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Medan ist die Hauptstadt der indonesischen Provinz Sumatera Utara („Nord-Sumatra“) auf der Insel Sumatra. Sie ist die drittgrößte Stadt Indonesiens nach Jakarta und Surabaya. Es ist die größte indonesische Stadt außerhalb von Java. Sie liegt im Regierungsbezirk Deli Serdang.

Hintergrund

Der Stadtname Medan lässt sich als „Kampfplatz“ (Sanskrit „maidan“) übersetzen, was auf historische Ereignisse zurückzuführen ist. Die Hafenstadt liegt an der

  • Straße von Malacca, welche die Insel Sumatra von der Halbinsel Westmalaysia trennt.

Geschichte

Die Statue des Stadtgründers Guru Patimpus Sembiring Pelawi

Die Statue des Stadtgründers Guru Patimpus Sembiring Pelawi (Foto: Frendy Aldo Tobing, CC BY-SA 4.0)

Die Gründung von Medan als ein Dorf der indigenen Karo Batak erfolgte am 1. Juli 1590 unter dem Namen Kampung Medan Putri am Zusammenfluss der Flüsse Deli River und Babura River. Als Gründer gilt Raja Guru Patimpus Sembiring Pelawi, ein zum Islam konvertierter Karo Batak.[1] Das ursprüngliche Dorf stand an der Stelle des heutigen Benteng Field.[2] Es diente als Handelsposten zwischen dem fruchtbaren westlichen Hochland Sumatras und den Schiffen auf der Malacca-Straße.

Im Jahre 1632 entstand hier das mächtige Sultanat Deli mit einer Ausdehnung von 1820 km², das sich von der Stadt auf weite Gebiete des Südwestens von Sumatra erstreckte. Es überdauerte alle politischen Veränderungen und existiert auch heute noch symbolisch. Deli war seitdem der neue Stadtname und ist heute als Distrikt verewigt.

Während der niederländischen Kolonialzeit trug insbesondere Jacob Nienhuys dazu bei, dass der Anbau von Tabak, Kautschuk und Palmöl forciert wurde. Er verlegte 1869 den Geschäftssitz seiner Handelsgesellschaft nach Deli, das nachfolgend den Beinamen „Land des Geldes“ (niederländisch: Het Land Dollar) erhielt. Der Reichtum der Stadt förderte die Bautätigkeit, so dass um 1880 auf und um die Jalan Ahmad Yani / Kesawan street in der Chinatown eine historische Shophouse-Architektur entstand. 1884 eröffnete das Hotel De Vink, dem Vorläufer des Grand Hotel Medan; am 25. Juli 1886 wurde der Bahnhof Medan railway station dem Verkehr übergeben.3] Aus jener Zeit stammt der Merdeka Walk, ein Wanderweg am Lapangan Merdeka. Am 18. Mai 1891 konnte der repräsentative [Maimun Palast eröffnet werden. Das 1898 erbaute Luxus-Hotel de Boer diente als Unterkunft für europäische Plantagenbesitzer und Königsfamilien und ist der Vorgänger des ehemaligen Grand Inna Medan, aus dem 2007 das heutige Grand City Hall Medan hervorging.

Distrikte

Stadtteile Medans

Stadtteile Medans (Foto: The original uploader was Kenrick95 at Indonesian Wikipedia . Original author: P, CC BY-SA 3.0)

Medan ist in 21 Distrikte eingeteilt:

Amplas

  • Area
  • Barat
  • Baru
  • Belawan
  • Deli
  • Denai
  • Helveti
  • Johor
  • Kota
  • Labuhan
  • Maimun
  • Marelan
  • Perjuangan
  • Petisah
  • Polonia
  • Selayang
  • Sunggal
  • Tembung
  • Timur
  • Tuntungan

