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Sevilla ist die am Fluss Guadalquivir gelegene Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Region Andalusien und die viertgrößte Stadt Spaniens.
Stadtteile

Die Viertel der Altstadt, des Casco Antiguo (Foto: Tyk, CC BY-SA 3.0)
Triana auf der rechten Flusseite und Santa Cruz hinter der Kathedrale sind die bekannteren Viertel. Die nördlichen Viertel Macarena und Norte sind Wohngegenden mit wenig Sehenswertem.
Die Gegend um Sevilla ist weitgehend flach. Zum Großraum Metropolitana de Sevilla gehören 22 Gemeinden. Das industriell geprägte Dos Hermanas, zwölf Kilometer südlich ist mit Sevilla zusammengewachsen. Das gilt ähnlich für die an sich alte Ortschaft
- Castilleja de la Cuesta, die in den 1970ern entwickelt wurde, fünf Kilometer östlich am rechten Ufer. Auch Mairena del Aljarafe ist primär Industrie- und Wohngebiet.
San José de la Rinconada ist fünfzehn Kilometer nach Norden. Achtzehn Kilometer Richtung Osten ist Alcalá de Guadaíra.
Hintergrund
Die Stadt liegt an den Ufern des langsam dahinfließenden Guadalquivir, der die Stadt in zwei Hälften teilt: östlich das Stadtzentrum von Sevilla und gegenüber der Stadtteil Triana.
Die Einwohner von Sevilla sind als „Sevillanos“ bekannt. Die Stadt des Don Juan, der Oper Carmen und des Nationaldichters Cervantes, Verfasser des „Don Quijotes” ist voller Zeugnisse der vielfältigen Kulturen und Epochen ohne dabei verstaubt zu sein. Ganz im Gegenteil, sie strotzt vor Vitalität.
Nach der Legende wurde Sevilla von Herkules gegründet. Im römischen Reich war Sevilla als Hispalis bekannt. Phönizier und Römer siedelten hier in der angeblich von Herakles gegründeten Stadt, später wurde die Stadt maurisch, damals hieß die Stadt Isbiliya (أشبيليّة).
Durch die Reconquista fiel sie an Kastilien. Sevilla erlebte seine Blütezeit nach der Entdeckung Amerikas. Von hier aus begannen Amerigo Vespucci († hier 1512) und Ferdinand Magellan ihre Entdeckungsreisen. Der Guadalquivir, im frühen 20. Jhdt. begradigt und gestaut, ist bis zum Hafen von Sevilla für Seeschiffe befahrbar, die Flussmündung bei Sanlúcar de Barrameda ist achtzig Kilometer entfernt. Der Schwerpunkt des Handels mit den spanischen Kolonien in Amerika verlagerte sich im 18. Jahrhundert von Sevilla nach Cádiz (Umzug der Casa de la Contratación dem staatlichen Handelshaus dorthin 1717), wobei beide Städte die Monopolhäfen hierfür bis 1778 blieben.
Zwei große internationale Ausstellungen fanden in Sevilla statt, die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 und die Weltausstellung Expo '92, die beide die Stadt insbesondere architektonisch nachhaltig geprägt haben und neben internationaler Bekanntheit auch zu einer erheblichen Verbesserung der Infrastruktur führten. Man bekam sieben neue Flußbrücken, 75 Kilometer Ringstraßen, eine Oper sowie den Großflughafen und den unterirdischen Bahnhof mit der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke Spaniens.
Anreise
Mit dem Flugzeug
Der Flughafen Sevilla „San Pablo“ (IATA: SVQ) liegt an der A4 13 km entfernt im Nordosten der Stadt. Er ist für die Größe und Bekanntheit Sevillas relativ klein und sehr überschaubar und verfügt neben Inlandsverbindungen nur über Flüge zu einigen westeuropäischen Metropolen und Urlaubszielen, da der Hauptanteil des Flugverkehrs in der Region über die Urlauberhochburgen an der Küste abgefertigt wird. Der heutige Flughafen wurde 1992 zur Expo eröffnet und in den 2020ern saniert, er bietet alle zu erwartenden Annehmlichkeiten der üblichen Systemgastronomie (Starbucks, Burger King) und einer Vielflieger-Lounge. Der Abflugbereich besteht aus den Bereichen A (Schengen, ohne Fluggastbrücken) und B (Schengen, mit Fluggastbrücken) sowie C (Non-Schengen, inklusive Duty Free), wobei letzterer nach der Passkontrolle über praktisch keine Annehmlichkeiten verfügt. Größte Airlines vor Ort sind die Billigfluggesellschaften Ryanair und Vueling. Airbus baut und repariert Kriegsflugzeuge am Südtteil des Flugfeldes.
Wer etwas Zeit hat und vernünftig essen möchte gehe vom Ausgang 250 Meter nach rechts zum Kreisverkehr und dann weitere hundert Meter (linker Hand) zum Imbiß Venta Hnos. Molina, wo man um 4.30 Uhr öffnet.
