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This page is also in English: South Island travel guide

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Hokitika

Südinsel von Neuseeland

Die Südinsel ist eine der beiden Hauptinseln Neuseelands, nördliches Pendant ist die Nordinsel.

Die Südinsel wird bestimmt durch die 500 Kilometer langen Southern Alps / Kā Tiritiri o te Moana, einer fast 4000 Meter hohem Gebirgskette. An der Westküste fällt diese steil zum Meer hin ab. In den Tälern wächst gemäßigter Regenwald. In den weiten Ebenen, die sich zwischen dem Gebirge und der Ostküste erstrecken, liegen unter anderem Neuseelands bekannteste Weinanbaugebiete.

Hintergrund

Die Südinsel Neuseelands ist mit 150.437 km² deutlich größer als die Nordinsel mit 113.729 km² und erreicht damit 56 % der Landfläche Neuseelands. Allerdings leben auf der Südinsel nur etwa 1 Million Einwohner im Vergleich zu 3,3 Millionen auf der Nordinsel, so dass die Bevölkerungsdichte auf der Südinsel deutlich geringer ist als auf der Nordinsel. In der Sprache der indigenen Maori ist der offizielle Name der Südinsel Te Wai-pounamu, dies bedeutet "Jadewasser". Oft wird auch der Name Te Waka-a-Māui („Kanu des Halbgottes“) benutzt. Der Ausdruck Te Wahipounamu klingt ähnlich, er bedeutet Jadeort.

Die Südinsel wird durch die 500 Kilometer lange Bergkette

Geschichte

Es wird davon ausgegangen, dass der indigene Stamm der Maori, die Waitaha iwi, zwischen 1250 und 1350 die ersten polynesischen Siedler auf der Südinsel waren.1] Zum wichtigsten indigenen Stamm der Maori wurden später die Ngāi Tahu iwi, die von der Nordinsel übersiedelten. Auf die indigenen Ngati Tumatakoriri ist der erste europäische Entdecker, der holländische Kapitän [Abel Tasman getroffen, als er am 18. Dezember 1642 in der Golden Bay landete. Bei einem Kampf mit den Maori verlor er drei Matrosen und beschloss, die Weiterfahrt anzutreten.2] Tasmans Entdeckung wurde in Europa kaum zur Kenntnis genommen. Erst 1645 benannten holländische Kartografen Tasmans Entdeckung „Nova Zeelandia“ ([niederländisch: Nieuw Zeeland) nach der niederländischen Provinz Zeeland. Ihnen war nicht bekannt, dass die Maori von „Aotearoa“ oder „Land der langen weißen Wolke“ sprachen.

Erst als James Cook am 15. Januar 1770 in Meretoto / Ship Cove an Land ging, wurde die Nachricht über Neuseeland in Europa wahrgenommen. Am 31. Januar 1770 hisste er auf der Motuara Island die englische Flagge als Symbol der Inbesitznahme für Großbritannien.3] Formal wurde Neuseeland am 6. Februar 1840 durch den [Vertrag von Waitangi zur britischen Kolonie. Mit seiner Unabhängigkeit am 25. November 1947 verlor Neuseeland den Kolonialstatus, gehört aber seit dem 11. Dezember 1931 dem Commonwealth of Nations an.

Klima, Flora und Fauna

Auf der Südinsel herrscht ein gemäßigtes, ozeanisches Klima mit mildem und sonnigem Sommer und kalten, oft frostigen Wintern. Wegen der Südlichen Alpen / Kā Tiritiri o te Moana hat die Ostküste eine hohe Luftfeuchtigkeit mit viel Regen. Im Sommer zwischen Dezember und Februar liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 20 und 30 °C, im Winter (Juni bis August) werden 2 bis 12 °C erreicht. In den Südalpen fällt im Winter viel Schnee, weshalb hier intensiv Wintersport betrieben wird. In der westlichen Küstenregion ist dagegen nicht mit Schnee zu rechnen. Schnelle Wetterumschwünge sind überall möglich. Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen der feuchten Westküste und der trockenen Ostküste.

Die Südinsel ist ziemlich artenarm. An Land gibt es drei Arten von Fledermäusen, marine Säugetiere sind Pelzrobben (kekeno), Buckelwale, Delphine und Elefantenrobben. Unter den 331 Vogelarten kann der Laie 16 Arten ohne großen Aufwand beobachten wie den flugunfähigen Kiwi (das Nationaltier des Landes, dessen Bewohner oft „Kiwis“ genannt werden), Kākāpō, den frechen Kea (der gerne Autos beschädigt) oder die seltene, wohl nur noch auf der Südinsel vorkommende Takahe.

