Hub Nexus
Mis à jour

AuteurPas encore d'auteurLa reprendre

Quelque chose à améliorer ? Proposez une modification.

Soutien

Cette page existe aussi en Français : Dawson City : guide de voyage

Dawson City (kurz Dawson) ist eine Stadt im Yukon in Kanada.

Hintergrund

Auch wenn der berühmte Klondike-Goldrausch schon lange vorüber ist, zehrt die kleine Stadt immer noch von ihrer einstigen Berühmtheit und präsentiert sich dem Besucher mit einem einzigartigen Western-Flair.

Dawson City liegt am

Geschichte

Das legendäre Westminster Hotel aus 1898 brannte 2026 völlig ab.

Das legendäre Westminster Hotel aus 1898 brannte 2026 völlig ab. (Foto: dvs from Vermont, USA, CC BY 2.0)

In der Gegend lebten mindestens seit 9000 vor Christus die indigenen Trʼondëk Hwëchʼin. Es handelte sich um Fischer, denen der fischreiche Yukon River als Nahrungsquelle diente. Die ersten Weißen in der Region waren 1877 Landvermesser der Regierung. Die ersten Siedler kamen wegen des Bergbaus, als am 29. Mai 1896 der Klondike-Goldrausch nach der Eisschmelze am Yukon River ausbrach.1] Mehr als 7.000 Schiffe fuhren Richtung Bonanza Creek, wo am 16. August 1896 Gold gefunden wurde.[2] Konkret wurde hier das Gold am Discovery Claim durch George Carmack, Skookum Jim und Tagish Charlie entdeckt. Sie mussten rechtlich ihre Schürfrechte ([englisch: claims) genau abstecken (englisch: stake) und dem Mine Recorder’s Office in Dawson zwecks Genehmigung anmelden. Im Januar 1897 kam es zur Gründung der Goldgräbersiedlung Dawson City durch den Geschäftsmann und Goldsucher Joseph Ladue, der sich in der Gegend bereits seit 1882 aufhielt. Er benannte die Ansiedlung nach dem kanadischen Geologen George M. Dawson, der die Gegend 1887 für die Regierung kartographiert hatte. Ladue erwarb Grundstücke am Zusammenfluss von Yukon und Klondike River, ließ dort Hütten für die Goldsucher (englisch: digger) errichten und gründete ein Sägewerk. Schon bereits nach Gründung lebten in der Stadt 5.000 „Digger“, auf dem Höhepunkt des Goldbooms stieg ihre Zahl auf 30.000. In der Stadt entstanden Hotels, Kirchen, Tanzhallen, Theater, Saloons und Banken. Der Schriftsteller Jack London ließ sich hier im Oktober 1897 nieder und verarbeitete seine Erlebnisse im Roman „Ruf der Wildnis“ (englisch: Call of the Wild, 1903).

Am 13. Juni 1898 kam es zur Abspaltung des Yukon-Territoriums vom Nordwest-Territorium, und Dawson City wurde gleichzeitig zur Hauptstadt des Yukon-Territoriums erklärt. Am 6. April 1899 besichtigte eine gewisse Mary Isobel Lovejoy (mit Künstlernamen „Diamond Tooth Gertie“) die Stadt und betätigte sich mit der Organisation von Saloons. Als Tänzerin berühmt wurde „Klondike Kate“ (Kathleen Eloisa Rockwell), die im August 1900 in die Stadt kam. Die „Digger“ schürften im Jahre 1900 Gold im Wert von 22,275 Millionen US-. Im Herbst 1899 wurde die mühsame Arbeit der „Digger“ durch Schaufelrad-Bagger mit Abraumförderanlage ([englisch](https://de.wikivoyage.org/wiki/Sprachf%C3%BChrer_Englisch): dredge) erleichtert. Sie filterte den ausgehobenen Boden nach Gold, wusch es aus und beförderte den Abraum an weiter entfernte Stellen. Im Jahre 1906 durchwühlten bereits drei „Dredges“ den Boden. Die Dredge No. 4 ging im Mai 1913 in Betrieb und konnte täglich 22,68 kg Gold fördern. Sie ist 43  m lang, 20 m breit, 23 m hoch und hatte 920 PS.[3] Inzwischen wurde am 9. Januar 1902 die Stadt inkorporiert. Sie verlor jedoch schnell an Bedeutung, weil die „Dredges“ die Goldförderung beschleunigten, so dass 1907 lediglich noch Gold im Wert von 3,15 Millionen US- gefördert wurde, 1911 gab es nur noch 3013 Einwohner. Um 1940 wanderten die meisten Goldsucher in aussichtsreichere Regionen ab.

