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Tiruchirappalli ist eine Stadt im Osten von Tamil Nadu, die am südlichen Ufer des Flusses Kaveri liegt. Sie wird in der Praxis fast ausschließlich mit ihrem Kurznamen Trichy bezeichnet, der daher auch auf dieser Seite hauptsächlich benutzt wird. Die auf der gegenüber liegenden Kaveri-Seite sich im Norden anschließende Stadt Srirangam ist gut über mehrere Brücken mit Trichy verknüpft und beide verfügen über ein gemeinsames Nahverkehrssystem, weshalb diese Seite sowohl Trichy als auch Sriramgam umfasst.

Hintergrund

Trichy sieht über eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück und wurde bereits zu Zeiten Ashokas schriftlich erwähnt. Heute hat sie fast 1 Million (oder wie der Inder sagt: 10 Lakh) Einwohner und ist die viertgrößte Stadt in Tamil Nadu. Srirangam ist bekannt als Tempelstadt und ihr Juwel ist der riesige Tempel Sri Ranganathaswamy zu Ehren Vishnus.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Trichy verfügt über einen Flughafen.

Mit der Bahn

Der wichtigste Bahnhof ist der große Tiruchirappalli-Junction-Bahnhof. Wie der Name schon sagt, verzweigen hier Eisenbahnlinien und man kann von hier in praktisch jede Himmelsrichtung fahren. Der Bahnhof von Srirangam liegt an der Bahnlinie von Trichy Richtung Chennai.

Mit dem Bus

Trichy verfügt über einen großen, gut organisierten Überlandbusbahnhof. Er liegt nur 700 m nordwestlich von Trichy-Junction-Bahnhof und hat einige Haltestellen für Stadtbusse angeschlossen.

Mit dem Schiff

Der Kaveri ist nicht schiffbar.

Mobilität

Der Busstand Chatram ist der zentrale Omnibusbahnhof und liegt Luftlinie nur 500 m vom Burgberg entfernt, der die ganze Stadt überragt. Er ist damit zentrumsnah. Es gibt gut Anbindungen zu Fernbusbahnhof und zum Trichy-Junction-Bahnhof wie auch nach Srirangam und den Nahzielen der Umgebung.

Sehenswürdigkeiten

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

Kleiner Alexandersittich sitzt auf der Schulter des Kirtimukha (Kala) auf der Spitze des Gopuram vom Jambukeshwara-Tempel in Sriramgam

Kleiner Alexandersittich sitzt auf der Schulter des Kirtimukha (Kala) auf der Spitze des Gopuram vom Jambukeshwara-Tempel in Sriramgam (Foto: Glasreifen, CC BY-SA 4.0)

  • Ranganathaswamy-Tempel. Dies ist der riesige Haupttempel von Srirangam und schon von weitem sichtbar. Der innerste Bereich ist den Hindus vorbehalten. Das Museum ist ein kleines Devotionaliensammelsurium, geöffnet 8.00 – 13.00 Uhr + 14.00 – 18.00 Uhr. Geöffnet: 6.00 – 13.00 Uhr + 15.00 – 21.00 Uhr.
  • Shri Jambukeshwara-Tempel. 2,5 km ostsüdöstlich vom Ranganathaswamy-Tempel in Srirangam liegt der Shri Jambukeshwara-Tempel. Er ist viel kleiner als der Ranganathaswamy-Tempel. Es gibt aber einige schöne Skulpturen und es ist recht ruhig hier.
  • Lourdes-Kirche. 500 m südlich vom Busstand Chatram und wenige Meter westlich vom Wasserbecken beim Fort liegt die Lourdes-Kirche.

