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Alice Springs (Mparntwe) ist mit 40.000 Einwohnern nach Darwin die zweitgrößte Stadt des Northern Territory in Australien. Von den Einwohnern auch liebevoll „The Alice“ genannt, liegt es fast in der geographischen Mitte des Kontinents im Outback.

Hintergrund

„The Alice“ ist in der wüstenhaften und kaum besiedelten Region des Outback ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Touristenort. Vom Ort aus können die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Outback schnell erreicht werden.

Geschichte

Der Aufstieg von Alice Springs zur touristischen Metropole wurde durch die Durchquerung des australischen Kontinents von Süd nach Nord, den Bau der transaustralischen Telegrafenleitung, der Eisenbahnstrecke und eines Highways erheblich gefördert.

Der schottische Entdecker John McDouall Stuart durchquerte als erster Europäer den australischen Kontinent von Süden nach Norden.1] Er startete am 26. Oktober 1861 in [Adelaide, erreichte den Van-Diemen-Golf am 24. Juli 1862 und kehrte am 17. Dezember 1862 nach Adelaide zurück.[2] Dabei durchquerte er auch das zum Outback gehörende Red Centre.

Der Bau der transaustralischen Telegrafenleitung (englisch: Australian Overland Telegraph Line) wurde Charles Todd übertragen und begann am 15. September 1870 in Darwin. Die Leitung erreichte schließlich die Ortschaft

Am 28. Januar 1878 begann von Port Augusta aus der Bau einer Eisenbahnstrecke der South Australian Railways in Schmalspur mit dem Endziel Darwin (bis 1911: Palmerston).[4] Der letzte Abschnitt wurde am 2. August 1929 in Stuart nördlich vom heutigen Alice Springs eröffnet.[5] 1908 bestand „Stuart” aus 10 Gebäuden mit weniger als 30 Einwohnern, der Aufschwung kam 1929 nach dem Eisenbahnbau.

Um die Kabel und die Masten verlegen zu können, wurde zum Transport ein parallel zur Telegrafenleitung verlaufender Weg eingerichtet. Im Jahre 1907 wurde dieser erstmals durchgängig von einem Auto befahren.6] Die Piste wurde während des Zweiten Weltkrieges aus militärischen Gründen ausgebaut und teilweise verschoben. Bis 1944 wurde der Norden bis Alice Springs asphaltiert[7], die offizielle Eröffnung der vollständig asphaltierten und [Stuart Highway genannten Nord-Süd-Tangente fand am 24. März 1987 durch den Verkehrsminister Peter Morris statt.[8]

Seit 1933 heißt die zunächst Stuart genannte Stadt offiziell Alice Springs, benannt nach Alice Todd. Angebunden an Telegrafenleitung, Eisenbahn und Straße, entwickelte sich die Stadt schnell zum Versorgungszentrum im Outback Australiens und zum Touristenort.

Stadtteile

Touristisch relevante Stadtbezirke sind:

Alice Springs Town Centre

  • Araluen
  • Braitling
  • Ciccone
  • Desert Springs
  • East Side
  • Flynn
  • Gillen
  • Larapinta
  • Mpwetyerre
  • Sadadeen
  • Stuart.
  • The Gap

Anreise

Alice Springs - westlicher Stadtbereich (Foto: Stefano, CC BY-SA 3.0)

Mit dem Flugzeug

Qantas Airways und die Regionaltochter QantasLink sowie Virgin verbinden den

Am Flughafen stehen Taxen und Mietwagen zur Verfügung. Günstiger ist die Fahrt mit dem privaten Airport Shuttle Alice Wanderer mit Haustür-Service. Viele Unterkünfte organisieren bei Vorbuchung den Shuttle-Transport und übernehmen auch die Kosten der Hinfahrt. Um die Fahrt zum Airport muss man sich beizeiten selbst kümmern. Klassischer öffentlicher Nahverkehr existiert bis zum Airport nicht. Die sporadisch verkehrenden Busse wenden kurz außerhalb von Alice Springs und sind nicht auf die Flugzeiten abgestimmt.

Mit dem Bus

Die Busgesellschaft Greyhound Australia verbindet Alice Springs täglich mit Darwin im Norden und Adelaide im Süden. Ticketpreise Adelaide → Alice (20,5 Stunden) 255 AUD und Alice → Darwin (21,5 Stunden) 286 AUD.

