Vedi qualcosa da migliorare? Proponi una modifica.
Questa pagina è disponibile anche in Italiano: Boa Vista: guida di viaggio
Boa Vista (Roraima) ist der Hauptort des Bundesstaates Roraima in der brasilianischen Região Norte. Die Stadt ist für Reisende wichtig als Kommunikationsachse zwischen Brasilien und der Karibikküste, da die einzige befestigte Verbindung aus dem Amazonasbecken nach Norden hier durchführt. Das Umland ist tropische Savanne.
Hintergrund
Boa Vista wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Planstadt angelegt, daher ist die Anlage größtenteils schachbrettartig mit einem zentralen Platz auf den radial Straßen zulaufen. Mittelpunkt der Stadt ist daher der Park um das Denkmal der Goldsucher (Monumento ao Garimpeiro) am Praça do Centro Cívico. Bis etwa 1950 der systematische Raubbau der Ressourcen des Amazonas begann, passierte hier wenig. Zwischen 2000 und 2020 hat sich die Bevölkerungszahl mehr als verdoppelt, auch durch zahlreiche Venezolaner, die vor den Folgen der amerikanischen Wirtschaftssanktionen ihr Heimatland verlassen haben.
Anreise
- DETUR (Touristeninfo), Av. Glaycon de Paiva. 280 Centro. Tel.: +559536232365
Mit dem Flugzeug
Flughafen Boa Vista (Aeroporto International de Boa Vista-Atlas Brasil Cantanhede, IATA: BVB; 4 km außerhalb. Busse aus der Stadt stündlich) Latam, Gol, Azul aus Belém, Manaus und Brasilia. Trans Guyana Airlines aus Georgetown.
Mit dem Bus
Die Busstation (Rodoviária Internacional de Boa Vista) ist am großen Kreisverkehr. Busse aus Manaus sind in der Trockenzeit 11 Stunden unterwegs. Abfahrten zum Grenzübergang bei Pacaraima (4° 25′ 51″ N 61° 8′ 45″ W) / Santa Elena de Uairén (4° 35′ 45″ N 61° 6′ 40″ W) fahren am frühen Morgen und Nachmittag. Alternativ tagsüber auch Sammeltaxen im Terminal do Caimbé (= Terminal de Integração João Firmino Neto) nach Venezuela und Orte in die Region.
Auf der Straße
Die BR-401 (Ri. Guyana) und die BR-174 (Manaus bzw. Venezuela) treffen am großen Kreisverkehr zusammen.
Die BR-174 von Manaus nach Ciudad Guayana in Venezuela bzw. BR-401 Bonfim (3° 21′ 36″ N 59° 49′ 58″ W) / Lethem in Guyana ist die einzige Straßenverbindung Brasiliens mit seinen nördlichen Nachbarländern. Die Entfernung zur Grenze Venezuelas in Santa Elena de Uairén beträgt etwa 220 Kilometer. Zu guyanischen Grenze fährt man etwa 3 Stunden.
Mobilität
Zentraler Umsteigepunkt des Stadtverkehrs ist das Mini Terminal Rodoviário Urbano.
Sehenswürdigkeiten

Die Kathedrale Cristo Redentor, ein geschwungener Bau der 1960er ist an der Südseite des Praça do Centro Cívico. (Foto: MiltonRamon, CC BY-SA 4.0)
Papageien-Zoo (Parque Ecológico Bosque dos Papagaios) Geöffnet: 8.00-12.00, 14.00-18.00, Wochenenden nur nachm.
Aktivitäten
- Anauá Park (Parque Anauá) mit Gelegenheit zu sportlicher Betätigung u.a. Schwimmbecken, Halfpipe, auch Kart-Bahn.
- Ayrton Senna-Platz (Complexo Poliesportivo Ayrton Senna da Silva) u.a. mit Kunstrasen-Fußballplatz; mit angrenzendem „Milennium Portal“ ein großes rechteckiges Tor, das zur Feier der Jahrtausendwende gebaut wurde und von Brunnen und Park umgeben ist.
- Der Aqua Mak Park ist knapp 20 km Richtung Süden. Geöffnet ist an Wochenenden und Feiertagen 9.00-18.00 Uhr.
- EcoPark Roraima, RR-205, KM 35, Boa Vista Badeee mit Zeltplatz.