Klima

Medan liegt in den Innenren Tropen. Das bedeutet ganzjährig konstant hohe Tagestemperaturen deutlich über 30 °C, nachts kühlt es selten unter 25 °C ab („Tropennächte“). Es regnet ganzjährig an 14-18 Tagen im Monat, von September bis November ist intensive Regenzeit. Entsprechend liegt die Trockenzeit zwischen Mai und August. Die Luftfeuchtigkeit in Medan ist das ganze Jahr über konstant hoch und schwankt meist zwischen 80 und 90 %. Tagsüber sinkt sie, bedingt durch die Sonneneinstrahlung, auf maximal 80 %, nachts steigt sie bis auf 95 % an.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Vom/zum Flughafen

Das Stadtzentrum von Medan ist von dort sehr gut und sehr bequem erreichbar mit einer neuen Schnellbahn, dem Kualanamu Airport Rail Link. Abfahrten aus der Stadt zwischen 04:20 und 21:20 Uhr, vom Flugplatz 05:00–23:30 Uhr, Fahrzeit 35 Min.

Flughafenbusse fahren ab Amplas-Busstation in 60-90 Min., auf dem Linienweg: Amplas → Tol Amplas → Tol Tanjung Morawa → Simpang Kayu Besar → Bandara Kualanamu. Oder ab Messe („Medan Fair“; letzte Abfahrt gegen 18:00 Uhr): Medan Fair Plaza → Jalan Gatot Subroto → Jalan Iskandar Muda → Jalan S. Parman → Jalan Sudirman → Jalan Juanda → Jalan SM Raja → Amplas → Tol Amplas → Tol Tanjung Morawa → Simpang Kayu Besar → Bandara Kualanamu und nach Bijia (Haltestelle „Super Mall“).

Mit der Bahn

Vom Bahnhof Medan railway station verbindet der Siantar Express („Sireks“; nur 2. Klasse) einmal täglich die 127 km von Medan nach Pematang Siantar mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Wirkliche Fernstrecken gibt es nicht, die längste Linie ist die nach Tanjung Balai , ansonsten sind die Züge S-Bahnen („Sri Lelawangsa“) ins Umland nach Binjai (vormals Timbang Langkat) und Kuala Bingai.

Die Strecken nach Belawan (im Norden) bzw. Tebing Tinggi (im Süden) wurden 2019 stillgelegt.

Mit dem Bus

Ein ganzes Stück südlich des Zentrums ist die Amplas Busstation (Terminal Terpadu Amplas). Busse Richtung Banda Aceh brauchen 10 Stunden tagsüber oder 12-14 Stunden, wenn sie über Nacht fahren.

Regionale Busse fahren auch ab Terminal Pinang Baris am westlichen Stadtrand. Man erreicht es mit den Stadtbussen 23, 48, 63, P26.

Auf der Straße

Schnellstraßen sind mautpflichtig. Hier die Auffahrt im Vorort Tanjung Morawa

Schnellstraßen sind mautpflichtig. Hier die Auffahrt im Vorort Tanjung Morawa (Foto: AdriansyahYS, CC BY-SA 4.0)

Medan liegt am Trans Sumatra Highway, welcher die gesamte Insel in Nord-Süd-Richtung durchquert. Seit 2014 wir er zur mautpflichtigen Autobahn ausgebaut, was für die Abschnitte im Großraum Medan schon bis 2020 umgesetzt wurde.

Mit dem Schiff

Das Fahrgastterminal in Belawan (2013) (Foto: Ministry of Transportation, Public domain)

Bandar Deli Fahrgastterminal (Terminal Penumpang Bandar Deli), Jln. Pelabuhan lama. No. 1 Belawan, (Busse („Stasiun Belawan“): 30, 81, 129; regional: Batas Koata, Pinang Baris) (Langstrecken nach Makassar oder über Karimun (Tanjung Balai) nach Tanjung Priok (Jakarta). Steigt man in Karimun (Riau-Inseln) aus, gibt es Schiffsverbindungen nach Singapur und Johor Bahru. Nicht alle Fähren legen am Fahrgastterminal an/ab. Einige Docks sind mehrere Kilometer entfernt. Geöffnet: Halle: 08:00–22:00.

