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Soutien

Kuranda ist ein Ort im Regenwald bei Cairns in Queensland / Australien.

Geschichte

In der Gegend um Kuranda lebten seit etwa 63000 vor Christus die indigenen Aborigines der Bama, Buluwai und Djabugay. Sie gründeten an der Stelle des heutigen Kuranda die Siedlung Ngunbay („Ort des Schnabeltiers“).[1] Als 1872 am

  • Palmer River Gold gefunden wurde, mussten Transportwege für den Transport durch den bisher undurchdringlichen Regenwald nach Cairns gefunden werden. Zunächst wurde aus der Siedlung Ngunbay im Jahre 1885 die europäische Ortschaft Kuranda („Flachslilie“), der Baubeginn einer Eisenbahnstrecke fand am 10. Mai 1886 in Cairns statt und umfasste drei Bauabschnitte, die eine Strecke von 75,1 km ergaben. Der erste Abschnitt bis Redlynch konnte im Oktober 1887 fertiggestellt werden, für den schwierigeren zweiten Abschnitt wurden 1500 Männer aus Irland und Italien angeheuert, die die Stoney Creek Bridge bis zum April 1890 fertigstellten. Inzwischen erfolgte 1888 die offizielle Gründung von Kuranda.

Hintergrund

Kuranda liegt mitten im primären Regenwald von Queensland (englisch: wetlands) auf einer Höhe von 357 bis 380 Metern. Die Ortschaft befindet sich in den Äußeren Tropen, die durch ganzjährig ziemlich konstant bleibende hohe Tagestemperaturen gekennzeichnet sind. Im Sommer (November bis März) liegen sie bei 32 °C tagsüber und 24 °C nachts („Tropennächte“). In den Sommer fällt gleichzeitig die Regenzeit mit monatlichen 15 Regentagen bei hoher Luftfeuchtigkeit (79 %). Zwischen Juni und September liegen die Tagestemperaturen um die 26 °C, nachts kühlt es auf 18 °C ab.

Flora und Fauna

Mit über 100 Säugetierarten hält sich der Artenreichtum in den Regenwäldern von Queensland in Grenzen (ganz Australien: 315 Arten). Hervorzuheben sind streng endemische Arten wie Kängurus, Quokkas oder Wombats. Unter den 162 Reptilienarten befinden sich die bis zu 6 m langen Leistenkrokodile und Giftschlangen wie Taipan und Todesotter. Es können bis zu 430 Vogelarten beobachtet werden, darunter viele Wasservögel wie Kormorane oder Pelikane und der flugunfähige Kasuar. Schätzungen gehen von bis zu 4000 Pflanzenarten aus, darunter alleine 925 Baumarten wie die Bunya-Araukarie, der Kauri-Baum oder der mit roten Blüten versehene Waratah.

Reisevorbereitung

Beste Reisezeit ist zwischen Juli und August bei erträglicheren Temperaturen und geringerer Regenwahrscheinlichkeit. Eine Fahrt mit der Kuranda Scenic Railway wird Teil einer Rundreise durch Australien oder Queensland sein. Wegen begrenzter Sitz-Kapazitäten ist es ratsam, den Zug 3 Monate vor Fahrtbeginn zu buchen.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der Kuranda Airport (ICAO: YKUD) ist für Kleinflugzeuge geeignet und kann vom Cairns Airport (IATA: CNS) erreicht werden.

Mit der Bahn

Historische Schmalspurbahn von Cairns nach Kuranda

Historische Schmalspurbahn von Cairns nach Kuranda (Foto: Bgabel, CC BY-SA 3.0)

Von Cairns aus fährt die 34 km lange Schmalspurbahn Kuranda Scenic Railway über Viadukte und Tunnels durch den Regenwald nach Kuranda, die abenteuerliche Strecke bietet spektakuläre Aussichten unter anderem auf die Stony Creek Falls und die Barron Gorge.

Auf der Straße

Von Cairns aus sind es 29 km auf dem gut ausgebauten, aber hier kurvenreichen National Highway .

Mit dem Bus

Der Bus fährt ebenfalls auf dem National Highway 1, benötigt für die Strecke 40 Minuten und kostet etwa 15 Euro. Fünfmal täglich zwischen 07:00 und 16:00 Uhr verbindet die Buslinie TransNorth Kuranda mit Cairns. Der Town Shuttle Bus beginnt am Kuranda Visitor Information Centre um 15:30 Uhr, legt am Rainforestation Nature Park um 15:40 Uhr einen Zwischenstopp ein und fährt dann nach Cairns mit fünf Stopps. Der Bus muss bis 14:30 Uhr vorgebucht werden, eine Barzahlung beim Fahrer ist nicht möglich.

Mobilität

Der kleine Ort lebt vom Tourismus und kann bequem zu Fuß erschlossen werden.

Sehenswürdigkeiten

Tjakupai bei einer Vorführung (Foto: Bgabel, CC BY-SA 3.0)

Birdworld verfügt über 350 einheimische Vogelarten, daneben eine Schmetterlingsfarm und ein Noctarium zur Beobachtung nachtaktiver einheimischer Tiere.