Auf der Straße

Der Stuart Highway verbindet die Stadt mit dem Rest Australiens. Wer etwas mehr Zeit und ein Allradfahrzeug mitbringt, kann von Port Augusta aus den Oodnadatta Track befahren. Die Wüstenpiste verläuft parallel zum Highway, ist aber landschaftlich reizvoller. Man fährt über Maree und Oodnadatta (trockenster Ort Australiens) und gelangt schließlich wieder auf den Stuart Highway. Sollte es doch einmal geregnet haben, empfiehlt es sich nicht, die Straße mit einem normalen Straßenauto zu befahren.

Mit der Bahn

Der Luxuszug The Ghan verbindet Alice Springs mit Darwin im Norden und Adelaide im Süden. Der Zug wird meist von Touristen genutzt, da die Fahrt doch recht lange dauert.

Mobilität

Der unmittelbare Innenstadtbereich, in dem sich auch die meisten Unterkünfte befinden, ist gut zu Fuß zu erschließen. Die Busse des Public Transport befriedigen vornehmlich die Bedürfnisse der Einheimischen (insbesondere auch der Aborigines) und weniger die von Touristen. So sind es von der nächsten Bushaltestelle bis zum Alice Springs Desert Park noch über zwei Kilometer Fußweg pro Strecke. Ringlinien werden nur in einer Richtung befahren. Die Busse verkehren Montag bis Freitag bei Tageslicht, samstags fahren die letzten Busse gegen 15:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ruht der Verkehr. Dafür sind die Fahrpreise sehr günstig (3 AUD für drei Stunden, Tageskarte 7 AUD, keine Ermäßigungen für Studenten).

Trotz der teilweisen extremen Hitze ist Fahrradfahren bei Australiern durchaus beliebt, und es existieren mehrere Möglichkeiten, Fahrräder zu mieten.

Sehenswürdigkeiten

Die Alice Springs Telegraph Station

Die Alice Springs Telegraph Station (Foto: Bahnfrend, CC BY-SA 4.0)

Das Adelaide House

Das Adelaide House (Foto: Gabriele Delhey, CC BY-SA 3.0)

Die John Flynn Memorial Church

Die John Flynn Memorial Church (Foto: Bahnfrend, CC BY-SA 4.0)

Straße zum Anzac Hill

Straße zum Anzac Hill (Foto: DaHuzyBru, CC BY-SA 4.0)

Die Ormiston Gorge in den West MacDonnell Ranges

Die Ormiston Gorge in den West MacDonnell Ranges (Foto: DaHuzyBru, CC BY-SA 4.0)

Historische Gebäude
Alice Springs Telegraph Station die Telegrafenstation begann im Januar 1872, eröffnete im Juli 1872 und schloss 1932, heute ein Museum als Teil der am 5. Juni 1962 eingerichteten Alice Springs Telegraph Station Historical Reserve. Die Telegrafenstation ist das älteste Bauwerk von Alice Springs.

  • Stuart Town Gaol das 1909 erbaute Stadtgefängnis wurde 1938 geschlossen und ist heute ein Museum.
  • Adelaide House das 1926 als Hospital errichtete Gebäude fungiert heute als Museum.
  • The Old Courthouse and Residency (The Residency, Alice Springs) 1927 erbautes ehemaliges Gerichtsgebäude, beinhaltet heute die Verwaltung der Heritage Alice Springs Inc.

Kirchen und Denkmäler

  • Our Lady of the Sacred Heart Catholic Church (Our Lady of the Sacred Heart Catholic College). Tel.: +61 (0)8 8950 64 00 die erste Messe fand am 8. Dezember 1929 statt.
  • John Flynn Memorial Church, 50 Todd Street, Alice Springs NT 0870 1954 gebaute Kirche.
  • Central Australia Pioneer Memorial das im September 1957 eingeweihte Denkmal ehrt John Ross und andere Pioniere, die Zentralaustralien erforschten. Auf Ross geht die Gründung von Stuart am 17. März 1871 zurück.
  • John McDouall Stuart memorial eine im Juli 2014 eingeweihte 4 m hohe Bronze-Statue im Stuart-Park, welche die Entdeckungen des John McDouall Stuart zwischen 1860 und 1862 würdigt.

Museen

Museum of Central Australia das Museum Zentralaustraliens ist wegen geringer Besucherzahlen seit September 2025 geschlossen, wird aber umgestaltet.