Pelni (Pelayaran Nasional Indonesia), Jl. Gunung Krakatau No. 17A, Pulo Brayan Darat II (Bus 105, Haltestelle: SPBU 14-202132; dann 100 m Ri. Süden, Gebäude von der Straße versetzt) Preisbeispiele: Belawan ↔ Karimun (23 Std., 1× wöchentlich.) in der teuersten Klasse 1A: 693.000 Rp. Belawan ↔ Tanjung Priok (59 Std.) in „Ekonomi“ 422.000 Rp.

Mobilität

Die Straßen sind tagsüber regelmäßig verstopft. Eine der größten Schwierigkeiten vor Ort ist sicherlich der lokale Transport - ohne Preise zu verhandeln geht nichts. Wenn man vernünftige Preise nicht kennt, zahlt man in Taxen oder der Fahrrad-Rikscha becak gnadenlos überhöhte Preise.

Sudaku sind gelbe Minibusse, deren Routen sich Kurzzeitbesuchern schwer erschließen. Busse betreibt der lokale Ableger von Damri, ein Staatsbetrieb, der auch Fernstrecken bedient.

Trans Mebidang nennt man zwei Strecken, auf denen es reservierte Busspuren gibt. Die klimatisierten Busse sind etwas teurer als normale. Eine Linie verbindet Medan mit Binjai, 23 km in 90 Minuten. Die andere führt 32 km zur Lubuk-Pakam-Busstation in Deli Serdang, Fahrzeit 100 Min. In Medan ist der Endpunkt beider beim Markt („Pusat Pasar“).

Sehenswürdigkeiten

Die Istana Maimoon

Die Istana Maimoon (Foto: Si Gam, CC BY-SA 4.0)

Das Wohnhaus Tjong A Fie

Das Wohnhaus Tjong A Fie (Foto: Pratyeka, CC BY-SA 3.0)

Das historische Postamt

Das historische Postamt (Foto: https://www.flickr.com/photos/kardoman-tumangger/, CC BY 2.0)

Das Rathaus

Das Rathaus (Foto: Rochelimit, CC BY-SA 4.0)

Bauwerke
Medan railway station (Stasiun Medan) am 25. Juli 1886 eröffneter kolonialzeitlicher Bahnhof, von dem nach Umbau nur der Uhrturm erhalten blieb. Etwa 150 m rechts vom Haupteingang steht eine Dampflok der Deli Spoorweg als Denkmal.