  • Tjakupai Arts Centre Das Kulturzentrum der Tjakupai-Aborigines liegt beim Caravonica Terminal. Sie bieten Vorführungen traditioneller Tänze, zeigen, wie man Feuer macht, lehren Kindern das Bumerang-Werfen und Didjeridoo-Spielen.
  • Jumrum Creek Conservation Park ein kleiner tropischer Park mit Ausblick auf den Jumrum Creek.
  • Kuranda Amphitheatre hier finden regelmäßig indigene Kulturveranstaltungen statt.
  • Kuranda Koala Gardens, 2/4 Rob Veivers Dr hier können aus nächster Nähe Koalas, Wallabies, Wombats, Schlangen und Süßwasserkrokodile beobachtet werden.
  • Barron River Bridge ist eine 1963 eröffnete und 256 Meter lange Straßenbrücke des Kennedy Highway über den Barron River. Sie wird durch eine 270 Meter lange Straßenbrücke, die 2031 fertig gestellt sein soll, ersetzt.

Aktivitäten

Stadtbesichtigung, Bootsfahrten, Ausflüge in den Regenwald.

Einkaufen

Das

  • Kuranda Village Centre bietet eine Kombination aus Märkten (Original Rainforest & Heritage Markets), Galerien, Cafés und Tierparks und liegt direkt gegenüber dem Kuranda Visitor Information Centre. Der Cornett's Supermarkets IGA befindet sich in der 16 Thooree Street und ist die ganze Woche von 07:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Küche

Das Kuranda Rainforest View Restaurant (28 Coondoo Str) bietet Pizza, australische Pasta, Burgers, Grill, Seafood, Gourmet Sandwiches und zahlreiche australische Biere sowie einen Ausblick auf den Regenwald. Portugiesische Küche gibt es im Maria Gourmet (1/7 Therwine Str). Südamerikanisches Flair bietet das La Fonda Latina (23/7 Therwine Str). Wer Sehnsucht nach deutschem Bier und deutschen Speisen hat, ist im German Tucker Kuranda (7-11 Therwine Str) gut aufgehoben.

Nachtleben

Das Nachtleben in Kuranda ist sehr begrenzt. Einen Besuch wert ist das Barron Falls Hotel (34 Coondoo Str), im australischen Englisch ist ein „Hotel“ eine Kneipe. Öffnungszeiten sind 10:00 bis 20:00 Uhr, nur Sonntag und Montag bis 18:00 Uhr.

Unterkunft

Die Webseite Booking.com listet für Kuranda 8 Unterkünfte auf, darunter das Kuranda Hotel (16 Arara Str), Tranquil Rainforest Studio (118 Myola Rd), Tropical Kuranda Modern Retreat (5A Kullaroo Close) oder die Kuranda Ngorongoro Lodge (8 Butler Drive, auf der anderen Seite des Barron River).

Camping ist auf dem Kuranda Rainforest Accomodation Park möglich.

Praktische Hinweise

Das Kuranda Visitor Information Centre (Coondoo / Therwine Str) ist die gesamte Woche zwischen 10:00 und 16:00 Uhr geöffnet.

Ausflüge

In Kuranda ermöglicht die Kuranda Riverboat eine Riverboat Cruise auf dem Barron River; mit etwas Glück kann man die flugunfähigen Kasuare sehen.

In der Nähe des Bahnhofs in Kuranda befindet sich der Skyrail Kuranda Terminal der am 31. August 1995 eröffneten Skyrail Rainforest Cableway, einer 7,5 km langen Seilbahn über den Baumkronen des tropischen Regenwalds. Die meisten Stützen wurden per Hubschrauber gesetzt, um die Umwelt zu schonen. Sie führt in luftiger Höhe über die Baumkronen des Regenwalds. Die mit einem Glasboden ausgestattete Diamond View Gondola fährt nach dem Start über zwei Zwischenstationen am Red Peak und an den grandiosen Barron Falls vorbei bis zum Smithfield Terminal, 14 km nördlich von Cairns. Die Fahrt dauert etwa 1 Stunde. Ein Kombi-Ticket ermöglicht Hin- und Rückreise mit Zug und Seilbahn. Sowohl vom Zug als auch von der Seilbahn ist das jeweils andere Transportmittel zu sehen.

Im nahen Rainforestation Nature Park werden Aboriginal-Tänze aufgeführt und Wanderungen in den Regenwald organisiert. Der Kuranda National Park ist nach der Ortschaft benannt, liegt nördlich davon und dehnt sich bis an die Küste aus. Er kann über die Black Mountain Road erreicht werden (15 km).

Sicherheit

Siehe auch: Sicher reisen

Die Sicherheit für Touristen vor Kriminalität ist in ganz Queensland sehr hoch. Weder in Cairns noch in Kuranda ist mit Vermögens- oder Gewaltdelikten gegen Touristen zu rechnen. Wer nicht geführte Ausflüge in den Regenwald unternimmt, muss vor allem auf hochgiftige Schlangen wie Taipan und Todesotter sowie auf Blutegel achten.

Gesundheit

Siehe auch: Tropenkrankheiten

Der Regenwald von Queensland ist Malaria- und Dengue-Gebiet, so dass vor Reiseantritt eine Prophylaxe erforderlich ist. Hierfür und für weitere Auskünfte ist ein tropenmedizinisch ausgebildeter Arzt zu konsultieren.

Literatur

Bianca de Loryn, Nationalparkroute Australien - Ostküste, Conbook Verlag, 4. Auflage, 2019, S. 81 ff.; ISBN 978-3958890596.

Einzelnachweise

GeoData

Woher diese Seite stammt

Diese Seite wurde von Wikivoyage übernommen. „Kuranda“ aus Wikivoyage, von seinen Autorinnen und Autoren, unter CC BY-SA 4.0. Hier geändert: als Seite gesetzt; Bearbeitungslinks, Karten und Eintragsdaten weggelassen; jedes Foto unter seiner eigenen Lizenz, in der Bildunterschrift genannt.

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