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Die Wüste in Arizona ist eine den US-Bundesstaat beherrschende Landschaftsform, die das Land von von Nordwest nach Südost durchquert.
Hintergrund
Die Wüstenregion von Arizona (gelb) (Foto: Stilfehler, CC BY-SA 4.0)
Arizonas Wüste macht maximal 50 % der gesamten Landfläche des US-Bundesstaats aus mit zunehmender Tendenz (Desertifikation).1] Der Rest entfällt auf trockene [Grasflächen, semi-aride Regionen und Hochwälder. Die Wüste in Arizona setzt sich aus drei Wüstenregionen zusammen, hauptsächlich der
- Sonora-Wüste, Mojave-Wüste und der Chihuahua-Wüste. Diese Wüsten sind nicht auf Arizona beschränkt, sondern auch zu finden in benachbarten Regionen:
| Wüste | Region |
|---|---|
| Sonora-Wüste | Mexiko und Südkalifornien |
| Mohave-Wüste | Nevada , Südkalifornien und Utah |
| Chihuahua-Wüste | Mexiko |
Geschichte
Um 300 vor Christus siedelten Im Wüstengebiet die indigenen Hohokam und legten für ihren Ackerbau Bewässerungskanäle an. Weitere Stämme waren die Mogollon und Sinagua (spanisch: „ohne Wasser“). Etwa um 1400 verließen alle die Gegend, da sich möglicherweise die Dürreperioden verlängert hatten.
Am 22. April 1540 begab sich der adlige spanische Eroberer Francisco Vázquez de Coronado mit etwa 250 Soldaten auf die Suche nach den sagenumwobenen Sieben Goldstädten von Cibola. Unterwegs verkleinerte er wegen der widrigen Wüstenbedingungen seine Truppe auf 75 Mann. Dennoch wurden Speisen und Getränke mehrfach rationiert, Pferde starben. Am 5. Juli 1540 trafen die geschwächten Truppen auf indigene Zuñi bei deren Dorf Hawikuh.2] Hier kam es zum Kampf, bei dem Coronado von einem Pfeil am Fuß getroffen wurde. Sie fanden dort kein Gold, sondern nur arme Dörfer. Dieser Kampf zwischen Weißen und Indigenen war der erste auf amerikanischem Boden, dem noch viele [Kriege mit Indigenen folgen würden.
Klima, Flora und Fauna

Saguaro-Kakteen im Saguaro-Nationalpark (Foto: Jasonctillmann, CC BY-SA 4.0)
Arizonas Wüsten weisen ein trockenes (arides) Wüstenklima mit heißen Sommern und milden Wintern auf. Der Sommer beginnt im Mai und endet im September und kann Tagestemperaturen von 35 °C mit Spitzenwerten bis zu 49 °C bringen, nachts kühlt es in geringen Höhen selten unter 20 °C ab. Zwischen November und März herrschen angenehme Tagestemperaturen um die 19 °C. Es gibt im Jahr um die 300 Sonnentage mit einer täglichen Sonnenscheindauer bis zu 11 Stunden. Der einzige Niederschlag fällt im Dezember.
Mehr als 90 Arten von Säugetieren leben in Arizona, darunter Schwarzbären, Dickhornschafe, Kojoten oder Waschbären. Unter den 168 Reptilienarten befinden sich 78 Schlangenarten (darunter 13 Arten von Klapperschlangen; die höchste Dichte in den USA) und 73 Eidechsenarten. Über 3900 Arten von Pflanzen widerstehen dem ariden Klima wie die zahlreichen Sukkulenten; alleine 70 Kakteenarten wie die Charakterpflanze Saguaro-Kaktus wurden gezählt. Unter den etwa 150 Baumarten befinden sich der Palo verde (Parkinsonia florida), Eisenholz, Katzenkralle oder Mesquitebaum. Die Rinde des Palo verde ist grün und betreibt Photosynthese. Dadurch kann der Baum auch dann überleben, wenn er in Dürrezeiten seine winzigen Blätter abwirft.[3]
Anreise
Mit dem Flugzeug
Einziger Verkehrsflughafen der Region ist der Tucson International Airport (IATA: TUS) in Tucson, der 78 Verbindungen innerhalb der USA bietet und nur eine internationale nach San Salvador.
Mit dem Bus
Greyhound fährt über die Interstate Highways alle wichtigen Orte in Arizona an.
