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This page is also in English: Georgetown (Guyana) travel guide

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(Foto: The people from the Tango! project, Public domain)

Dieser Name wird von mehreren Orten verwendet. Der Ortsname Georgetown war im britischen Kolonialreich häufig.

Georgetown (Guyana) ist die Hauptstadt Guyanas.

Hintergrund

Gegründet wurde der Ort nahe der Mündung des Demerara von englischen Kolonisten. Als das Gebiet 1782 unter französischer Verwaltung war wurde hier der „Hauptort“ eingerichtet. Beim Wiener Kongress trat Holland das inzwischen hier herrschte die Region endgültig an die Engländer ab.

Der Seawall, zugleich (ungepflegte) Promenade, schützt die Innenstadt, die in weiten Teilen unter dem Meeresspiegel liegt, vor Überflutungen. Die Innenstadt ist mehr oder weniger in viereckigen Blocks angelegt.

Stadtteile

Touristisch uninteressante Umlandgemeinden sind: Buxton Eine Siedlung der Nachfahren von in den 1850ern freigelassenen „Negersklaven“, die seit 2000 vor allem wegen hoher Kriminalität berüchtigt ist.

  • Enmore Ein vor allem von Indischstämmigen bewohntes Dorf, gegründet 1940. Victoria Hervorgegangen aus der ersten Plantage, Northbrook, die 1839 in Guyana von freigelassenen „Negersklaven“ gekauft wurde.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Cheddi Jagan International Airport (IATA: GEO; 41 km südwestlich von Georgetown bei der Ortschaft Timehri) Es gibt einen offiziell lizensierten Taxiservice, der verschiedene Orte zum Fixpreis bedient (Georgetown 5000 GYD + Maut, Shared Ride im Minibus 240 GYD).

Ogle Airport (Eugene F. Correia International Airport, ​Eugene F. Correira International Airport, ​IATA: OGL; 6 km östlich von Georgetown) Air Services Ltd. fliegt von hier verschiedene Buschpisten in Region 8 und 9, u.a. Lethem an. Internationale Flüge betreibt LIAT zu Karibikinseln sowie (Trans Guyana Airways) oder vor allem von Gum Air nach Paramaribo-Zorg en Hoop (Surinamische Touristenkarten sind an jenem Flughafen bei Ankunft nicht erhältlich.

Mit dem Bus

Nach Paramaribo gelangt man per Minibus, entweder nur bis zur Fähre über den Grenzfluss Corantijn oder durch Anbieter, die die ganze Strecke im selben Fahrzeug durchfahren (Hotelabholung oft inklusive). Abfahrt in Georgetown sehr früh morgens.

Minibusse in den Grenzort Lethem zur Weiterfahrt nach Brasilien sind 14-18 Stunden unterwegs. Die Straße ist zur Regenzeit oft nicht passierbar.

Auf der Straße

Etwa 6,5 km südlich Georgetowns kann man auf einer 1850 m langen Pontonbrücke den Fluß überqueren. Das 1976 begonnenen Bauwerk sollte nur etwa zehn Jahre in Betrieb sein, wird aber immer noch genutzt. Von hier geht die Landstraße weiter nach Parika Dort fahren die verschiedenen Fähren über den Essequibo ab.

Mit dem Schiff

Die Wiederaufnahme des Betriebs der Personenfähre M.V. Kimbia von/nach Kumaka war für „Frühjahr 2017” angekündigt und fand dann im Januar 2021 tatsächlich statt.

Mobilität

Eine Flussfähre verkehrt hinter dem Stabroek Market ab T&HD Georgetown Stelling (Endhalt Bus 32) nach Vreed en Hoop

Taxis sollten nicht herbeigewunken, sondern vor Hotels o.ä. bestiegen werden. Seit 2010 müssen alle lizensierten Taxis gelb sein, das Nummernschild beginnt mit einem „H.”

Minibusse, mit Routennummern, werden privat betrieben, sie müssen jedoch konzessioniert sein. Die meisten Linien haben ihre Endpunkte in der Nähe des Marktes.

Sehenswürdigkeiten

Rathaus (City Hall), Ave. of the Republic / Regent St. Beeindruckend anzusehen, Holzbau im Kolonialstil.