Flußstrände
- Praia da Polar
- Praia do Danilo
Einkaufen
Geschäftszentren sind zum einen der Bereich entlang der Avenida Jaime Brasil, zwischen dem Hauptplatz Richtung Fluß, zum anderen die Gegend hinterm Stadion an der
- Av. Gen. Ataíde Teive.
Casa do Artesanato, Rua Floriano Peixoto 423 (am Fluß) Kunsthandwerk. Daneben ist das kleine „Denkmal des Ameisenbären“ (Monumento Tamanduá-Bandeira).
Unterkunft
Mehrere Unterkünfte der (unteren) Mittelklasse stehen nahe beieinander an der BR-401 gegenüber der Busstation.
Gesundheit
Das Klima ist ganzjährig tropisch heiß. Die Temperaturen liegen bei nachts 24 °C, tagsüber um 32 °C mit Spitzenwerten von 40 °C August bis Dezember. Etwas Kühler ist es in der Regenzeit Mai mit Juli, dafür durch hohe Luftfeuchtigkeit um so drückender.
Es ist mit allen Tropenkrankheiten zu rechnen.
Das Krankenhaus ist direkt am großen Kreisverkehr neben der Busstation.
Praktische Hinweise
Die Vernichtung des Lebensraums der Yanomami-Indianer durch Rinderzüchter und Goldsucher wurde in Deutschland vor allen von Rüdiger Nehberg thematisiert.
Ausflüge
Steilwand des Mt. Roraima. (Foto: Photographed by Jeff Johnson., CC BY-SA 3.0)
Vor Ort lassen sich mehrägige Touren organisieren:
- Besteigung des höchsten Tafelbergs (“tepui”) der Welt dem 2880 m hohen Mount Roraima am Dreiländereck Venezuela-Brasilien-Guyana. 7-9tägige Ausflüge gibt es 2022 ab US$ 1000 pro Person. Eine gewisse Fitness ist unabdingbar. Die Landschaft auf dem Hochplateau ist ein Felslabyrinth mit vielen Schluchten. Oben herrschen gemäßigte Temperaturen.
Im nahen venezolanischen Hochland Gran Sabana gibt es über 100 dieser durch Erosion entstandenen Tafelberge und spektakuläre Wasserfälle.
Literatur
- Kanai, J Miguel ; da Silva Oliveira, Rafael: Paving (through) Amazonia: Neoliberal Urbanism and the Reperipheralization of Roraima. In: Environment and Planning A: Economy and Space (Environ Plan A), ISSN 0308-518X, Bd. 46,1 (Jan. 2014), S. 62–77, doi:10.1068/a45415 (in Englisch).
- Nehberg, Rüdiger ; Nehberg, Ruediger: Die letzte Jagd: die programmierte Ausrottung der Yanomami-Indianer und die Vernichtung des Regenwaldes. Hamburg: Kabel, 1989, ISBN 978-3-8225-0121-4; 240 Seiten.
- Schomburgk, Robert Hermann ; O. A. Schomburgk (Hrsg.): Robert Hermann Schomburgk's Reisen in Guiana und am Orinoko während der Jahre 1835-1839. Leipzig: Verlag von Georg Wigand, 1841. Reisebeschreibung des hier Anfang des 19. Jahrhunderts forschenden deutschen Botanikers.
- Dokumentarfilm: Jäger des Augenblicks – Ein Abenteuer am Mount Roraima, 2013
Weblinks
- www.boavista.rr.gov.br – Offizielle Webseite von Boa Vista (Roraima)
- 18 Jahre Kampf für die Yanomami-Indianer von Rüdiger Nehberg
GeoData
Woher diese Seite stammt
Diese Seite wurde von Wikivoyage übernommen. „Boa Vista (Roraima)“ aus Wikivoyage, von seinen Autorinnen und Autoren, unter CC BY-SA 4.0. Hier geändert: als Seite gesetzt; Bearbeitungslinks, Karten und Eintragsdaten weggelassen; jedes Foto unter seiner eigenen Lizenz, in der Bildunterschrift genannt.
Noch hat sie niemand geschrieben: Sie ist das Ausgangsmaterial unter einer neuen Adresse. Deshalb werden Suchmaschinen gebeten, sie zu überspringen, und niemand verdient an ihr. Sie steht zur Übernahme bereit: Übernimm sie, dann gehört sie dir – zum Umschreiben und zum Verdienen.
Licenza: CC BY-SA 4.0 · Tratto da de.wikivoyage.org
1
0
0
0

Commenti