  • Maimun Palast (Istana Maimun) der Palast entstand im Auftrag des damaligen Sultans von Deli, Makmun Al Rasyid Perkasa Alamsyah. Grundsteinlegung am 26. August 1888, Eröffnung am 18. Mai 1891. Er diente als als offizielle Residenz des Sultans. Es finden täglich kurze Darbietungen traditioneller Musik statt. Geöffnet: 08:00-17:00. Preis: 5.000 Rp.
  • Governor's house erbaut 1898 als Sitz des Gouverneurs, seit 1965 befindet sich hierin die Standard Chartered Bank.
  • Tjong A Fie Mansion (Rumah Tjong A Fie) 1900 erbautes zweistöckiges Herrenhaus im chinesisch-portugiesischen Stil. Hier wohnte der illustre Hakka-Chinese Tjong A Fie (1860-1921), der als Bankier in Medan die Landwirtschaft und den Hausbau finanzierte. Seit Juni 2009 ein Museum. Geöffnet: 09:00-17:00. Preis: 35.000 Rp.
  • Harrisons & Crosfield building das 1906 erbaute Geschäftshaus gehörte dem 1844 gegründeten britischen Konzern, der mit Tee, Kaffee und Kautschuk handelte. Geöffnet: 08:00-17:00.
  • De Javasche Bank am 30. Juli 1907 eröffnete Bank, welche die ostindischen Kolonialhändler mit der niederländischen Gulden-Währung versorgte und die Wirtschaftsaktivitäten im boomenden Plantagengebiet von Deli finanzierte. Das Bauwerk besitzt eine auffällige Kuppel, die 1956 entfernt, jedoch im Jahr 2000 bei einer umfassenden Restaurierung originalgetreu wiederhergestellt wurde. Nach der Verstaatlichung der De Javasche Bank 1951 ging das Gebäude in den Besitz der neu gegründeten indonesischen Zentralbank über und wird heute vom Bank Indonesia genutzt.
  • Medan Old City Hall (Gedung Balai Kota Lama Medan) 1908 erbautes ehemaliges Rathaus der Stadt. Geöffnet: 07:00-19:00.
  • Tirtanadi Water Tower (Menara Air Tirtanadi) der 1908 von der niederländischen Kolonialmacht erbaute Wasserturm wird heute von der PDAM Tirtanadi betrieben.
  • Medan Post Office (Kantor Pos Medan) das ursprüngliche Postamt eröffnete am 19. März 1882. An anderer Stelle entstand ab 1909 ein neues Postamt, das im August 1911 eröffnete. Geöffnet: mo–sa 07:30–20:00.
  • Teladan Stadium (Stadion Teladan), Teladan Bar., Kec. Medan Kota, Kota Medan, Sumatera Utara ein 1953 erbautes Mehrzweckstadion, das derzeit hauptsächlich für Fußballspiele genutzt wird; Fassungsvermögen 20.000 Zuschauer.
  • Guru Patimpus Sembiring Pelawi-Statue Statue des Stadtgründers Patimpus Sembiring Pelawi (1540–1590).
  • The Manhattan Towers 1/2, Jl. Jend. Gatot Subroto No. 217 zwei 2019 erbaute Wolkenkratzer, je 150,7 Meter hoch, je 38 Etagen.

Museen

  • Nord-Sumatra-Museum (Museum Negeri Sumatera Utara), Jl. HM. Joni No.51, Teladan Bar., Kec. Medan Kota, Kota Medan, Sumatera Utara 20217. Tel.: (0)61 (0)7366 792 Kulturgeschichte der Region auf 10500 m² Ausstellungssfläche. Geöffnet: Di–So 8:00–16:00, 8:30–17:00. Preis: 3.000 Rp (Erwachsene), 15.000 Rp (Kinder), 10.000 Rp (Ausländer*innen).
  • Rahmat International Wildlife Museum & Gallery, Jl. S. Parman No. 309, Medan Sumatera Utara (Bus 63 „Veronica Loundri“ 80 m nach Süden). Tel.: +628 (0)11 6126 129 viel Ausgestopftes und eine Wand voller Schmetterlinge. Merkmal: Bibliothek. Geöffnet: täglich 9:00–17:00. Preis: 40.000 Rp (Kinder), 50.000 Rp (Erwachsene), 150.000 Rp (Ausländer*innen).

Sakralbauten

Al-Osmani-Moschee

Al-Osmani-Moschee (Foto: Brm12, CC BY 3.0)

Mariamman Hindu-Tempel

Mariamman Hindu-Tempel (Foto: Pratyeka, CC BY-SA 3.0)

Die Immanuel-Kirche in Medan

Die Immanuel-Kirche in Medan (Foto: Herryz, CC BY-SA 4.0)