  • Umana Yana, Water St. Ein Denkmal, das der Befreiung der Sklaven gedenkt. Das Kulturzentrum bildet die übergroße Nachbildung eines Krals.
  • Demerara Harbour Bridge Bei ihrer Eröffnung 1978 war die Demerara Harbour Bridge mit 2,01 km die längste Schwimmbrücke der Welt. Heute ist sie die viertlängste, aber immer noch die längste Stahlbrücke. Die Brücke wurde von der britischen Regierung finanziert und von der Firma Thomas Storey aus Stockport, England, entworfen, gefertigt und installiert. Sie überspannt den Demerara-Fluss etwa fünf Kilometer südlich von Georgetown, der Hauptstadt Guyanas. Die 61 Spannweiten werden von 114 Pontons getragen.
  • 1763 Monument Am östlichen Ende von Brickdam im D’Urban Park steht das 1763-Denkmal. Das zehn Meter hohe Monument erinnert an den Sklavenaufstand auf der Plantage Magdelenenburg. Es wurde in England aus Bronze gegossen und 1976 in Guyana eingeweiht. Das Denkmal wurde in der Morris Singer Foundry in Basingstoke, England, unter Mitwirkung des Bauingenieurs Dr. David Klautky in einzelnen Segmenten gegossen und anschließend durch Schweißen zusammengefügt. Es ist 4,6 Meter hoch, wiegt 2267 Kilogramm und ruht auf einem 5,5 Meter hohen Sockel, der vom Architekten Albert Rodrigues entworfen wurde.
  • Sacred Heart Church, Main St, Georgetown. Tel.: +5922264805 Von Jesuiten ab 1858 mit rechteckigen Grundriss 30,5 m x 9 m gebaut, Kirche im italienische Renaissancestil nach César Castellani. Am 25. Dezember 2004 wurde nach dem Morgengottesdienstes die Kirche fast vollständig zerstört und mit 85 Millionen Dollar Spenden wieder aufgebaut. Am 7. Dezember 2015 Wiedereröffnungsgottesdienst.
  • St. George's Anglican Cathedral Ganz aus tropischem Hartholz 1892-99 gebaut, samt dem 45 m hohen Turm. Sitz des Bischofs.
  • Botanischer Garten Der integrierte Zoo war lange berühmt für seine exzellente Sammlung tropischer Vögel, vergammelt aber seit Jahren. Bei der Ecke Vlissengen Rd. / Homestretch Ave. steht das nach dem Architekten genannte Castelliani House. Nachdem es 1965-85 als Wohnsitz des Premiers diente, befindet sich nach Umbauten seit 1993 die Nationalgalerie darin. Geöffnet: 6.00-18.00.
  • National Park (Zwischen Thomas Rd. und Carifesta Ave) Der beim westlichen Ende anschließende Everest Cricket Club zeugt von der kolonialen Vergangenheit.

Museen

  • Guyana National Museum und National Library Zurückgehend auf eine 1868 begonnene Sammlung. In den 1930ern zusammen mit der Bibliothek erweitert kam es 1945 zu einem Brand der die naturhistorische Sammlung zerstörte, die jedoch bis 1951 wieder aufgebaut wurde. Am Platz vor dem Bau steht das Kriegerdenkmal des 1923 fertiggestellten Guayana Cenotaph.
  • Demerara Rum Heritage Museum (East Bank Public Road, Diamond) Die El Dorado Rum Distillery gilt als zentraler Bestandteil der guyanischen Industriegeschichte. Das Demerara Rum Heritage Museum mit Besichtigungen erklärt die komplexen Abläufe der Rumherstellung im historischen Kontext des Landes mit Fotoarchiven, Destillationsanlagen und Spezialtechnik, wie hydrostatische Druckregler der Savalle-Brennblasen.
  • Walter Roth Museum of Anthropology, 61 Main St, Georgetown, Guyana. Tel.: +592 225 8486 Das Walter Roth Museum of Anthropology ist ein Museum für Anthropologie in Georgetown. Es gilt als ältestes anthropologisches Museum in der englischsprachigen Karibik-Region. Es wurde 1974 gegründet, aber erst 1982 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Geöffnet: Mo-Fr 08:00-16:30, Sa & So Ruhetag.