Es gibt mindestens 8500 Pflanzenarten, die in alpine und ozeanische Flora aufgeteilt werden. Über 80 % der einheimischen Pflanzenarten kommen sonst nirgends in der Welt vor. Mehr als 300 Arten von Gänseblumen wachsen hier. Von den mindestens 215 Baumarten sind die Rimu-Harzeibe, Brauneibe (miro), Neuseeländische Warzeneibe (kahikatea) und die Steineibe (mataī) erwähnenswert. Letztere kann bis zu 28 Metern Höhe erreichen. Die Nikau-Palme ist die weltweit am südlichsten wachsende Palmenart, die noch bis Hokitika vorkommt.

Im alpinen Bereich der Südinsel gibt es wenigstens 3155 Gletscher, wobei der Haupapa / Tasman Glacier mindestens 23 km lang ist und eine Fläche von 101 km² aufweist.

| Klima von Hokitika

J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 19.6
11.8 | 20.0
12.0 | 18.7
10.3 | 16.5
8.2 | 14.3
6.1 | 12.3
4.0 | 11.9
2.9 | 12.6
4.1 | 13.9
5.9 | 15.0
7.3 | 16.4
8.7 | 18.0
10.7 |
| 211 | 204 | 184 | 203 | 246 | 267 | 183 | 243 | 221 | 273 | 197 | 301 |
| 15.8 Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C | | | | | | | | | | | |
| 7.7 Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C | | | | | | | | | | | |
| 2733 Jahresniederschlag in mm | | | | | | | | | | | |
| Quelle: WWIS | | | | | | | | | | | |

Klima von Christchurch

JFMAMJJASOND

11.9 | 21.9
11.6 | 20.3
9.6 | 17.4
6.5 | 14.3
3.7 | 11.7
1.1 | 10.9
0.6 | 12.4
2.0 | 14.8
3.9 | 16.9
6.0 | 18.9
8.0 | 21.1
10.5 |
| 36 | 43 | 46 | 44 | 58 | 58 | 65 | 62 | 41 | 49 | 46 | 47 |
| 16.9 Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C | | | | | | | | | | | |
| 6.3 Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C | | | | | | | | | | | |
| 595 Jahresniederschlag in mm | | | | | | | | | | | |
| Quelle: WWIS | | | | | | | | | | | |

Regionen

Die Südinsel Neuseelands ist in 6 offizielle Regionen unterteilt:

Canterbury

Marlborough

Otago

Southland

Tasman

West Coast

Orte

Christchurch - Ist die größte Stadt der Südinsel und verfügt über einen internationalen Flughafen, der auch aus Übersee angeflogen wird.

  • Blenheim - 29.000 Einwohner an der Ostküste
  • Dunedin
  • Greymouth - Ist die größte Stadt an der Westküste.
  • Invercargill
  • Kaikōura - Zentrum der Walbeobachtung an der Ostküste
  • Nelson
  • Picton - Fährhafen zur Nordinsel
  • Queenstown - Das Mekka des Funsports. Hier wurde das (kommerzielle) Bungeespringen erfunden. Im Winter ist Queenstown ein beliebtes Skigebiet.
  • Richmond – Hauptstadt der Region Tasman mit 17.000 Einwohnern
  • Wanaka - Ist das ruhige Pendant zu Queenstown am gleichnamigen See gelegen.

Nationalparks

Auf der Südinsel gibt es 10 Nationalparks:

Größter Nationalpark Neuseelands ist mit 12607 km² der Fiordland National Park. Der Mount Aspiring National Park, Aoraki / Mount Cook National Park, Westland Tai Poutini National Park und einige weitere kleinere Schutzgebiete bilden zusammen die

  • Te Wahipounamu World Heritage Area .

Weitere Ziele

Aus der Weinbaugegend Marlborough Wine Region stammen rund 75 % aller Weine von Neuseeland. Der Anbau begann 1973, etwa 160 Weingüter befinden sich auf der 305 km² großen Anbaufläche.

Der Lake Grassmere / Kapara Te Hau ist ein 40 km² großer Salzsee, der seit 1943 zur Salz-Gewinnung durch Verdunstung genutzt wird; die pinke Farbe entsteht durch Algen.

Der Lake Brunner / Moana ist ein 40 km² großer Bergsee mit hervorragenden Angel-Möglichkeiten.

Die Milford Road (offiziell: State Highway ) ist eine 255 km lange Panoramastraße, die von Te Anau zum Milford Sound und Fiordland-Nationalpark führt, wo sie in Piopiotahi endet.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Internationale Flughäfen sind auf der Südinsel in Christchurch ( Christchurch International Airport (IATA: CHC)) und Dunedin ( Dunedin International Airport (IATA: DUD)). Der Flughafen in Queenstown ( Queenstown Airport (IATA: ZQN)) wird hauptsächlich in der Wintersaison von Australien aus angeflogen. Ansonsten hat jede bedeutende Stadt einen nationalen Flughafen. Der Linienverkehr wird meist von kleineren regionalen Gesellschaften bedient.