Als ab Mai 1942 der Bau des Alaska Highway auch Whitehorse erreichte und fern von Dawson City verlief, konnte sich Whitehorse zu einem wichtigen Verkehrsknoten und nachfolgend auch Wirtschafts- und Verwaltungszentrum entwickeln, während Dawson weiter schrumpfte und an Bedeutung verlor. Am 1. April 1953 wurde Dawson als Hauptstadt des Yukon von Whitehorse abgelöst.

1960 wurde der Betrieb der Dredge No. 4 eingestellt, 1966 wurde die Goldförderung wegen mangelnder Ergiebigkeit beendet.

Am 17. Mai 2026 brannte das aus 1898 stammende legendäre Westminster Hotel völlig ab. Das vollständig renovierte Hotel war bereits seit Januar 2026 wegen eines Wasserrohrbruchs und nachfolgender Überschwemmung geschlossen. Ein Wiederaufbau ist geplant.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der Dawson City Airport (IATA: YDA) ist ein kleiner Flughafen mit Schotterpiste, der 15 km östlich von Dawson liegt. Es existieren Verbindungen nach Whitehorse und (nicht ganzjährig) nach Fairbanks, Alaska.

Mit der Bahn

Es existiert keine Bahnstrecke nach Dawson.

Mit dem Bus

Husky Bus (Tel.: 867-993-3821) bietet von April bis September eine Verbindung zwischen Whitehorse und Dawson. Der Bus fährt in den Sommermonaten zwei- bis dreimal pro Woche, die einfache Fahrt kostet 109 $.
[alaskashuttle.com Alaskashuttle] fährt jeden zweiten Tag mit Mini-Bus für bis zu 8 Passagieren bei mindestens zwei Passagieren nach Whitehorse.

Auf der Straße

Per Auto/Bus ist Dawson City auf dem Klondike Highway

Yukon Highway 2

(Foto: Clorox, Public domain)

von Whitehorse zu erreichen (533 km). Er beginnt/endet in Dawson City am Ost-Ufer des Yukon River. Hier befindet sich die Dawson George Black Ferry, eine Bedarfsfähre über den Yukon River zum Top of the World Highway

Yukon Highway 9

(Foto: Clorox, Public domain)

. Am Westufer des Flusses beginnt/endet der Top of the World Highway, der über 133 km nach Alaska führt. Der Klondike Highway heißt in der Stadt auch Front Street.

Der in Dawson City endende Klondike Highway ist landschaftlich reizvoll und gut ausgebaut. Unterwegs kann nach halber Strecke (330 km) über den etwa einen Kilometer Luftlinie entfernten Five Finger Rapids Rast zur Besichtigung und zum Fotografieren gemacht werden. Kanuten bei ihrer gefährlichen Fahrt durch die Rapids wird man jedoch nur sehen, wenn man auf der Treppenanlage über Hunderte Stufen runter zum Yukon River mit dem dort auf dem Uferfelsen installierten Besichtigungspunkt geht. Diese Besichtigungstour ist mit Touristenbus nicht machbar, für Selbstfahrer jedoch schon.

Von Westen aus Tok, Alaska, über den Taylor Highway (Alaska Route ) und Top of the World Highway (Yukon Highway 9). Der Highway ist größtenteils geschottert. Der Grenzposten zwischen den USA und Kanada ist nur von Mai bis September, 09:00 bis 21:00 Uhr (Yukon-Zeit) geöffnet.