Courthouse-Georgetown

(Foto: Ian Mackenzie, CC BY 2.0)

Queen Victoria vor dem Gericht

Parliament Georgetown Guyana

(Foto: Kevin Gabbert - User: (WT-shared) Kevin James at wts wikivoyage, Public domain)

Parlamentsgebäude

(Foto: David Stanley from Nanaimo, Canada, CC BY 2.0)

Walter Roth Museum of Anthropology

Guyana Botanical Gardens - Georgetown (23625575976)

(Foto: Dan Sloan, CC BY-SA 2.0)

Botanischer Garten

City Hall - Georgetown, Guyana (22872153024)

(Foto: Dan Sloan, CC BY-SA 2.0)

Rathaus – City Hall

20191121 Guyana 0048 Georgetown sRGB (49295795336)

(Foto: Dan Lundberg, CC BY-SA 2.0)

St. George's Cathedral (2019)

Airport Ogle-Correia

(Foto: Caribiana, CC BY-SA 4.0)

Ogle Airport

Central Vaidik Mandir, Georgetown, Guyana.

(Foto: J.G. de Kruijf, The Netherlands, CC0)

Der Sikh-Tempel Vaidik Mandir

Demerara Harbor Bridge, Retractable Section from Air - panoramio

(Foto: Marco Farouk Basir, CC BY-SA 3.0)

Demerara Brücke

Georgetown-Lighthouse

(Foto: John+Elaine, CC BY-SA 2.0)

Leuchtturm von Georgetown (2013)

Aktivitäten

Cricket auf Wettbewerbsebene wird nicht in den erwähnten Orten in Georgetown gespielt, sondern im Nationalstadion

  • Providence Stadium East Bank Public Rd., Südlich der Stadt, noch ein Stück weiter als die Ponton-Brücke.

Einkaufen

Stabroek Market Der 7.135 Quadratmeter großen Markt Entwürfen von Nathaniel McKay wurde am 1. November 1881 fertiggestellt und eröffnet. Das Gebäude ist im Wesentlichen eine Stahlkonstruktion, die eine Ausbreitung von Feuer im Gebäude hemmt oder verhindert. Ein markantes Merkmal des Marktes ist seine vierseitige öffentliche Uhr. Sie befindet sich 18 Meter über dem Boden im Turm des Marktes. Drei der Zifferblätter sind auf die Croal Street und die Water Street (jeweils nach Norden und Süden) ausgerichtet, das vierte zeigt auf den Demerara River und informiert die Schiffe und Boote, die an der Westfassade des Marktes anlegten, über die aktuelle Uhrzeit. Geöffnet: Mo-Sa 10:00 - 17:00 Uhr, sonntags geschlossen.

  • Fogarty's Department Store, 34-37 Water St. (Direkt hinterm Nationalmuseum) Wunderschön altmodischer Supermarkt im EG, Gemischtwaren im OG.

Der zentrale Geschäftsbezirk wird begrenzt von der Hadfield Street (im Süden), Water Street (West), Albert Street (Ost) und Middle Street (nach Norden).

Küche

  • Backyard Café, Georgetown, Rose Street. Tel.: +5926635104 Gourmet-Erlebnisse Farm-to-Table, beliebter Klassiker, Reservierungen sind unerlässlich, TV-berkannter Chefkoch Delven Adams.

Nachtleben

  • National Cultural Centre, Homestretch Avenue

Unterkunft

Manche Hotels schlagen 16% Steuer auf.

Mittel

Rima Guesthouse, 92 Middle Street. Tel.: +592 225-7401. Vergleichsweise zentral. Merkmal: WLAN. Preis: Doppel US$ 35.

  • Armoury Hotel, 62-63 Newhaven Belaire. Tel.: +592 226 6548 Preis: 4-Bett Zimmer US$ 50.
  • Ocean Spray, 46 Stanley Place Kitty Check-out: 12:00. Preis: Einzel: US$ 57, Doppel: US$ 75; m.F. inkl. tax.