  • Al-Osmani Mosque (Masjid Al Osmani Medan Labuhan) 1884 vom siebten Sultan von Deli, Sultan Osman Perkasa Alam, im maurischen Stil erbaut und das älteste Bauwerk in Medan.
  • Sri Mariamman Temple (Kuil Shri Mariamman, Medan) 1884 erbauter hinduistischer Tempel, geweiht der Göttin Mariyamman.
  • Sri Mariamman Temple Sunggal (Kuil Sri Mariamman Sunggal, Medan), Sunggal, Kec. Medan Sunggal, Kota Medan, Sumatera Utara 20128 1884 erbaut, ist ein weiterer der Göttin Mariyamman geweihter Tempel im Stadtteil Sunggal.
  • Gang-Bengkok-Moschee (Masjid Lama Gang Bengkok), Kesawan, Medan Barat, ​Jl. Mesjid No 62 Medan 1874-1889 gebaut. Finanziert vom reich gewordenen chinesischen Plantagenbesitzer Tjong A Fie und dem Sultan geschenkt.
  • Masjid Raya („Große Moschee“); von marokkanischen Vorbildern inspiriert, verwendete man beim Bau 1906 auch italienischen Marmor und chinesische Kacheln.
  • Immanuel Church (GPIB Immanuel Medan) die 1912 in der Kolonialzeit eröffnete protestantische Kirche ist eine der ältesten christlichen Kirchen Indonesiens.
  • Gunung-Timur-Tempel (東嶽觀, ​Dōng yuè guān; am Ufer des Babura) der wohl größte chinesische Tempel Sumatras, 1930 begonnen, erst 1962 fertiggestellt. Sehenswerte 5-stöckige, achteckige Pagode. Benannt ist er nach dem „Großen Kaiser des Östlichen Gipfels“.
  • Mahā-Vihara Maitreya (Maha Vihara Maitreya), Komplek Perumahan Cemara Asri No. 8, Jl. Cemara Asri Boulevard Raya No. Utara, Medan Estate großer, erst 1991-2008 gebauter buddhistischer Tempel chinesischen Stils. Es gibt drei Hallen, jeweils für mehrere tausend Besucher. Teil der Anlage ist ein vegetarisches Restaurant. Geöffnet: 06:00–20:00.
  • Candi Somdet Ñāṇasaṁvara eine am 10. Januar 2016 eröffnete Stupa im thailändischen Stil, also dem Theravada zugehörig. Teil des „indonesischen Theravada-Zentrums“. Benannt ist es nach dem 2013 verstorbenen obersten Mönchpatriarchen Thailands.

Parks

  • Medan Zoo kleiner Zoo mit nur 30 Arten, insbesondere Sumatra-Tiger, -Elefanten und –Orang Utans. Geöffnet: 08:00-17:00, sa bis 17:30.
  • Ahmad Yani park (Taman Ahmad Yani), Jalan Imam Bonjol, Kelurahan JATI, Kec. Medan Maimun, Kota Medan, Sumatera Utara
  • Sri Deli Park (Taman Sri Deli), Jl. Sisingamangaraja, Mesjid, Kec. Medan Kota, Kota Medan, Sumatera Utara 20213
  • Le Hu-Garden, Jl. Pendidikan, Deli Tua Bar., Kec. Deli Tua Schöner, gestalteter Park. Geöffnet: 09:00–18:00.

Aktivitäten

Lebhaft und lautstark begeht man das chinesische Neujahrsfest („Imlek“), es wird im nächsten bzw. im übernächsten Jahr am 06. Februar 2027 bzw. 26. Januar 2028 sein, das Laternenfest („Cap Go Meh“, Vollmond um den 15. des 1. Monats im traditionellen chinesischen Kalender) und das chinesische „Allerseelenfest“ („Chit Gwee Pua“ um den 15. des 7. Monats).

Die Tamilen feiern Thaipusam (Vollmond Jan./Feb.) und das indienweit übliche „Lichterfest“ (Diwali). Jenes wird im nächsten bzw. im übernächsten Jahr am 29. Oktober 2027 bzw. 17. Oktober 2028 sein.

Golf

  • Royal Sumatra Golf, Jl. Jamin Ginting km 8,5, Mangga, Kec. Medan Tuntungan Geöffnet: 06:30–19:00, mo geschl.
  • Tamora Golf Club, Jl. Serdang No.18, Limau Manis, Kec. Tj. Morawa (im Zentrum von Tanjung Morawa) 18 Löcher mit Par 72.