  • Strehlow Research Centre Sammlung ethnografischer Bild- und Tonträger.
  • Central Australian Aviation Museum, 6 Memorial Ave, Gillen NT 0870 1941 eröffnetes Museum zur Luftfahrtgeschichte im Northern Territory.
  • National Road Transport Museum am 31. Juli 1995 eröffnet, präsentiert Oldtimer ab den 1920er Jahren und auch die Road-Trains (LKW mit maximal vier Anhängern) mit ihrer bedeutenden Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung. Benachbart ist das.
  • Old Ghan Heritage Railway and Museum ein 1981 gegründetes Eisenbahnmuseum über die Geschichte des The Ghan mit Loks und Waggons zwischen 1929 und 1980. Es liegt an der.
  • MacDonnell Siding ein 1929 für den The Ghan eröffneter Bahnhof, der bis 1980 in Betrieb war.

Schulen

  • Hartley Street School 1930 erbaute erste Schule der Stadt, heute ein Museum.
  • School of the Air, 80 Head Str 1951 gegründete Schule, die über Satelliten-basiertes Internet die weit verstreuten Schüler im Outback täglich in Form es Interactive Distance Learning unterrichtet. Der Unterricht findet bis zur unteren Sekundarstufe I statt.
  • Charles Darwin University Alice Springs Campus 1979 als Centralian College eröffneter Zweig der Charles Darwin University.

Parks und Zoos

  • Anzac Hill 608 m hoher Hügel mit großartigem Ausblick auf die Stadt. Ein Monument erinnert an die gefallenen australischen Soldaten.
  • Billy Goat Hill um den 602 m hohen Hügel wurden Ziegenherden gehalten.
  • Trevor Reid Park ein am 17. September 1955 eröffneter, 130 km² großer Park.
  • Traeger Park 1991 angelegter Sport-Komplex mit einer 7200 Zuschauer fassenden Cricket-Arena.
  • Alice Springs Reptile Centre eröffnet im Januar 2000, enthält mit 100 Reptilien in 60 Arten die größte Sammlung von Reptilien im Northern Territory.
  • Newland Park im Februar 2025 eröffneter Park für Skater, BMX-Fahrer und Basketballer.

MacDonnell Ranges

Blick vom Anzac Hill auf Alice Springs, im Hintergrund die MacDonnell Ranges

Blick vom Anzac Hill auf Alice Springs, im Hintergrund die MacDonnell Ranges (Foto: Bgabel, CC BY-SA 3.0)

Die

  • MacDonnell Ranges sind eine stark zerklüftete und Alice Springs umringende Bergkette, in der sich dauerhafte Wasserlöcher (australisch: billabongs) gebildet haben. Die Bergkette wird unterteilt in

West MacDonnell Ranges westlich von Alice Springs mit.

Tjoritja / West MacDonnell National Park ein am 30. September 1992 eröffneter, 2069 km² großer Nationalpark.

  • Simpsons Gap eine enge Felsschlucht, durch die manchmal Wasser fließt.
  • Standley Chasm eine weitere Felsschlucht, nur 9 m breit, wo die zenitale Sonne lediglich 5 Minuten auf den Boden scheint.
  • East MacDonnell Ranges (Mount Undoolya) östlich von Alice Springs befindliche Bergkette.

Trephina Gorge Nature Park 2009 eingerichtetes, 17,7 km² großes Schutzgebiet.

  • Emily Gap seit April 1872 eine Viehfarm in Form der Landpacht, seit Juli 2021 gemeinsam mit Jessie Gap unter Naturschutz gestellt.

Todd River
Der

  • Todd River ist ein 340 km langer, nicht immer wasserführender Fluss, der nach starken Regenfällen zur Überschwemmung der Landschaft beiträgt. Seine Quelle liegt bei Bond Springs in den MacDonnell Ranges im Norden von Alice Springs, er durchfließt fast das Stadtzentrum vorbei an der Alice Springs Telegraph Station und verlässt die Stadt im Süden durch das Heavitree Gap.

Brücken über den Todd River
Von den 10 städtischen Brücken über den Todd River sind erwähnenswert:

Ross Highway Bridge Brücke für den Ross Highway im Süden der Stadt.

  • Stephens Road bridge die Brücke hielt den Überschwemmungen des Todd river im Februar 2026 stand.
  • Stott Terrace bridge auch diese Brücke blieb während der Überschwemmungen des Todd river im Februar 2026 geöffnet.

Aktivitäten

Für die meisten Touristen ist Alice Springs Start- und Endpunkt einer Rundreise durch das Red Centre, insbesondere zum Uluru. Eine Vielzahl von Anbietern offerieren Ein- und Mehrtages-Touren. Flyer gibt es in jeder Unterkunft, deren Rezeption auch bei der Buchung hilft. Die Touren starten meist am frühen Morgen. Zu den Klassikern gehören die Drei-Tages-Touren mit Uluru, Kings Canyon und Übernachtung im Swag (eine robuste, wasserdichte Schlafunterlage aus Segeltuch mit integrierter Schaumstoffmatratze) unter dem Sternenhimmel. Selbst wer bisher kein geborener Camper war, wird begeistert sein.

