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Hamina (schwedisch: Fredrikshamn) ist eine Stadt in der Landschaft Kymenlaakso in Finnland. Die einsprachig finnische Stadt (0,3 % Schwedischsprachige) mit 19.113 Einwohnern am 31.12.2025 liegt am Königsweg, der über Wyborg nach Sankt Petersburg führt.

Hintergrund

Die Stadt am Ufer des Finnischen Meerbusens geht auf den mittelalterlichen Ort Vehkalahti/Veckelax zurück. Nach dem Verlust der Stadt Wyborg im Nordischen Krieg 1721 wurde Veckelax zur schwedischen Grenzfestung gegen Russland, erhielt den Namen Fredrikshamn und einen radial angelegten Stadtgrundriss. 1743 wurde Russland das Gebiet bis zum neuen Grenzfluss Kymijoki zugesprochen und die Stadt kam an Russland, das es 1812 nach der Annexion des Großfürstentums Finnland im Jahr 1809 mit den anderen 1721 annektierten Gebieten an Finnland übergab. Im 19. Jahrhundert verlor Hamina seine wirtschaftlich führende Stellung in der Landschaft an Kotka. 003 fusionierte Hamina mit der sei umgebenden Gemeinde Vehkalahti.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Günstig ist der 153 km entfernte internationale Flughafen Helsinki-Vantaa (IATA: HEL). Deutlich näher liegt der

Mit der Bahn

Nächstgelegener Bahnhof mit Personenverkehr in Kotka, rund 15 km entfernt.

Mit dem Bus

Expressbusse verkehren nach Helsinki, Kouvöla, Lahti, Hämeenlinna, Lappeenranta, Savonlinna und Joensuu. Busbahnhof am alten Bahnhofsgebäude.

Auf der Straße

Das Zentrum von Hamina wird von der autobahnmäßig ausgebauten Staatsstraße 7 (Europastraße 18) nördlich umgangen, die von Helsinki bis zur russischen Grenze führt und sich jenseits der Grenze als Straße A-181 über Wyborg nach Sankt Petersburg fortsetzt. Durch die Stadt führt die Regionalstraße Seututie 170. Über die Staatsstraße 26 kommt man nach Lappeenranta.

Mit dem Schiff

Der Hafen von Hamina dient hauptsächlich der Holzausfuhr. Gästehafen auf der Tervasaari-Insel.

Mobilität

Parkmöglichkeiten am Busbahnhof (Rautatienkatu) und Kauppatori, Puistokatu

Sehenswürdigkeiten

Die Stadtanlage auf einer Briefmarke aus dem Jahr 1953 (Foto: Published by Posti- ja telelaitos, Public domain)

Die lutherische Johanneskirche

Die lutherische Johanneskirche (Foto: Kymi, CC BY 3.0)

Hauptgebäude der Reserveoffiziersschule

Hauptgebäude der Reserveoffiziersschule (Foto: Pitkäkaula, CC BY-SA 3.0)

Die Stadtgestalt: Hamina wurde als Planstadt angelegt (vgl. Palmanova im Friaul): von einem achteckigen Marktplatz gehen acht Radialstraßen aus. Ein Ring um die Stadt wird von acht Bastionen mit acht dazwischen liegenden Kurtinen gebildet. Das Gebiet außerhalb der Ringstraße durfte ursprünglich aus militärischen Gründen nicht bebaut werden.

  • Rathaus (Haminan raatihuone) 1796/97 nach Plänen von Johan Brockmann errichtet, nach Brand 1843 von Carl Ludwig Engel verändert wiederaufgebaut.
  • Flaggenturm Lipputorni, Kauppatori. aus dem Jahr 1790.
  • Hauptwache. 1774 im "Petersburger Stil" erbaut.
  • Reserveoffiziersschule (Reserviupseerikoulu) Hauptgebäude von 1897/98, Manege 1831/32 von C. L. Engel, Stabsgebäude und Offizierskasino von Lohrmann.
  • Festung (Haminan linnoitus) aus dem 18. Jahrhundert mit weitgehend erhaltenen Bastionen.
  • Lutherische Kirche (Johanneksen kirkko) "eine der schönsten klassizistischen Kirchen Finnlands" (Lilius/Zeitler)
  • Orthodoxe Kirche (Apostolien Pietarin ja Paavalin kirkko), Raatihuoneentori 2, 49400 Hamina Rundkirche aus dem Jahr 1837.
  • Marienkirche (Vehkalahti) (Marian kirkko), Pikkuympyräkatu 34 aus dem 15. Jahrhundert, nach einem Brand 1828 von Carl Ludwig Engel umgebaut und um den Westturm erweitert.
  • Oolanni-Park 2021 angelegt. Preis: Eintritt frei.

Museen

  • Stadtmuseum (Haminan kaupunginmuseo), Kadettikoulunkatu 2
  • Kauppiaantalomuseo, Kasarminkatu
  • Vehkalahti-Museum (Vehkalahden kylämuseo), in Husula, ​Kuninkaantie 3, 49510 Husula

Aktivitäten

  • Militärmusikfestival „Hamina Tattoo“, alle zwei Jahre (27.7. bis 1.8.2026)

Küche

  • Ravintola Alku, Sibeliuskatu 32, Hamina 49400 Finnland. Tel.: +358 50 3079444 Geöffnet: 16:00-22:00.

Unterkunft

Ausflüge

  • Fischerdorf Tammio auf der gleichnamigen Insel im Finnischen Meerbusen mit Archipelmuseum [1]

Literatur

  • Henrik Lilius/Rudof Zeitler: Reclams Kunstführer Finnland, Reclam, Stuttgart 1985, ISBN 3-15-010334-7, S. 71–74

www.hamina.fi (en) – Offizielle Webseite von Hamina

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