Wassersport

Schwimmbäder unterschiedlicher Qualität und Größe sind mehrere in der Stadt verteilt.

  • Deli-Schwimmbad (Kolam Renang Deli), Jl. Sutomo, Gaharu, Kec. Medan Tim. (Bus 25, Haltestelle: SPBU 14-2021119) Geöffnet: 07:00–17:30.
  • Tirta Ceria Waterpark Kindgerecht mit Wasserrutschen usw. Geöffnet: 08:00–17:00.

Entlang der Küste sind einige kleinere unentwickelte Strände mit eher grobem Sand.

  • Pantai Bali Lestari Erstreckt sich etwa 2 km in beide Richtungen vom Dorf. Dort Unterkünfte, Restaurants usw.

Pantai Cermin Theme Park & Resort Hotel, Dusun 1, Desa Pantai Cermin Kanam, Pantai Cermin, Pantai Cermin Kanan, Kec. Pantai Cermin, Kabupaten Serdang Bedagai. Tel.: +62614550975 Geöffnet: Theme Park: 08:00–18:00. Preis: Theme Park: 35000 wochentags, 45000 Wochendende. Hotel: Mittelklasse.

Einkaufen

  • DeliPark Mall
  • Manhattan Times Square
  • Zentralmarkt (Pusat Pasar; mitten in der Stadt, 400 m vom Bahnhof) Nimmt einen Block von etwa 250 × 600 m ein. Geöffnet: 07:00–18:00.
  • Centre Point Mall, direkt am Bahnhof, ​Jl. Jawa No.8, Gg. Buntu, Kec. Medan Tim., Kota Medan Modernes weitläufiges Einkaufszentrum. Mit Kino, „Cinema XXI“ und einem Hotel, dem „deSatu“. Geöffnet: 10:00–22:00.

Küche

Soto Medan (Foto: Fachriazmi9, CC BY-SA 4.0)

Straßenstände („warung“) für Reis- oder Nudelschnellgerichte findet man in der ganzen Stadt. Einkaufszentren haben üblicherweise einen “Food Court”.

Soto Medan ist ein typisches Gericht. Die Zutaten sind dicke Kokosmilch, Limettenblätter, Sternanis, Galgant, Zitronengras, Schalotten, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Ingwer, Kurkuma, Zucker und Salz. Dazu kommen Hühnchen- oder Rindfleischstückchen. Diese Suppe hat eine gelbe Farbe.

  • Restoran Garuda, Jl. Gajah Mada No.8, Petisah Tengah, Kec. Medan Petisah (Busse (Haltestelle „Oto Multiartha“): 38, 63, 64, 70) Gehobene Padang-Küche, gut gewürzt. (Es gibt mehrere Restaurants dieses Namens in der Stadt.) Geöffnet: 10:00–22:00. Preis: Lieferung ab 500000 Rp.
  • Traders, Jl. Kapten Patimura No. 423, Darat, Kec. Medan Baru Internationale Küche, Grillspezialitäten u. a. australische Steaks oder Hummer. Auch gute Cocktail-Bar. Geöffnet: 11:00–24:00. Preis: gehoben.

Unterkunft

Das Danau Toba-Hotel

Das Danau Toba-Hotel (Foto: alhafis, CC BY 3.0)

Der Webseite Booking.com zufolge gibt es in Medan 339 Unterkünfte aller Kategorien. Darunter befinden sich die klassischen Hotels

  • Grand Inna Medan (Jl. Balai Kota No. 2)
  • Grand Central Medan (Jl. Sei Belutu No 17B)
  • Grand City Hall Medan (Jl. Balai Kota No. 1)
  • Danau Toba International Hotel (Jl. Imam Bonjol No. 17)

Weitere Hotels sind:

