Hub Nexus
Uppdaterad

FörfattareIngen författare änTa över den

Ser du något att förbättra? Föreslå en ändring.

Stöd

Sidan finns också på Svenska: Kerala: reseguide

Kerala ist ein indischer Bundesstaat an der Westküste Südindiens.

Hintergrund

Szene in den Backwaters

Szene in den Backwaters (Foto: https://www.flickr.com/photos/thursdaynext/, CC BY 2.0)

Der indische Bundesstat Kerala erstreckt sich von Nord nach Süd auf rund 600 km Länge zwischen dem Bundesstaat Karnataka im Norden fast bis zur Südspitze des Subkontinents am Kap Komorin. Die Berge der Westghats trennen Kerala von Tamil Nadu, und die Malabar-Küste bildet die natürliche Grenze zum Arabischen Meer. Das langgestreckte Bundesland ist dicht besiedelt, seine fruchtbaren Ebenen ermöglichen bis zu drei Reisernten im Jahr. Zwischen Kochi im Norden und Kollam im Süden erstreckt sich ein weit verzweigtes System von Seen, Flüssen, Kanälen und Lagunen. Diese Gewässer bilden die Backwaters. Sie werden intensiv landwirtschaftlich genutzt, dienen als Verkehrswege, auf denen Lastkähne und Hausboote verkehren. Auch der Tourismus hat diese malerische Landschaft für sich entdeckt.

Geschichte

Vasco da Gama beim Zamorin von Calicut (historistisches Gemälde von Veloso Salgado, 1898)

Vasco da Gama beim Zamorin von Calicut (historistisches Gemälde von Veloso Salgado, 1898) (Foto: Veloso Salgado, Public domain)

Traditionelle Fischernetze in Kochi

Traditionelle Fischernetze in Kochi (Foto: Brian Snelson, CC BY 2.0)

Die Malabarküste, an der Kerala liegt, wurde im Europa der frühen Neuzeit „Pfefferküste“ genannt, da Calicut (das heutige Kozhikode) ein wichtiges Zentrum des Gewürzhandels war. Im Jahr 1498 landete Vasco da Gama hier, der das Gewürzmonopol der Araber brechen wollte. In der Folgezeit gründeten die Portugiesen entlang der Malabarküste mehrere Kolonien (Cochin oder „Neu-Goa“, Kollam=Coulão, Kannur=Cannanore, Calicut und Kodungallur=Cranganore). Das Hinterland wurde aber weiter von einheimischen Herrschern, den Zamorinen von Calicut beherrscht. Ab 1603 versuchte die Niederländische Ostindien-Kompagnie im Verein mit den Zamorinen, die Portugiesen, deren Macht im Niedergang begriffen war, von der Malabarküste zu vertreiben, was bis 1663 letztendlich auch gelang. Bis ins 18. Jahrhundert blieben die Niederländer die wichtigste europäische Macht in der Region. Zugleich schlossen aber auch die Briten Handelsabkommen mit den Zamorinen, gründeten Niederlassungen und gewannen zunehmend an Einfluss. Nach der Invasion des benachbarten Fürstenstaats Mysore in den 1760er Jahren schwand der Einfluss der Niederländer endgültig und die Briten etablierten sich als einzige Kolonialmacht und gliederten Malabar 1802 in die Präsidentschaft Madras ein. Das südliche Travancore blieb jedoch ein autonomer Fürstenstaat unter britischem Protektorat.

Vorläufer von Kerala waren die beiden Fürstenstaaten Travancore und Cochin, die sich 1947 der in die Unabhängigkeit entlassenen Indischen Union anschlossen und 1949 zu einer Föderation vereinigten. Im Jahr 1956 wurden die Grenzen des Staats noch einmal geändert, um alle Gebiete zu vereinigen, in denen mehrheitlich Malayalam gesprochen wird. Fast 97 % der Keralesen sprechen diese Sprache. Seither heißt der Bundesstaat Kerala. Ausgenommen wurde lediglich die ehemalige französische Kolonie Mahé, in der zwar auch ganz überwiegend Malayalam gesprochen wird, die aber dem Unionsterritorium Puducherry zugeordnet wurde. Da Mahé vollständig von Kerala umgeben ist, geographisch hingegen nicht mit den übrigen Teilen Puducherrys verbunden ist, wird es dennoch mit in diesem Reiseführer abgehandelt.