Mit dem Schiff

Seit 1955 gibt es keine Linienschifffahrt mehr, da die Schiffe nicht unter die beiden Brücken in Whitehorse und Carmacks passten. Die Strecke zwischen Whitehorse und Carmacks über rund 320 km bzw. weiter auch durch die gefürchteten Five Finger Rapids und Rink Rapids nach Dawson City über 741 km ist allerdings bei kanadischen und deutschen Kajak- und Kanufahrern beliebt. Dies ist eine Wildnis-Tour, bei der die Kanuten unterwegs nur das Dorf Carmacks zur Verpflegungsergänzung nutzen können. Mit Kanu werden für die 741 km zwischen Whitehorse und Dawson City meistens 17 - 19 Tage und mit Kajak 14 - 16 Tage gerechnet. Die meisten Kanuten fahren organisiert in Gruppen mit 6 - 10 Zweier-Booten einheimischer Bootsverleiher und Tourenveranstalter.

Sehenswürdigkeiten

Typische Scheinfassaden: Das Yukon Hotel (Mitte) und die St. Paul's Anglican Church (rechts)

Typische Scheinfassaden: Das Yukon Hotel (Mitte) und die St. Paul's Anglican Church (rechts) (Foto: Chris Shervey from Northampton, UK, CC BY 2.0)

Das Palace Grand Theatre

Das Palace Grand Theatre (Foto: Hans-Jürgen Hübner, CC BY-SA 3.0)

Bank of British North America

Bank of British North America (Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0)

Commissioner's Residence

Commissioner's Residence (Foto: 117Avenue, CC BY-SA 3.0)

Ruby's place

Ruby's place (Foto: JERRYE & ROY KLOTZ MD, CC BY-SA 3.0)

Die Gebäude sind chronologisch nach Baujahr sortiert. Die meisten haben so genannte Scheinfassaden (englisch: false fronts), bei denen die Fassade oft weit über das eigentliche Dach (meist ein einfaches Sattel- oder Pultdach) hinausragt, um das Gebäude größer, imposanter und mehrstöckiger wirken zu lassen.

Fort Herchmer der im September 1896 errichtete Gebäudekomplex ist kein klassisches Militärfort, sondern besteht aus ehemaligen Polizeigebäuden. Die Gebäude gelten als die ältesten der Stadt. Erhalten sind die Pferdeställe und das Gefängnis:

North West Mounted Police Stables ehemalige Pferdeställe der NWMP.

  • North West Mounted Police Jail 1898 erbautes Gefängnis.
  • Northern Commercial Company Warehouse 1897 erbauter Gemischtwarenladen.
  • Lowe’s Mortuary 1898 als Schmiede erbaut, danach Outfitter und dann Leichenhalle.
  • Palace Grand Theatre, 255 King Street 1899 erbaut von „Arizona Charlie“ Meadows, eines der berühmtesten Theatergebäude aus der Goldrauschära.
  • Bank of British North America, 995 Second Avenue die 1899 erbaute Bank begann in einem Zelt im Mai 1898.
  • Robert Service Cabin, 602 Eighth Avenue in der 1899 erbauten Holzhütte lebte der Dichter Robert Service von 1909 bis 1912.
  • Dawson City Telegraph Office, 512 Seventh Avenue das 1899 erbaute Telegrafenamt der Stadt, das seit 1908 als Wohnhaus dient.
  • P. Denhardt Cabin um 1900 für den Goldsucher Paul Denhardt gebautes Wohnhaus.
  • Historic Post office 1900 erbautes Postgebäude.
  • Commissioner's Residence, Front Sreet 1901 erbaute offizielle Residenz für den Kommissar von Yukon; der letzte war bis 1916 George Black.
  • Old Territorial Administration Building, 595 Fifth Avenue das 1901 erbaute Gebäude diente der Territorialverwaltung, seit 1954 das Dawson City Museum.
  • Canadian Bank of Commerce, Front Street 1901 erbautes Bankgebäude.
  • Yukon Sawmill Company Office das 1901 für das Sägewerk entstandene Verwaltungsgebäude.
  • Dawson Daily News, 123 3rd Avenue im August 1901 eröffnetes Gebäude für die städtische Zeitung.
  • Former Territorial Court House 1901 entstandenes Gebäude des Territorial-Gerichts.
  • St. Andrew's Presbyterian Church, Church Street im Dezember 1901 geweihte presbyterianische Kirche.
  • St. Paul's Anglican Church, Church St, Dawson City, YT Y0B 1G0 1902 erbaute anglikanische Kirche.
  • Harrington’s Store 1902 erbauter Gemischtwarenladen für William Harrington.
  • Ruby's Place, 233 Second Avenue 1902 erbautes Wohnhaus, wo Gäste gegen Untermiete übernachten konnten (englisch: boarding house).
  • Red Feather Saloon 1902 erbauter Saloon, der heute nur noch besichtigt werden kann. Geöffnet: bei Stadtführungen wird er geöffnet.
  • St. Mary's Catholic Church die 1897 erbaute Kirche brannte 1898 ab, die heutige Kirche stammt aus 1904.
  • SS Keno 1922 erbauter Raddampfer, der zwischen Dawson und Whitehorse auf dem Yukon River verkehrte. Seine letzte Fahrt endete am 26. August 1960 in Dawson.
  • Diamond Tooth Gertie's Gambling Hall, 1001 Fourth Ave, Dawson City, YT Y0B 1G0. Tel.: +1 867 993 55 75 befindet sich in der 1901 erbauten Arctic Brotherhood Fraternity Hall. Das Kasino und Theater wurde am 2. Juli 1971 gegründet, im Theater werden täglich drei Can-Can-Shows aufgeführt.