  • Medan Dazhong Backpacker's Hostel (Jl. Teuku Cik Ditiro No. 17)
  • MM-Kapsel-Hotel (Jl. Bilal Ujung No. 219)
  • Apollo Inn (Jl. Stasiun Aras Kabu)
  • Thong's Inn (Jl. Pasar V Kebun Kelapa)
  • Bobotel Gatot Subroto (Jl. Waringin No. 2)

Nachtleben

Empfehlenswert sind unter anderen

  • Retrospective Reserve (Jl. Putri Hijau No. 1A; geöffnet 21:00-04:00), Amavi Ultra Lounge (im Grand Central Premiere Hotel: Jl. Putri Putri Merak Jingga No. 3A; 21:00-04:00) oder The Cube Club (Danau Toba International Hotel: Jl. Imam Bonjol No. 17; 24 Stunden geöffnet.)

Sicherheit

Siehe auch: Sicher reisen

Die Sicherheit für Touristen vor Kriminalität ist auf Sumatra sehr hoch. In Touristenzentren wie Medan und dem Toba-See ist höhere Vorsicht geboten. Überall gilt, dass der aufmerksame Tourist sich unauffällig kleidet, dabei auf Markenware verzichtet, auf sein Gepäck achtet und seine nähere Umgebung konzentriert beobachtet. In Notfällen hilft die

Ausländerpolizei (Kantor Imigrasi), Jl. Serma Hanafiah No.1, Belawan I (Busse („Denpom I / 5 Belawan“): 30, 81, 129; regional: Batas Koata, Pinang Baris) Für Visumsverlängerungen. Geöffnet: Mo–Fr 7:30–16:30.

Gesundheit

Siehe auch: Tropenkrankheiten

Das Malaria-Risiko wird auf Sumatra als gering eingestuft, auch wenn die nachtaktive Anopheles-Mücke hier heimisch ist. Die Großstädte gelten als Malaria-frei, während die abgelegenen Gebiete der Nationalparks ein höheres Risiko aufweisen. Da das Denguefieber der tagaktiven Gelbfiebermücke eine höhere Ansteckungsgefahr bedeutet, ist ein Mückenschutz notwendig. Außerdem wird eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen (siehe Reiseapotheke). Auch gegen Krankheiten wie Zika-Virus, Legionärskrankheit, Chikungunya-Fieber und Japanische Enzephalitis sollte der Reisende gewappnet sein. Vor Reiseantritt sollte deshalb ein in Tropenkrankheiten versierter Arzt konsultiert werden. Der Toba-See liegt äquatornah, so dass eine intensive Sonneneinstrahlung mit sehr hohen UV-Werten zwischen 7 und 10 vorhanden ist. Wegen der Höhenlage kann die Luft kühler wirken, was die starke Sonnenstrahlung oft trügerisch macht. Die Exposition in der Sonne erfordert einen Sonnenschutz von 50+ sowie Kopfbedeckung und Sonnenbrille.

Die Straßen- und Garküchen haben meist niedrige Hygienestandards, so dass man sich leicht eine Darminfektion mit der Folge von Durchfall einholen kann. Besonders hier gilt der Tropen-Grundsatz, dass man nur gekochte oder gebratene Speisen und Schalenobst essen sollte (

  • englisch: cook it, boil it, peel it, or forget it).

RSU Herna Medan (Rumah Sakit Umum Herna), Jl. Mojopahit No. 118A, Petisah Hulu, Kec. Medan Baru, ​Jl. Ps. III Tapian Nauli No.8, Sunggal, Kec. Medan Sunggal, Kota Medan, Sumatera Utara 20128 (Bus 62, 80 m südlich, dann rechts, 100 m) Geöffnet: 24 h Notaufnahme.

Praktische Hinweise

  • Deutsches Honorarkonsulat, Jl. Abdullah Lubis No. 47 A, Medan 20154. Tel.: +62 61 415 2323 Vermittlung von Nothilfe in den Provinzen Aceh, Riau, Nord-und Westsumatra einschl. Mentawai-Inseln. Geöffnet: Mo–Fr 9:00–12:00.