Viele Touristen sehen Alice Springs lediglich als Zwischenstation. Die Stadt selbst hat jedoch viel zu bieten, so dass jedenfalls ein voller zusätzlicher Tag eingeplant werden sollte. Dies dient außerdem der Akklimatisierung bzw. Erholung vor und nach den teilweise anstrengenden Touren.

Am Durchbruch von Stuart Highway, Bahnlinie und Todd-River durch die MacDonnell-Ranges (Heavitree-Gap) können früh morgens und abends Fels-Kängurus beobachtet werden. Der angrenzende Camping-Platz verkauft kleine Tüten mit Futter.

Ausflüge

Südwestlich von Alice Springs befindet sich das Straßensystem des

  • Red Centre Way, über das folgende Schutzgebiete und Sehenswürdigkeiten erreicht werden können:

Die Frontier Camel Farm: im Eintrittspreis von AUD 89 pro Person inbegriffen ist ein geführter Kamelritt entlang des Todd-River, das Kamel-Museum und das Reptilien-Museum; erreichbar über den Ross Highway (von Alice Springs 6 km).

  • Lohnenswert ist ein Ausflug zum Alice Springs Desert Park, der im März 1997 angelegte Zoo und Botanische Garten zeigt die typische Wüstenflora und Fauna des Outback mit über 400 Tierarten; über den Larapinta Drive erreichbar (8 km).
  • Der West MacDonnell National Park / Tjoritja ist 2566 km² groß und über den Namatjira Drive erreichbar (9 km).
  • Der Finke Gorge National Park ist ein knapp 46 km² kleiner Nationalpark, über den Larapinta Drive erreichbar (139 km).
  • Der Kings Canyon / Watarrka National Park ist 1051 km² groß, über den Stuart Highway und die Ernest Giles Road erreichbar (298 km).
  • Der Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park , ein 1326 km² großer Nationalpark mit den Touristenmagneten Uluru (früher: Ayers Rock) und Kata Tjuṯa (Olgas), erreichbar über den Stuart Highway und den Lasseter Highway (448 km).

Bis auf den Stuart Highway und Lasseter Highway sind alle Straßen Schotterpisten, für die ein Allradfahrzeug erforderlich ist.

Einkaufen

Das

  • Camera House ist eine australische Kaufhauskette mit einer Niederlassung in Alice Springs. Populär ist das Yeperenye Shopping Centre, darin befindet sich Woolworth’s. Besuchenswert ist das Cole’s.

Küche

Kulinarische Höhepunkte sucht man in Alice Springs vergeblich. Neben der zahlreich vertretenen Systemgastronomie gibt es unter anderem die Epilogue Lounge & Rooftop Bar, ein trendiges Café, Tapas-Bar, Cocktails und gute Speisen (1/58 Todd Str). Das Barra On Todd Restaurant And Bar (34 Stodd Terrace) gehört zum Hotel Mercure Alice Springs Resort (siehe Unterkünfte), kann aber auch von nicht im Hotel gebuchten Gästen besucht werden. Der Confucius Palace Dumpling (10/63 Todd Mall) bietet chinesische Küche und die typischen Teigtaschen oder Teigkugeln (englisch: dumplings). Das Saltbush (48 Todd Mall) ist ein typisch australisches Restaurant mit Zutaten aus der Region. Das Simply Korean Restaurant (41 Gap Rd) bietet mittags und abends koreanische Küche.

Nachtleben

Sehr populär ist Bojangles Saloon & Restaurant (80 Todd Str; geöffnet donnerstags bis samstags bis 02:00 Uhr, sonst bis 22:00 Uhr) mit eiskalten Bieren, bei denen man sich die Memorabilien im Lokal ansehen kann. Der Gillen club (57 Milner Rd, Gillen) zeichnet sich durch gleichbleibende Öffnungszeiten (bis 23:30 Uhr) aus.

Etwas außerhalb südlich von Alice Springs befindet sich die Eigenbrauerei Alice Springs Brewing Co (39 Palm Circuit, Ross; geöffnet donnerstags bis samstags bis 22:00 Uhr, sonst bis 21:00 Uhr).

