tempel (Foto: juggadery, CC BY-SA 2.0)
| Name des Tempels | Gottheit | Fertigstellung | Bild des Tempels |
|---|---|---|---|
| Lalguan Mahadeva Tempel | Shiva | 0 900 |
(Foto: Itsmalay~commonswiki, CC BY-SA 4.0) |
| Brahma Tempel | Shiva | 0 925 | 
(Foto: CR Pushpa, CC BY-SA 4.0) |
| Parshvanatha Tempel | Varaha | 0 954 | 
(Foto: Jean-Pierre Dalbéra from Paris, France, CC BY 2.0) |
| Ghantai Tempel | Rishabhanatha | 0 960 | 
(Foto: Patty Ho from Toronto, Canada, CC BY 2.0) |
| Adinatha Tempel | Rishabhanatha | 1027 | 
(Foto: Marcin Białek, CC BY-SA 4.0) |
| Shantinatha Tempel | Shantinatha | 1027 | 
(Foto: juggadery, CC BY-SA 2.0) |
| Vamana Tempel | Vamana | 1062 | 
(Foto: Sfu, CC BY-SA 4.0) |
| Javari Tempel | Shiva | 1090 | 
(Foto: Sfu, CC BY-SA 4.0) |
| Chaturbhuj Tempel | Vishnu | 1110 | 
(Foto: Sfu, CC BY-SA 4.0) |
| Duladeo Tempel | Shiva | 1125 | 
(Foto: Marcin Białek, CC BY-SA 4.0) |
Der Kandariya Mahadeva-Tempel ist der größte, Lalguan Mahadeva-Tempel der älteste.
Architektur
Details am Vishvanath-Tempel (Foto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA 2.0)

Erotische Darstellungen am Kandariya Mahadeva-Tempel (Foto: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)
Die Tempelanlage von Khajuraho zeigt den klassischen nordindischen-hinduistischen Nagara-Stil, der durch einen hohen Sockel, gebündelte Türme und einen skulpturalen Aufbau gekennzeichnet ist. Als Baumaterial wurde leicht zu bearbeitender Sandstein verwendet. Der Sockel (hindi: jagati) ist bis zu 3 Meter hoch und schützt vor den Überschwemmungen des Monsuns. Darauf befinden sich Vorhallen (hindi: mandapas), ein Übergang (hindi: antarala) und das innere Heiligtum (hindi: garbhagriha) hintereinander auf einer Achse. Gekrönt werden die Tempel von krummlinigen, gebündelten Türmen (hindi: shikharas), die den heiligen Berg Kailasch (in Tibet) symbolisieren. Außen- und Innenwände sind mit Tänzern (Himmelstänzerinnen, hindi: apsaras), Göttern (hindi: deva), Fabeltieren (hindi: pouranik jiw), realen Tieren (wie Elefanten, Kamele und Pferde) und erotischen Reliefs, beruhend auf Grundlage des Lehrbuchs der Kama Sutra (hindi: kama, „Sinnlichkeit, Lust, Verlangen“ und hindi: sutra, „Leitfaden“), in hoher Dichte verziert, mit denen die kosmische Schöpfung dargestellt wird. Sie repräsentieren die hinduistischen Lebensziele (hindi: purushartha), zu denen auch indirekt das Kama Sutra gehört. Erotische Darstellungen sind im Hinduismus nicht ungewöhnlich, doch nirgendwo ist es so phantasievoll und Detailgetreu zu sehen wie hier. Die Informationen in der Reiseliteratur stellen die erotischen Figuren stark heraus, obwohl sie lediglich 10 % aller Darstellungen ausmachen.
Gebühren
Der Besuch der Tempelanlage kostet für erwachsene Ausländer ₹600 pro Person.
Museen
Archaeological Museum
- Adivart Tribal & Folk Art Museum
- Jain Museum.
Einkaufen
Khajuraho ist kein Einkaufsparadies. Indische Textilien wie Saris gibt es im
- Khajuraho Arts (nahe Gandhi Chowk; geöffnet 09:00-20:00) oder im Khajuraho Arts (gegenüber der westlichen Tempelgruppe; 08:00-21:00).
Küche
Im Ort gibt es ein Paar einfache Restaurants wie das Indiana Restaurant, Ganesh oder das Pinch of Salt.
Unterkunft
Zu erwähnen sind im Ort das Hotel Khajuraho Inn und das Radisson Jass Khajuraho.
Praktische Hinweise
Das Tourism Reception Centre befindet sich im Chandela Cultural Centre (geöffnet mo-sa 09:00-18:00 Uhr).
Ausflüge
Der Panna-Nationalpark liegt nur 28 km südöstlich von Khajuraho.
Gesundheit
Bei direkter Anreise aus Europa sind für Madhya Pradesh keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Ratsam sind Standardimpfungen sowie Reiseimpfungen wie Hepatitis A, Typhus und Cholera. Das Malaria-Risiko ist gering, trotzdem sollte man Insektenschutzmittel wie DEED® mit sich führen. Äußerer natürlicher Mückenschutz erfolgt durch lange, helle Kleidung und Schlafen unter imprägnierten Moskito-Netzen.
In Notfällen hilft das Government Hospital Khajuraho.
Sicherheit
Die Sicherheit ist für Touristen außerordentlich hoch. Dennoch sollte man auf Distanz gehen zu aufdringlichen Verkäufern oder Vermittlern, die für Juwelier-Geschäfte arbeiten. Auch nicht ungefährlich sind diebische Rhesus-Affen und weniger aggressive Languren.
Der aufmerksame Tourist kleidet sich stets unauffällig und ohne Markenware, achtet auf sein Gepäck und beobachtet konzentriert seine nähere Umgebung.
Literatur
Rainer Waterkamp, Rajasthan: Mit Delhi, Agra, Varanasi, Khajuraho und den Höhlen bei Aurangabad, Trescher Verlag, 2014, S. 336 ff.; ISBN 978-3897942608
- Sasha M. Kleis: Khajuraho - Tempel der Liebe. In: In Asien, Bd. 2 (März/April) (2009), S. 44–49 (Deutsch). - Artikel über die Tempel von Khajuraho.
Webseite
Einzelnachweise
- ↑ Sanjay Singh, Yatra 2 Yatra, ICEM Communications, 2009, S. 141
- ↑ Sisirkumar Mitra, The Early Rulers of Khajurāho, Motilal Banarsidass Publishing, 1977, S. 3
- ↑ Thomas Seymour Burt, in: Journal of the Asiatic Society (No. 87), März 1839, S. 159 ff.
- ↑ James Burgess/Eugen Julius Theodor Hultzsch/Alois Anton Führer, Epigraphia Indica, Band 1, Archaeological Survey of India/Department of Archaeology, 1892, S. 137
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