Mit dem Schiff

Die Verbindung von Nord- und Südinsel über die Cook Strait erfolgt im Wesentlichen mit den Fähren von Wellington nach Picton.
Die größte Fährgesellschaft ist der Interislander. Ihre Fähren Kaitaki (bis zu 1650 Passagiere), Arahura (970) und Aratere (360) brauchen rund 3 Stunden für die Überfahrt. Für die Fahrt aus dem Hafen Wellington Harbour benötigen diese Schiffe ca. 1 Stunde, eine weitere dauert die Fahrt auf offener See, und die sehenswerte Fahrt durch den Marlborough Sound dauert nochmals 1 Stunde. Man sollte ca. 1 Stunde vor der Abfahrt im Terminal sein, Fahrzeuge besser zwei Stunden zuvor. Eine Reservierung ist online möglich und sehr zu empfehlen.

Die zweite große Fährgesellschaft ist Bluebridge. Ihre Schiffe Santa Regina und Monte Stello fassen je ca. 370 Passagiere.

Mobilität

Südinsel: Eisenbahnstrecken

Südinsel: Eisenbahnstrecken (Foto: Manu3d at English Wikipedia

( Original text: Emanuele D'Arrigo ), Public domain)

Schienenverkehr
Die dünn besiedelte Südinsel hat zwei Fernstrecken der Eisenbahn für den Personenverkehr. Der Coastal Pacific ist ein zwischen Christchurch und Picton über 348 km verkehrender Touristenzug, der an der malerischen Nordostküste entlangfährt. Der TranzAlpine fährt über 223 km quer durch die Südalpen von Christchurch (Ostküste) nach Greymouth (Westküste).

Außer den beiden obigen Strecken gibt es noch zahlreiche Bahnstrecken für Pendler und Strecken, die ausschließlich dem Gütertransport dienen. Auch gibt es noch einige wenige Nebenbahnstrecken, die sporadisch als Museumsbahnen verkehren. Gemeinsam haben sie eines: die Bahnübergänge sind meist ungesichert.

Auto/Bus
Die Südinsel wird von Nord nach Süd vom State Highway durchquert, welcher der einzige Highway in Neuseeland ist, der auf der Nord- und Südinsel verläuft und eine Länge von 2047 Kilometern aufweist. Insgesamt hat der Highway auf der Südinsel eine Streckenlänge von 988 km, das sind 48 % seiner Gesamtstrecke. Auf der Südinsel heißt der Highway auch State Highway 1South. Er beginnt im Norden der Südinsel in Picton und führt nach Blenheim (29 km), Seddon (25 km von Blenheim), Ward (21 km), Waipapa Bay (47 km), Waipara (166 km), Christchurch (58 km), Timaru (167 km), Dunedin (201 km), Clinton (121 km) und Stirling Point (153 km) im Süden. Dies ist aber nicht der südlichste Punkt der Südinsel, sondern The Southern most Point of the South Island (Waipapa Slope Point). Der nördlichste Punkt der Südinsel ist Pūponga.

Der State Highway führt von Blenheim über Nelson nach Westport, dann die Westküste entlang bis Haast und schließlich durch Southland nach Invercargill. Weitere wichtige Verbindungen sind der State Highway von Christchurch über Arthur's Pass nach Greymouth und der State Highway von Timaru über Twizel, Cromwell und Alexandra nach Balclutha. Auch wenn SH für State Highway steht, gibt es auf der Südinsel außerorts kaum Straßen mit mehr als zwei Spuren. Für Überlandfahrten sollte man mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 60 km/h als Obergrenze rechnen.

Neben den landesweit agierenden Busunternehmen unterhalten einige Firmen ihre Linien nur auf der Südinsel, so z. B. Atomic Shuttles.

Sprache

In Neuseeland gibt es drei Amtssprachen: Englisch, Maori und Neuseeländische Gebärdensprache.

Aktivitäten

Wandern (auch alpines Wandern in den Südalpen), Angeln, Bergsteigen, Bootsfahrten, Wassersport an den Küsten, Wintersport in den Südalpen.

Küche

Siehe auch: Neuseeland#Küche

Nachtleben

Siehe auch: Neuseeland#Nachtleben

Sicherheit

Siehe auch: Neuseeland#Sicherheit

Allgemein können sich Reisende auf der Südinsel sicher fühlen. Kapitalverbrechen kommen nur sehr selten vor, Taschendiebstähle haben jedoch in der letzten Zeit besonders in den Touristenhochburgen Christchurch und Queenstown leicht zugenommen.

Literatur

Dieter Wiedelmann, Neuseeland - Südinsel, via tolino media, 2022; ISBN 978-3754690376.

  • Travelink Online-Reservierung von Fähren, Bussen, Wohnmobilen

Einzelnachweise

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