Luxus

Das Ramada Georgetown Princess, ist südlich der Stadt auf dem Weg zum Nationalstadion. Das neue Guyana Marriott Hotel liegt sehr viel günstiger direkt an der Flussmündung bei Seewall. Das vor der Fertigstellung der Konkurrenz beste, dabei nur etwa halb so teure und mit zehn Stockwerken höchste Hotel des Ortes ist das Pegasus. In einer ähnlichen Preisklasse ist die Cara Lodge.

Sicherheit

„Bedingt durch die weit verbreitete Gewaltkriminalität sollte man vor allem in Georgetown, in der Gegend von Buxton, Friendship und Annandale sowie auf der Strecke zwischen Timehri (internationaler Flughafen) und Linden besondere Vorsicht walten lassen. […] Zu Vorsicht wird bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln bzw. Parks größerer Städte und Siedlungen geraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man grundsätzlich nicht mehr unterwegs sein. Während der Reise sollten Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen lassen. Es wird angeraten, wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) nur in Fotokopie mitzunehmen und die Originale im Hotelsafe zu hinterlegen.“[1]

Gesundheit

  • Georgetown Hospital, New Market St. Tel.: +592 226 2110.
  • In unmittelbarer Nähe ist die private Zahnklinik Smile Guyana, 343 Middle St. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.30-17.30, Sa. 9.00-12.00.

Praktische Hinweise

  • Hauptpost (Direkt hinter der Nationalbibliothek)
  • Campbellville Post Office, Sachibazaar St. Geöffnet: Mo.-Fr. 7.00-16.00.

Konsuln

  • Botschaft von Suriname, 54 Anirastreet, Queenstown. Tel.: +592 22 67844, +592 22 53467 Wer nach Surinam auf dem Landweg oder über den Flughafen „Paramaribo-Zorg en Hoop“ einreist erhält hier keine Touristenkarten mehr, diese sind online zu beantragen.
  • Honorarkonsul der BRD und Österreichs: Ralf Hemsing, c/o National Milling Company of Guyana Inc., Agricola, East Bank Demerara, Georgetown, Tel. +1592 233 2462 3 (wochentags 8.00-16.00 Uhr). Vorgesetzte deutsche Dienststelle ist in Port of Spain.
  • Die Schweiz unterhält ein Generalkonsulat: 300 New Garden Street, Queenstown, Georgetown ☎ + 1 592 227 3214. Vorgesetzte Dienststelle ist die Vertretung in Caracas.

Ausflüge

Kaieteur-Fälle (2007).

Kaieteur-Fälle (2007). (Foto: Merlinthewizard at English Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

  • Splashmins Fun Park (Etwa auf zwei Dritteln der Strecke zum Flughafen an der Straße Soesdyke-Linden) 2000 eröffnete Wasser-Erlebniswelt. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Campingplatz (800-2800 GD p.P.). Die Hotelpreise liegen bei US$ 60-70. Pauschalprogramme zielen vor allem auf Frischvermählte. Preis: Jahresmitgliedschaften ab 15000 GYD.
  • Zu den Kaieteur-Fällen Je nach Messung 226 oder 251 m hoher Wasserfall des Potaroflusses. Zu dem Wasserfall werden Tagestouren durch Reiseveranstalter angeboten. Es gibt in Georgetown auch Veranstalter die 4-5tägige Anmärsche zu Fuß mit Führer vermitteln. Man kann sich aber auch von Buschpiloten hinfliegen lassen. Ebenfalls sehenswert sind die weiter flussabwärts liegenden Amatuk-Fälle und Waratuk-Fälle.
  • Fort Zeelandia, Fort Island, Essequibo River Fort Zeelandia, ein Nationaldenkmal, liegt etwa 16 Kilometer (10 Meilen) von der Mündung des Essequibo-Flusses auf Fort Island entfernt, es wurde 1744 fertiggestellt und erhielt den Namen Fort Zeelandia. Fort Zeelandia galt für eine kleine Kolonie wie Essequibo als stark befestigt. Es wurde als viereckig beschrieben, mit 18–19 Kanonen und vier Wällen. Im Inneren der Festung befanden sich drei überdachte, gemauerte Redouten mit Flachdächern und Schießscharten. Außerdem gab es eine mit Palisaden versehene Wehranlage mit zwölf Kanonen und ein Waffenlager.

Einzelnachweise

  • ↑ [1] (2017-03-28)

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