Unterkunft

Die Webseite Booking.com listet für Alice Springs 21 Unterkünfte aller Kategorien auf. Darunter befinden sich das Double Tree by Hilton 235 Zimmer und Suiten mit hochwertigen Möbeln und Armaturen (82 Barrett Dr), Crowne Plaza Alice Springs (93 Barrett Dr; 205 Zimmer), das Mercure Alice Springs Resort (34 Stott Terrace; 139 Zimmer) oder das Best Western Elkira Motel (65 Bath Str; 58 Zimmer). Für den kleinen Geldbeutel gibt es das Hostel Alice Lodge Backpackers (4 Mueller Str).

Praktische Hinweise

Das Alice Springs Visitor Information Centre (41 Todd Mall) ist zwischen 08:00 und 17:00 Uhr (samstags und sonntags 08:00 bis 16:00 Uhr) geöffnet. Die Australia Post befindet sich in der 33 Hartley Street.

In Alice Springs kann mit GSM-Mobiltelefonen kommuniziert werden, die sonst im Regelfall im Outback keinen Empfang haben.

Gesundheit

Das Alice Springs Hospital liegt in der 6 Gap Rd. Die Tourist-Facility des Royal Flying Doctor Service zeigt die Funktionsweise des „fliegenden Doktorservice“.

Im wüstenhaften Outback gibt es keine Tropenkrankheiten. Die Gefahr der Dehydrierung ist in der Wüstenlandschaft jedoch besonders hoch, so dass ausreichender Wasservorrat (5 Liter pro Tag/Person) mitzuführen ist. Bei großer Hitze ist jegliche Anstrengung zu vermeiden. Wenn der Körper Temperaturen über 40 °C nicht mehr regulieren kann, droht ein Hitzschlag. Die Haut ist einer extrem hohen Exposition der Sonne ausgesetzt, so dass sonnenabweisende Kleidung, Sonnenbrillen und Sonnencremes mitzuführen sind. Sehr störend und lästig sind die harmlosen, millionenfach vorhandenen Australischen Busch-Fliegen (Musca vetustissima), deren Verjagen mit der Hand vor dem Gesicht den Ausdruck des „australischen Grußes“ (englisch: Aussie salute) hervorgebracht hat. Die Australier haben hierfür den Akubra-Hut mit am Hutrand herunterhängenden Korken erfunden.

Sicherheit

Siehe auch: Sicher reisen

Das Outback weist keine erwähnenswerte Kriminalität auf. Seit der flächendeckenden Einführung des „Low Aromatic Fuel“-Benzins der Marke „Opal“ im Jahre 2005 ist die Zahl der Benzinschnüffler (englisch: petrol sniffer) unter den Aborigines stark zurückgegangen, da diese Marke kaum Aromaten enthält und beim Schnüffeln nicht zum Rausch führt. Der Benzindiebstahl aus Auto-Tanks ist deshalb kaum noch von Bedeutung. Nachts sollte man allerdings nicht alleine durch Alice Springs spazieren, da die einheimischen Aborigines häufig unangenehm auffallen und schon oft Touristen überfallen oder provoziert wurden. Rucksacktouristen sollten bei zu günstigen Unterkünften und außerhalb organisierter Campingplätze aufpassen, denn in den letzten Jahren ist es hier vermehrt zu Diebstählen gekommen.

In Australien besteht Linksverkehr. Abseits der asphaltierten Straßen sind die nur mit Allradfahrzeugen befahrbaren Schotterpisten teilweise schwer zu bewältigen und befinden sich zudem in nicht besiedelter, einsamer und gleichzeitig großflächiger Gegend. Die Pannengefahr ist hier hoch, wobei kaum mit fremder Hilfe gerechnet werden kann. Ausreichender Benzinvorrat ist einzuplanen.

Im Outback kann die Begegnung mit gut getarnten, giftigen Schlangen, Skorpionen und Spinnen Lebensgefahr bedeuten. Auch Kängurus können gefährlich werden, sind aber weithin sichtbar. Auf dem Stuart Highway und den Straßen des Red Centre Way queren sie häufig die Straße, so dass eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit eine Vollbremsung erschwert. Ein Handy nützt wegen fehlender Netzabdeckung im Outback meist nichts, Satelliten-Telefone sind erforderlich. Zur Navigation gibt es besondere offline-Karten. Bei Pannen sollte man in der Nähe des Autos bleiben, weil dies aus der Luft besser gesichtet werden kann als einzelne Personen. Braucht man dringende ärztliche Hilfe, kann der Royal Flying Doctor Service (Standort: 28 Davis Drive, Alice Springs; Tel. 08 8958 8600) kontaktiert werden.

Literatur

Steffen Albrecht, Australien mit Outback, Iwanowski's Reisebuchverlag, 12. Auflage, 2010, S. 416 ff.; ISBN 978-3933041661.

Einzelnachweise

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