Museen

Dawson City Museum

Dawson City Museum (Foto: Hans-Jürgen Hübner, CC BY-SA 3.0)

  • Yukon Hotel, First Avenue 1898 erbautes erstes Hotel der Stadt, das bis 1957 unter verschiedenen Namen firmierte. Heute kein Hotelbetrieb mehr, sondern ein Museum. Geöffnet: Mai-September 10:00-19:00.
  • Dawson City Museum, 595 Fifth Ave, Dawson City, YT Y0B 1G0,. Tel.: +1 867 993 52 91, Fax: +1 867 993 58 39 1954 gegründetes Stadtmuseum mit Exponaten aus der Goldrausch-Zeit, das seit dem 1. Juli 1970 im Old Territorial Administration Building untergebracht ist. Geöffnet: Mai-September 09:00-17:00, September-Mai mo-fr 09:00-17:00. Preis: US-$ 10.
  • Jack London Museum, 600 Firth Street, Dawson City. Tel.: 867 (0)993 55 75 1968 erbaut zur Hälfte aus Holz des Winterquartiers von Jack London und der 1897 erbauten und erst 1965 entdeckten Henderson Creek Cabin. Es zeigt die Zeit seines Aufenthaltes in Dawson. Geöffnet: Juni-September 11:00-14:30. Preis: US-$ 5.
  • Dänojà Zho Cultural Centre, 1131 Front Street am 1. Juli 1998 eröffnetes indigenes Kunstmuseum. Geöffnet: Mai-September 10:00-17:00. Preis: US-$ 5.

Insgesamt werden 17 historische Gebäude geschützt und verwaltet durch Parks Canada, Dawson.

Parks

  • Minto Park

Aktivitäten

  • Discovery Days. Die Discovery Days sind ein Festival, das jährlich im August stattfindet und zahlreiche Touristen in die Stadt lockt.
  • Jährlich zum Canada-Tag am 1. Juli findet ein Festumzug (Canada Day Celebrations) statt. Bei der singt jemand aus dem Diamond Tooth Gertie's die Nationalhymne, eingerahmt von rotuniformierter RCMP, kanadischen Bundespolizisten.
  • In der sehr kleinen Siedlung indigener Tr’ondek Hwech’in (seit 2023 UNESCO-Weltkulturerbe) Moosehide (4 km flussabwärts) wird alle zwei Jahre an den geraden Jahreszahlen Ende Juli das zweitägige Moosehide Gathering veranstaltet. Das ist eine Zusammenkunft mit Musik, Gesang, Verkauf indianischer Schnitzereien und Malereien, Essen und ohne Alkohol, an der auch Weiße teilnehmen dürfen. Transport zum Fest erfolgt mit kostenlosen kleinen Motorbooten kurz vor dem Fähranleger Dawson City. Eintritt, Speisen wie Lachs aus dem Yukon River und Elchfleisch sowie Wasser und Tee sind auch kostenlos. Eine kleine Spende wird gern gesehen.