Auf der Straße
Hauptverkehrsachse ist der Interstate Highway , der aus New Mexico kommend über Tucson weiter nach Phoenix und dann Kalifornien führt. Von Tucson aus verläuft der Interstate Highway über Nogales nach Mexiko.
Mobilität
Die Wüstenregion wird von den Interstate (Phoenix ↔ Tucson), (von Yuma kommend) und (Tucson ↔ Nogales / Mexiko) durchquert.
Regionen

Pinal County: Die Geisterstadt Goldfield (Foto: Marine 69-71, CC BY-SA 4.0)
Zur Wüstenregion Arizonas werden folgende vier Countys gerechnet:
| County | Verwaltungssitz |
|---|---|
| La Paz County | Parker |
| Pima County | Tucson |
| Pinal County | Florence |
| Yuma County | Yuma |
Orte

Western-Kulisse in Old Tucson: Der Grand Palace Saloon (Foto: Domenico Convertini from Zurich, Schweiz, CC BY-SA 2.0)
Außer den als Verwaltungssitz fungierenden Orten gibt es folgende touristisch relevanten Orte:
Ajo
Sehenswürdigkeiten
Nationalparks
In Arizonas Wüsten gibt es nur den
- Saguaro National Park , einem am 1. Januar 1933 eröffneten 374 km² großen Nationalpark, dessen Kernobjekte die riesigen Kandelaberkakteen (spanisch: saguaro) sind. Die bis zu 16 m hohe Kaktussäule kann bis zu 70 cm dick werden und mehrere meist aufrecht wachsende so genannte Gelenke (Zweige) aufweisen, die erst nach 60 Jahren wachsen. Der bis zu 6 Tonnen wiegende Kaktus kann ein Alter zwischen 150 und 175 Jahren erreichen. Er speichert über 7.000 Liter Wasser und kann so mehr als ein Jahr ohne neuen Regen auskommen. Der Nationalpark ist aufgeteilt in den östlich von Tucson gelegenen Rincon Mountain District und den gegenüber westlich gelegenen Tucson Mountain District.
Weitere Ziele
Schutzgebiete
| Name | Foto | Übernachtungsorte | Was es hier zu sehen gibt |
|---|---|---|---|
| Ironwood Forest National Monument |
(Foto: Rufous-crowned Sparrow, CC BY-SA 4.0) | Tucson, Eloy | Eine Stunde nordwestlich von Tucson liegt dieser Park, dessen Landschaftsbildung u.a. von Wüsteneisenholz geprägt ist, einem Strauchgewächs aus der Familie der Schmetterlingsblütler. |
| Organ Pipe Cactus National Monument | 
(Foto: National Park Service Digital Image Archives, Public domain) | Ajo, Gila Bend | Orgelpfeifenkakteen prägen das Landschaftsbild in diesem Park, der auf halber Strecke zwischen Tucson und Yuma liegt. |
| Coronado National Memorial | 
(Foto: kallahar, CC BY 3.0) | Sierra Vista | Stätte an der mexikanischen Grenze, die an die erste Expedition des spanischen Konquistator Francisco Vásquez de Coronado (1540) in dieser Region erinnert. Gut 1½ Stunden südöstlich von Tucson. |
| Biosphere 2 |
(Foto: Colin Marquardt, Public domain) | Saddlebooke, Tucson | Forschungskomplex der University of Arizona, in der der Versuch, ein sich selbst erhaltendes Ökosystem zu schaffen, das von der Außenwelt völlig unabhängig ist, bisher leider gescheitert ist. 1 Stunde nördlich von Tucson. |
| Tumacácori National Historical Park | 
(Foto: Ammodramus, CC0) | Tubac | Geschichtspark 1 Stunde südlich von Tucson, in dem u.a. die zwei ältesten Missionskirchen des Bundesstaates zu sehen sind. |
| Yuma | 
(Foto: Pretzelpaws at English Wikipedia, CC BY-SA 3.0) | Yuma | Laut Guinness Book der Rekorde die sonnigste Stadt der Welt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, unter denen der Yuma Territorial Prison State Historic Park den obersten Rang einnimmt. Ein weiteres Must-See ist das gut 1 Stunde entfernt gelegene Castle Dome Mine Museum . |
| Yuma Territorial Prison State Historic Park |
(Foto: Ralph Hawkins, CC BY-SA 3.0) | Yuma | Das Regionsgefängnis bestand zwischen dem 1. Juli 1876 und dem 15. September 1909, das Zug- und Postkutschenräuber und Revolverhelden beherbergte. |