Religion

Während fast alle Keralesen die gleiche Muttersprache haben, ist die Bevölkerung in religiöser Hinsicht sehr divers. 55 % sind Hindus, 27 % Muslime (vor allem im nördlichen Teil, als Erbe der einst hier ansässigen arabischen und persischen Händler) und 18 % Christen (vor allem im zentralen Teil, Distrikte Kottayam und Ernakulam). Letztere sehen sich in der Tradition des heiligen Thomas, der das Christentum Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. nach Indien gebracht haben soll. Sie feiern ihre Gottesdienste nach ähnlichen Riten wie die orientalischen Christen in Syrien und dem Irak. Ein großer Teil ist mit der römisch-katholischen Kirche uniert, erkennt also den Papst als Oberhaupt an, ein anderer Teil steht in Kommuniongemeinschaft mit der anglikanischen Kirche. Zusätzlich gibt es in Kerala auch „richtige“ Anglikaner und Katholiken des lateinischen (westeuropäischen) Ritus.

Soziales

Obwohl Kerala wirtschaftlich nicht besonders stark ist, gilt es in Fragen der sozialen Entwicklung als der Musterstaat Indiens. Alphabetisierungsrate, Lebenserwartung, Säuglingssterblichkeit und Geburtenziffer sind schon fast auf dem Niveau der „Ersten Welt“. Auch ist die Benachteiligung von Frauen viel weniger stark ausgeprägt als in anderen Teilen Indiens. Laut Transparency International ist Kerala auch der indische Bundesstaat mit der geringsten Korruption.

Orte

  • Kannur Seit dem Mittelalter wichtiger Hafen für den Überseehandel, später portugiesischer, dann niederländischer Stützpunkt
  • Kozhikode (früher: Calicut) Historische Hauptstadt Malabars und Residenz der Zamorine
  • Thrissur
  • Kodungallur
  • Kochi (früher: Cochin) Zweitgrößte Stadt Keralas; einstiger Fürstensitz, erst portugiesische, dann niederländische Kolonie; im Vorort Ernakulam Sitz des Großerzbistums der syro-malabarischen Kirche und eines römisch-katholischen Erzbistums
  • Alappuzha
  • Kottayam Zentrum der keralesischen Christen: Sitz des Katholikos der indisch-orthodoxen Kirche und des Bistums der anglikanischen Church of South India
  • Kollam
  • Thiruvananthapuram (früher: Trivandrum) Hauptstadt Keralas
  • Kovalam Bekannter Badeort an der Westküste
  • Palakkad
  • Agali Hills

Weitere Ziele

Elefanten im Periyar-Wildtierreservat (Foto: Sundar, CC BY 2.0)

  • Mahé Ehemals französische Kolonie, die Stadt ist Teil des Puducherry (Unionsterritorium)
  • Westghats Weltnaturerbe: Von den 39 Westghats-Schutzgebieten unterschiedlicher Art mit sehr hoher Biodiversität sind 19 in Kerala zu finden. In Kerala sind sie räumlich auf fünf Sub-Cluster verteilt:

Talacauvery Sub-Cluster
Aralam-Wildtierreservat

  • Nilgiri Sub-Cluster
    Silent-Valley-Nationalpark
  • New Amarambalam Waldschutzgebiet
  • Kalikavu Range-Waldschutzgebiet
  • Attapadi-Waldschutzgebiet
  • Anamalai Sub-Cluster

Eravikulam-Nationalpark

Periyar-Nationalpark

Shendurney-Wildtierreservat

Sprache

Amtssprache ist Malayalam. Die Englischkenntnisse sind im indischen Vergleich leicht überdurchschnittlich. Der Anteil der Englischsprecher wird mit 32 % beziffert.

Anreise

Begrüßung im Hafen von Cochin

Begrüßung im Hafen von Cochin (Foto: Balou46, CC BY-SA 4.0)

Aus Deutschland ist der

Mit dem Zug kann man von Bengaluru (Bundesstaat Karnataka), Salem, Erode, Tiruppur und Coimbatore (Tamil Nadu) sowie Margao (Goa) und Mangaluru (Karnataka) nach Kerala reisen. Aus Richtung Mysore kommend muss man entweder über Bengaluru oder Magaluru fahren. Aus Richtung Madurai gibt es eine Verbindung über Nagercoil in den Süden und eine über Erode ins Zentrum Keralas.

Der Hafen von Kochi ist das Ziel von Kreuzfahrtschiffen.

Mobilität

An der gesamten Küste Keralas entlang gibt es eine Eisenbahnlinie: Mangaluru – Kasaragod – Kannur – Mahé – Kozhikode – Tirur – Shoranur – Thrissur – Ernakulam (bei Kochi) – Alapphuzha – Kollam – Thiruvananthapuram. Bei Shoranur zweigt die Bahnlinie über Palakkad Richtung Coimbatore ab, sodass es auch direkte Zugverbindungen zwischen Ernakulam bzw. Kozhikode und Palakkad gibt.