Einkaufen

Lebensmittel sind nur im

  • Dawson City General Store (1000 Front Street; 08:00-20:00) direkt am Fluss zu kaufen. Alkoholische Getränke einschließlich Bier gibt es im vergitterten Dawson City Liquor Store (895 Third Ave; mo-fr 10:00-13:00, 14:00-18:00). Daneben haben die Restaurants mit Alkohol-Lizenz eine Möglichkeit, die hier "Take out" genannt wird. Man bekommt also Bier oder Wein auch zum Mitnehmen, darf das oder den jedoch nicht in der Öffentlichkeit trinken. Geschäfte mit Goldverkauf, Souvenirs und Musikträgern gibt es entlang der sehr überschaubaren Front Street mehrere.

Küche

Pan of Gold Pizza (1075 2nd Ave; 16:00-00:00), Bonton & Company (878 3rd Ave; di+mi 08:30-15:00, do-sa auch 18:00-23:00), Aurora Inn Restaurant (im Hotel Aurora Inn; di-sa 17:00-21:00) oder Bonanza Dining Room (im El Dorado Hotel; 07:00-22:00).

Nachtleben

Diamond Tooth Gertie's Gambling Hall

Diamond Tooth Gertie's Gambling Hall (Foto: dvs from Vermont, USA, CC BY 2.0)

An erster Stelle ist zu erwähnen das Kasino und Theater Diamond Tooth Gertie's Gambling Hall (1001 4th Ave; geöffnet im Sommer 19:00-02:00, Winter 19:00-01:00) mit drei Shows täglich. Es folgen die Midnight Sun Lounge (1074 3rd Ave; do-so 21:00-02:00), Sourdough Saloon (1026 2nd Ave; 17:00-22:30) oder The Drunken Goat Taverna (950 2nd Ave; di-so 17:00-22:00).

Unterkunft

Die Webseite Booking.com findet für Dawson City lediglich 8 Unterkünfte, so dass eine Reservierung während der Hauptsaison ratsam ist.

Günstig
Klondike Kate’s Cabins (331 King Str)

  • The Bunkhouse (883 2nd Ave)

Mittel

  • El Dorado Hotel (902 3rd Ave)
  • Bonanza Gold Motel (32502 Klondike Hwy)

Teuer

  • The Downtown Hotel (1026 2nd Ave)
  • Triple J Hotel (Fifth / Queen Str)
  • Aurora Inn (736 5th Ave)

Camping

  • Gold Rush Campground (York Str / 4th Ave)

Praktische Hinweise

Visitor Information Centre (1102 Front Str; 08:00-20:00), gegenüber das

  • Northwest Territories Visitor Centre (1123 Front Str; 08:00-20:00).

Ausflüge

Der Berg

  • Midnight Dome ist 885 m hoch und bietet einen großartigen Ausblick auf die Stadt und den Zusammenfluss der beiden Flüsse. Er befindet sich 10 km nördlich der Stadt. Das am West-Ufer des Yukon River liegende West Dawson gehört verwaltungstechnisch nicht zur Stadt Dawson, sondern wird durch die Regierung von Yukon und die Tr’ondëk Hwëch’in First Nation gemeinsam verwaltet.

Die Dredge No. 4 ist eine historische Flussbaggeranlage zur Goldförderung aus dem Jahr 1913, 16 km südlich von Dawson. Führungen können bei Goldbottom Mine Tours (Tel.: 867-993-5023) gebucht werden.

Weltweit einmalig ist die Attraktion im Downtown Hotel, die hier täglich zwischen 21:00 und 23:00 Uhr gezeigt wird. Das gute Stück liegt in einer Dose. Die Aspiranten für die Aufnahme in den sehr extravaganten Klub des Sourtoe Cocktail Club haben zunächst an der Bar für 5 CAD ein spezielles hochprozentiges Getränk zu ordern. Nach weiterer Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages von 1 CAD und eventuell einer Spende erfolgt eine eingehende Belehrung, die man auch im Club-Buch zu unterzeichnen hat. Man tut sich das alles völlig freiwillig an, hat schön langsam zu trinken und die Lippen müssen das im Getränk schwimmende Stück mindestens berühren. Die Besonderheit mit der Folge äußerst unterschiedlicher Erwartungen liegt am Stück selbst - es ist ein echter abgetrennter menschlicher Zeh. Die Kuriosität wurde von Captain Dick zufällig gefunden und im Laufe der Jahre zu einer Touristenattraktion gemacht. Nach gelungener Aktion erhält man auch eine Urkunde.