Ausflüge

Toba-See

Das beliebteste Ausflugsziel ist der angenehm kühle Toba-See, 174 km von Medan entfernt. Er ist mit 1145 km² der größte Kratersee der Welt. Die gesamte Region um den Kratersee liegt auf einer Höhe von mindestens 900 Metern und hat deshalb eine angenehm kühles Klima im Vergleich zu den tropischen Temperaturen in Medan.

Bukit Lawang

  • Bukit Lawang ist eine Kleinstadt 96 km westlich am Rande des Nationalparks Gunung Leuser, der vor allem wegen der dort lebenden Orang-Utans besucht wird. Es leben dort insgesamt acht Affenarten. Von 1973 bis 2002 gab es in Bukit Lawang eine Auffangstation, in der Orang-Utans gepflegt und dann wieder ausgewildert wurden. Das Gebiet des Nationalparks darf nur mit zugelassenen Führern betreten werden. Deren Preise werden von ihrer Vereinigung einheitlich nach Dauer des Ausflugs festgelegt (2015 zahlte man etwa 500.000/Tag). Die Mindestgruppengröße ist 3. Während der Regenzeit sind Orang-Utans seltener zu sehen. Eine entsprechende touristische Infrastruktur mit Anbietern geführter Touren und eher einfachen Unterkünften hat sich gebildet. An Wochenenden kann es voll werden. Es gibt auch in Medan Anbieter von Tagestouren.

Auf dem Fluss bietet man “rafting”. Genau genommen mietet man sich den aufgeblasenen Schlauch eine LKW-Reifens und treibt hinab. Außerdem zu sehen ist eine Fledermaushöhle.

Anfahrt
Normale Busse aus Medan brauchen vom Terminal Pinang Baris nach Gotong Royong knapp vier Stunden, von dort ist es etwas mehr als ein Kilometer nach Lawang. Alternativ kann man spezielle touristische Busse nehmen, die die Strecke in drei Stunden bewältigen aber etwa vier Mal so teuer sind. Letztere fahren aber auch zum Flughafen oder direkt bis Parapat, dem Ausgangspunkt für den Toba-See.

Weitere Informationen zu Bukit Lawang.

Tangkahan

Tangkahan, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ortsteil im Nordosten Medans, ist ein in den 1990ern durch private Initiative eingerichtetes Elefantenschutzgebiet im Vorfeld des Gunung-Leuser-Nationalparks im Dorf Sei Serdang. Man kann den Dickhäutern, gegen Eintritt, beim Baden im Fluss zusehen (nicht täglich) oder auch einen Ritt auf ihnen buchen. Mehrere Unterkünfte, inkl. einem Öko-Glampingplatz, sind in unmittelbarer Nähe.

Anfahrt
Tagesausflüge aus Bukit Lawang: Zunächst 2½ Std. per Bus bis Binjai. Dort Umsteigen, nochmal 2½ Std. Fahrt. Sollte der Anschluss nicht klappen gehen Busse nach Tittamangga. Von dort kann man am Rücksitz eines Motorrads weiter kommen.

Touranbieter fahren direkt im Allrad-Fahrzeug in zwei Stunden. Solche Fahrten kosten 5-6 Mal soviel wie Busse. Ab Medan fahren vom Terminal Pinang Baris täglich nur zwei Busse am frühen Morgen, die gut vier Stunden brauchen.

Literatur

Moritz Jacobi/Mischa Loose/Christian Wachsmuth/Marc Weiglein, Stefan Loose Reiseführer E-Book Indonesien, MairDumont, 2023, S. 483 ff.; ISBN 978-3616036557.

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(Foto: The people from the Tango! project, Public domain)

Dieser Name wird von mehreren Orten verwendet. Es gibt bei Paris den Vorort Médan, bekannt wegen des Wohnhauses von Émile Zola.

Einzelnachweise

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