| Kitt Peak National Observatory | 
(Foto: Joe Parks from Berkeley, CA, CC BY 2.0) | Tucson | Astronomisches Forschungszentrum 1 Stunde südwestlich von Tucson, das u.a. das größte Sonnenteleskop der Erde beherbergt. |
| Sabino Canyon | 
(Foto: Lee Adlaf from Birmingham, AL, USA, CC BY 2.0) | Tucson | Canyon am nordöstlichen Rande von Tucson mit Wandermöglichkeiten in reizvoller Landschaft. |
| Alamo Lake State Park |
(Foto: duroc2006, CC BY-SA 2.0) | Lake Havasu City | Park an einem abgelegenen See mit Freizeitmöglichkeiten. |
| Catalina State Park | 
(Foto: https://www.flickr.com/photos/dedhed1950/, CC BY-SA 2.0) | Tucson | Park am Hang der Santa Catalina Mountains östlich von Tucson mit wundervollen Wanderwegen. |
| Kofa National Wildlife Refuge |
(Foto: Spirituscanis, CC BY-SA 3.0) | Yuma | Das am 25. Januar 1939 zum Schutz von Wüstendickhornschafen gegründete Refugium umfasst 2.693 km². |
Sonstiges
Colorado River Indian Reservation: ein Indianer-Reservat der Colorado River-Stämme mit einer Fläche von 1.119 km², das zu einem geringen Teil nach Südkalifornien hineinragt. Verwaltungssitz ist Parker.
- Old Tucson Studios: eine Filmkulisse 19 km westlich von Tucson. Die Filmproduktionsgesellschaft Columbia Pictures ließ hier bis Juli 1939 für den Western-Klassiker „Arizona“ Filmrequisiten bauen, wobei 50 Gebäude im Western-Stil der 1860er Jahre mit 350.000 Adobe-Ziegeln entstanden. Ab 1940 wurden hier über 400 Film- und TV-Produktionen mit Western-Kulisse gedreht.
- Parker Valley: Das 1067 km² große Gebiet liegt innerhalb der Sonora- und Colorado-Wüste und ragt bis in das Colorado River Indian Reservat hinein.
Nicht besucht werden kann der
- Yuma Proving Ground, ein militärisches Test- und Übungsgelände, mit 3.367 km² eines der größten Militärgelände der Welt.
Aktivitäten
Fallschirmspringen - Das Springerparadies Eloy lockt jedes Jahr die meisten Springer weltweit an. Aber auch in Casa Grande , Coolidge oder Marana nördlich von Tucson kann man springen. Hauptanbieter ist Skydive Arizona oder Phoenix Area Skydiving.
- Vergnügungsparks: In Marana gibt es den Breakers Water Park, in Tucson Funtasticks Family Fun Park, Golf N’Stuff oder Trail Dust Town.
Küche
Siehe auch: Arizona#Küche
Nachtleben
Siehe auch: Arizona#Nachtleben
Unterkünfte
Siehe auch: Arizona#Unterkünfte
Sicherheit
Siehe auch: Arizona#Sicherheit
Gesundheit
Siehe auch: Arizona#Gesundheit
Bei Wanderungen ist ausreichend Wasservorrat mitzuführen, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Eine Gefahr stellen die allgegenwärtigen Klapperschlangen dar, deren Biss potenziell lebensgefährlich sein kann. Bei sofortiger medizinischer Behandlung gibt es nur sehr selten einen tödlichen Ausgang. Begegnet man einer schleichenden und gut getarnten Klapperschlange, so soll man keinesfalls ihren Weg kreuzen, sondern ruhig den Rückweg antreten.
Literatur
- Michael A. Mares, Arizona Desert, in: Michael A. Mares (Hrsg.), Encyclopedia of Deserts, University of Oklahoma, 1999, S. 38 f.; ISBN 978-0806172293.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Michael A. Mares, Arizona Desert, in: Michael A. Mares (Hrsg.), Encyclopedia of Deserts, University of Oklahoma, 1999, S. 155 ff.
- ↑ Bernard De Voto, The Course of Empire, Mariner Books, 1980, S. 34 ff.
- ↑ Michael A. Mares, Arizona Desert, in: Michael A. Mares (Hrsg.), Encyclopedia of Deserts, University of Oklahoma, 1999, S. 38 f.
GeoData
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