Kanuten mit Passage der Five Finger Rapids (330 km von Dawson) fahren regelmäßig früh ab Carmacks Coal Mine Camp los und passieren nach etwa 36 km Fahrt auf dem Fluss die Stromschnellen zwischen 13:00 und 17:00 Uhr.

Der King Salomon's Dome liegt 32 km hinter Dawson City und kann mit einer auch im Visitor Centre buchbaren Jeep-Tour erkundet werden. Der 1.234 m hohe Berg soll die geologische Mutter allen Goldes der Gegend hier sein. Er ist nach dem sagenhaft reichen israelitischen König Salomon benannt, nicht nach dem im Yukon River schwimmenden Königslachs King Salmon. Mit dem buchstabenschluckenden Yukon-Dialekt, "Salmon" für "Salomon" zu sagen, wird man irregeführt. Vom Berg hat man Blick auf die Goldfelder am Quartz Creek und Hunker Creek und fährt an Überresten von Blockhütten deutscher Goldsucher vorbei, die beispielsweise für Namen von Goldbächen wie Bismark Creek und Bertha Creek sorgten. Die weite Sicht reicht oben bei gutem Wetter bis in die Ogilvie Mountains und zum über 125 km entfernten Tombstone Mountain. Auch angebotene Fahrradtouren auf den Berg sind kaum erquicklich, da hier eine Mückenplage herrscht.

Bei gutem Zustand der Straße um Eagle in Alaska fährt ab 15. Mai bis 15. September täglich das Katamaran-Schnellboot Yukon Queen II mit bis 109 Passagieren und eventuell zwei bis drei Kanus von Dawson City nach Eagle/Alaska (USA) und zurück. Abfahrt ab Dawson City 09:00 Uhr, Ankunft in Eagle je nach Karte 164 - 179 km um 12:30 Uhr, Ankunft wieder in Dawson City um 20:00 Uhr. Beachten, dass in Dawson City Yukon Time und in Eagle Alaska Time mit einer Stunde Unterschied gilt. Das Schnellschiff ist von Holland America Tours vorwiegend für ihre Teilnehmer einer Kreuzfahrt an der Pazifik-Küste und durch Alaska sowie das Yukon Territory eingesetzt. Die Wechsel-Busse für die Touristen müssen also die Dirty Road bis Eagle nutzen können, sonst fährt das Schiff mangels Auslastung nicht - wie 2010, als die unbefestigte Straße bei Eagle durch Erdrutsch nicht nutzbar war.

Gesundheit

In Notfällen hilft das Dawson City Medical Centre (6th Ave).

Sicherheit

Das gesamte Yukon Territory gilt für Touristen hinsichtlich der Kriminalität als sicher. Im gesamten Yukon Territory führen Einheimische wegen der Lage in der Wildnis häufig legal Langwaffen (Büchsen und Flinten) auch im Auto mit, wobei die Schusswaffen seit einer Änderung des kanadischen Waffengesetzes nach 2005 im Fahrzeug zu verdecken sind - dabei reicht eine über die Schusswaffe geworfene Decke aus. Kanadier brauchen für den Erwerb von Schusswaffen keine Erlaubnis einer kanadischen Behörde wie einer Waffenbesitzkarte oder eines Jagdscheins in Deutschland, sondern die Schusswaffe wird beim Kauf einfach nur registriert. Das Führen von Kurzwaffen (Pistole und Revolver) ist im gesamten Yukon Territory seit der Goldrausch-Zeit von 1896/97 verboten - die damalige NWMP als hiesige Polizei (Vorläufer der heutigen RCMP) wollte gesetzlose Zustände wie zu Zeiten des kalifornischen Goldrausches von 1846 und die Goldgräber-Anarchie wie an den alaskischen Küstenorten 1896/97 verhindern und hat das auch konsequent durchgesetzt.