Sehenswürdigkeiten

Hausboot in den Backwaters von Kerala (Foto: User: (WT-shared) Kish at wts wikivoyage, Public domain)

Basilika Santa Cruz im historischen Fort Cochin (Kochi)

Basilika Santa Cruz im historischen Fort Cochin (Kochi) (Foto: albany_tim, CC BY 2.0)

Die Hauptsehenswürdigkeit sind die Kerala Backwaters, auf denen Bootstouren von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen mit Hausbooten unternommen werden können. Kerala beherbergt außerdem einige interessante Nationalparks wie den Periyar-Nationalpark , den Eravikulam-Nationalpark und das Kumarakom-Vogelschutzgebiet. In den Bergen der Westghats, z. B. um Munnar, sind außerdem eindrückliche Teeplantagen zu bestaunen.

Die geschichtsreiche Stadt Kochi mit Überresten des portugiesischen Forts aus dem 16. Jahrhundert (mit dem Grab Vasco da Gamas), dem ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammenden Palast der Rajas und verschiedenen Tempeln und Kirchen ist einer der sehenswertesten Orte Südindiens. Weitere sehenswerte Städte mit historischem Erbe sind Kannur (historische Hafenstadt mit Ruinen des portugiesischen Forts), Mahé, Kozhikode, Trichur, Kottayam, Kollam und natürlich die Hauptstadt Thiruvananthapuram mit dem Padmanabhaswamy-Tempel.

Eine weitere Natursehenswürdigkeit sind die Steilküsten von Varkala nördlich von Thiruvananthapuram mit dem davorliegenden Varkala-Strand.

Aktivitäten

Kostümierter Theyyam-Darsteller (Foto: Mullookkaaran, CC BY-SA 3.0)

Bootsrennen mit Riesenkanus (Vallam Kali) Serie von Kanurennen mit jeweils um die 100 Paddlern pro Boot.

  • Theyyam (तेय्यम्) Einzigartiges rituelles Tanztheater der Hindus im Norden Keralas.

Klima

KochiJanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C30.530.631.131.430.829.028.128.028.329.129.830.3Ø29.8
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C23.124.225.625.925.723.923.723.924.124.124.123.4Ø24.3
Regentage im Monat2249142525211616114Σ149
https://www.iten-online.ch/klima/asien/indien/kochi.htm

GeoData

Woher diese Seite stammt

Diese Seite wurde von Wikivoyage übernommen. „Kerala“ aus Wikivoyage, von seinen Autorinnen und Autoren, unter CC BY-SA 4.0. Hier geändert: als Seite gesetzt; Bearbeitungslinks, Karten und Eintragsdaten weggelassen; jedes Foto unter seiner eigenen Lizenz, in der Bildunterschrift genannt.

Noch hat sie niemand geschrieben: Sie ist das Ausgangsmaterial unter einer neuen Adresse. Deshalb werden Suchmaschinen gebeten, sie zu überspringen, und niemand verdient an ihr. Sie steht zur Übernahme bereit: Übernimm sie, dann gehört sie dir – zum Umschreiben und zum Verdienen.

SpråkDeutschEnglishFrançaisItalianoবাংলাSvenska

Licens: CC BY-SA 4.0 · Bearbetat efter de.wikivoyage.org

1

0

0

0

Spinner Logo

Kommentarer

Spinner Logo
Version: 1CC BY-SA 4.0
**Győr** ([IPA]( [ˈɟøːr] ⓘ) ist eine Großstadt in [Ungarn]( Die Stadt hat den Spitznamen die Stadt des Wassers, oder die Stadt der Flüsse, hier münden die Raab und die Kleine Donau in die Donau. Sie ist auch eine barocke Stadt, weil der alte Teil der Stadt Dutzende von monumentalen Gebäuden und Skul
Version: 1CC BY-SA 4.0
Pittsburgh: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
Portland (Oregon): Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
**Kasan** [russisch]( Каза́нь ist eine Stadt in der [Region Wolga]( sie hat etwa 1,2 Millionen Einwohnern, je zur Hälfte Russen und Tataren. Kasan ist die Hauptstadt der Autonomen Republik [Tatarstan]( ## Hintergrund **Kasan** war seit dem 15. Jahrhundert eine bedeutende Handelsstadt und Hauptstadt
Version: 1CC BY-SA 4.0
Antigua Guatemala: Reiseführer
Version: 1CC BY-SA 4.0
**Figueres,** (Figueras auf spanisch) ist eine Stadt in [Katalonien]( ## Hintergrund Figueres liegt in der Provinz Gerona, (katalanisch: Girona) in Katalonien. Von Figueras aus ist man mit dem Pkw in 15 Minuten an den Stränden der Costa Brava. ## Anreise ### Mit dem Flugzeug Die nächstliegenden Flug