Burgen, Schlösser und Paläste

  • Der Burgberg von Trichy („Rock Fort“) ist eigentlich ein Tempelberg. Man erreicht ihn von Süden über eine etwas versteckte Straße, die passenderweise auch Temple Road heißt, und geht durch mehrere Tempel und an Tempeln vorbei. Recht weit oben ist der Aufgang nicht mehr überdacht. Dort sollte man den Höhlentempel aus der Pallava-Zeit nicht verpassen. Er wird von den Besuchern nicht beachtet und ist leider abgesperrt. Von außen kann man die gut erhaltenen Reliefs an den Seiten kaum sehen. Der Gipfeltempel, auf den alle Besucher zuströmen, ist ziemlich uninteressant. Leider gibt es hier keinen richtig schönen Aussichtspunkt. Westlich vom Fort ist ein großes Wasserbecken, von dem man einen guten Ausblick auf den Burgberg hat.

Museen

  • Rani Mangammal Hall. Das Government-Museum ist außer freitags jeden 2. Samstag im Monat und feiertags von 9.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Es liegt südlich vom Burgberg etwa hier: 10° 49′ 30″ N 78° 41′ 45″ O. Dieses Museum ist für eine solch bedeutende und alte Stadt ziemlich enttäuschend.

Küche

Um den Busbahnhof, insbesonere an der Südost- und der Nordost-Seite, gibt es gute, meist vegetarische Restaurants.

Mittel

  • Banana Leaf. Das Restaurant hat eine gute, auch nichtvegetarische Küche. Empfehlung: knochenfreie Hühnchenstücke in einer Knoblauchsauce mit Knoblauchnaan und dann den Gestank über Nacht ausdünsten! Das Banana Leaf liegt an der Straße, die nordöstlich am Busbahnhof vorbeiläuft, kaum 150 m in südöstliche Richtung.

Unterkunft

Um den Busbahnhof gibt es eine Vielzahl an Hotels und Lodges verschiedener Qualität.

Günstig

  • Ashoka Bhawan. Das Hotel ist gut geführt und verfügt über günstige einfache Zimmer mit kleinem Bad. Die Zimmer werden von der Innenhofseite betreten und sind recht ruhig.

Ausflüge

Der Erumbeshwarar-Tempel in Tiruverumbur (Foto: Mohan Krishnan ( talk ), CC BY-SA 3.0)

  • 20 km nordnordwestlich von Trichy liegt Thiruvellarai. Dort kann man den Pundarikakshan Perumal Temple bei 10° 57′ 23″ N 78° 40′ 3″ O besuchen. Interessant ist der unvollendete Gopuram. Hier kann man sehen, was sich normalerweise unter den vielen Stuckfiguren der südindischen Tempeltürme befindet.
  • 11 km ostsüdöstlich, direkt nördlich des NH67 bei Tiruverumbur liegt gut sichtbar der Erumbeshwarar-Shiva-Tempel auf einem kleinen Hügel bei 10° 47′ 33″ N 78° 46′ 3″ O. Es wurde an dem alten Tempel fast nichts verändert. Er wird nicht häufig besucht. Hier kann man in Ruhe die Aussicht vom kleinen Hügel genießen.
  • Etwa 40 km südöstlich liegt am Rand des kleinen Dorfes Malayadipatti ein wunderbarer kleiner Vishnu-Höhlentempel aus dem 8. bis 9. Jahrhundert am Rand eines kleinen Tümpels. Direkt daneben Siva-Tempel aus dem 8. Jahrhundert. Die Tempel stehen bei 10° 39′ 15″ N 78° 53′ 48″ O und sind per Bus erreichbar, wenngleich die Verbindungen selten sind. Die Tempel sind mittags bis 16 Uhr verschlossen.

Den Hauptteil des Pallava-Höhlentempels bildet ein auf der fünfköpfigen Schlange ruhender Vishnu mit Lakschmi zu seinen Füßen. Aber auch die anderen Darstellungen sind von guter Qualität und Erhaltung. Sogar Malereien sind noch erhalten, doch werden sie bald schwarz sein, da der Tempel als solcher (Stichwort rußende Kerzen und Ghee-Lichter) genutzt wird. Fotografieren ist leider untersagt. Der Shivatempel ist deutlich simpler und die Ergänzungen zum Pallava-Teil sind im Vijayanagar-Stil.

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Woher diese Seite stammt

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