Auch schon bei Touren an den Stadtrand und erst recht per Auto, Fahrrad, Boot oder zu Fuß durch die Wildnis ist zu beachten, dass hier Bären-Land ist. Die hier vorwiegend vorhandenen Schwarzbären sind muskelgestählte Raubtiere, die schneller rennen als der schnellste Mann auf 100 m, die Bäume in Sekunden bis in die Wipfel hochklettern und die die hier schwachen Weißtannen einfach umhauen oder schütteln, um an das lockende Futter zu gelangen.
Ausländer dürfen ihre eigene legale Langwaffe als Protection against wildlife (Schutz gegen wildlebende Tiere) einfach mit dem Flugzeug nach Kanada einführen - einer vorher bei kanadischen Behörden wie etwa der Botschaft Kanadas in Deutschland einzuholenden Erlaubnis bedarf es nicht. Dies dürfen auch deutsche Touristen wie Kanuten, Schneeschuhgänger oder Autotouristen - eine Jagdeinladung ist also nicht erforderlich. Allerdings bedarf der deutsche Bürger bei der Ausreise am deutschen Flughafen der deutschen Waffenbesitzkarte/des Jagdscheins und dem Europäischen Feuerwaffenpass für die Ausfuhr aus Deutschland. Am Flughafen in Kanada muss nur das vorher aus dem Internet geholte und ausgefüllte Formular der RCMP "Non- Resident Firearm Declaration CAFC 909" bei dem kanadischen Zollbeamten (nicht vorher!) unterzeichnet werden, die Schusswaffe wird vorgeführt und man bekommt nach Zahlung von 50,- CAD Gebühren eine Firearms licence für 60 Tage. Die Waffe muss auch persönlich wieder ausgeführt werden, darf also nicht in Kanada verkauft oder verschenkt werden. Die Langwaffe muss nach kanadischen Waffenrecht eine Lauflänge mit Kammer von mindestens 470 mm und eine feuerbereite feste Gesamtlänge von 660 mm haben. Deutsche Touristen haben zu beachten, dass der Transit einer in Kanada eingeführten Schusswaffe in die USA wie in das hier benachbarte Alaska seitens der USA verboten ist - dies gilt sowohl für Kanuten, die auf dem Yukon River weiter flussabwärts schon nur nach Eagle/Alaska als auch für Autotouristen, die auf dem Top of the World Highway von Dawson City weiter nach Tok oder Fairbanks bzw. Anchorage fahren und dies gilt auch bei Flügen, die eine Zwischenlandung wie in Fairbanks oder Anchorage oder Seattle haben. Mit Schusswaffe muss Kanada also im Non-Stop-Flug angeflogen als auch verlassen werden. Ein Waffenversand per Post (shipping) zurück nach Deutschland ist schon seitens Kanada verboten.

Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) befindet sich in 402 Front Str.

Literatur

Kerstin Auer/Andreas Srenk, Kanada Westen mit Süd-Alaska, Iwanowski's Reisebuchverlag, 2022, S. 396 ff; ISBN 978-3864574566.

Einzelnachweise

GeoData

Woher diese Seite stammt

Diese Seite wurde von Wikivoyage übernommen. „Dawson City“ aus Wikivoyage, von seinen Autorinnen und Autoren, unter CC BY-SA 4.0. Hier geändert: als Seite gesetzt; Bearbeitungslinks, Karten und Eintragsdaten weggelassen; jedes Foto unter seiner eigenen Lizenz, in der Bildunterschrift genannt.

Noch hat sie niemand geschrieben: Sie ist das Ausgangsmaterial unter einer neuen Adresse. Deshalb werden Suchmaschinen gebeten, sie zu überspringen, und niemand verdient an ihr. Sie steht zur Übernahme bereit: Übernimm sie, dann gehört sie dir – zum Umschreiben und zum Verdienen.

LanguesDeutschEnglishFrançais

Licence : CC BY-SA 4.0 · Adapté de de.wikivoyage.org

1

0

0

0

Spinner Logo

commentaires

Spinner Logo
Version: 1CC BY-SA 4.0
Ushuaia: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Cala Rajada: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Chemnitz: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Las Palmas: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Kopenhagen: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Kingman: Reiseführer