Mit Stand 2023 flogen folgende Airlines Sevilla aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:
Austrian Airlines aus Wien (saisonal)
- Edelweiss Air aus Zürich
- Lufthansa aus Frankfurt am Main und München
- Ryanair aus Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Karlsruhe/Baden-Baden und Wien sowie saisonal aus Nürnberg und Weeze
Von weiteren deutschsprachigen Flughäfen gibt es Verbindungen mit Iberia und Umsteigen in Madrid sowie deren Schwester Vueling via Barcelona, wobei hier nicht immer gute Wartezeiten einzuplanen sind.
Flughafentransfer
Vom Flughafen kommt man täglich von 04.30 Uhr bis 00:05 Uhr, je nach Tageszeit 2-4 mal pro Stunde, mit dem Bus der Linie EA (
- Especial Aeropuerto) zu den wichtigsten Umsteigeknoten in der Stadt, unter anderem dem Bahnhof Santa Justa und dem Busbahnhof Plaza de Armas (Dauer je nach Verkehr ca. 40 Minuten). Auf der Strecke gilt ein Sondertarif von € 6 (€ 8 Tagesrückfahrt). (Stand: Sep 2026)
Taxis in die Stadt haben einen Festpreis der Tarifzone 4 (2026: 7–21 Uhr € 26), das Erheben von Zuschlägen für Gepäck, Nachtfahrten etc. ist offiziell verboten, siehe hier. Auch die lokalen Fahrdienstleister Cabify, Uber und Bolt dürfen den Flughafen anfahren.
Aeródromo La Juliana (ICAO: LEJU), Camino Real, 41110 Villa Manrique, Sevilla. Tel.: +34955990447 Dient der allgemeinen Luftfahrt. Man hier Fallschirmsprünge im Huckepack u.ä. bei Skydive buchen. Preis: Tandemsprung ca. € 250.
Jerez de la Frontera
Oft preisgünstiger ist als Alternative ein Flug ins nahe gelegene Jerez de la Frontera, das in der Hauptsaison im Sommer von Urlaubsfliegern ab mehreren großen deutschen Flughäfen direkt bedient wird. Von dort aus kann man Sevilla bequem mit Bus oder Bahn erreichen.
Mit der Bahn

Der Hauptbahnhof, Sevilla Santa Justa (Foto: Steven Lek, CC BY-SA 4.0)
Von Madrids wichtigstem Bahnhof Atocha (gesprochen Atotscha) fährt etwa stündlich der Hochgeschwindigkeitszug AVE (vergleichbar mit dem deutschen ICE) der Spanischen Eisenbahn RENFE, der Sevilla in nur 2½ Stunden erreicht (Hin- und Rückfahrt ab 60 € bei frühzeitiger Buchung). Daneben verkehren andere Renfe-Züge und Hochgeschwindigkeitszüge des Bahnunternehmens Iryo. Für alle Zugabfahrten von Atocha aus gilt: man muss zunächst eine Sicherheitsschleuse passieren, um in die Bahnhofhalle zu kommen. Daher muss man zusätzliche Zeit zum Erreichen des Zuges einplanen. Das Gleis, an dem der Zug abfährt, lässt sich ab ca. einer halben Stunde vor Abfahrt an Displays ablesen. Für den Zugang zum Gleis muss man noch das Ticket vorweisen, und dafür mitunter nochmal Schlange stehen. Umgekehrt gilt für Reisen von Sevilla nach Madrid dasselbe, jedoch finden die erste Ticketkontrolle beim Zugang zum Gleis und die Gepäck- und Personenkontrolle in Sevilla auf dem Bahnsteig statt.
Zweimal pro Tag gibt es auch eine direkte AVE-Verbindung von Barcelona nach Sevilla (5½ Std.) sowie mehrmals täglich die etwas langsameren Avant von/nach Málaga. Alle Fernzüge Richtung Osten halten zudem in Córdoba. Zudem gibt es regelmäßig RENFE Media Distancia-Züge (eine Art hochwertiger Regionalexpress) zwischen Sevilla, Jerez de la Frontera und Cádiz. Letztere Stadt erreicht man auch mit vier Alvia-Zugpaaren aus Madrid, die in Majarabique umgespurt werden. Zu beachten ist, dass viele Verbindungen aufgrund der in Spanien obligatorischen Reservierungspflicht insbesondere im Sommer und am Wochenende ausgebucht sein können - frühe Planung empfiehlt sich.
Auch iryo (6 tgl) und Oigo España (4 tgl.) verbinden, in jeweils 2¾ Std. und Zwischenhalt in Cordoba, inzwischen mit hoher Geschwindigkeit. Dabei gilt die übliche, unseriöse Praxis der „dynamischen Preisgestaltung.“
Der Hauptbahnhof von Sevilla ist der 1991 errichtete, moderne und imposante Bahnhof Santa Justa (Avda de Kansas City), östlich der Altstadt. Von dort sind es 15 Minuten zu Fuß in die Altstadt, es fahren diverse Buslinien dort ab, und es gibt eine Station für Leih-Fahrräder SERVICI (10 € Grundtarif, erste 30 Minuten frei; Registrierung nur mit Kreditkarte). Der Bahnhof ist auch Haltestelle für Nahverkehrszüge in die Umgebung (Cercanias). Es finden sich zudem Schalter von RENFE und Iryo sowie diverse gastronomische Betriebe, ein paar Einkaufsmöglichkeiten und Fahrkartenautomaten - der Bahnhof ist durch Aufzüge und Rollbänder barrierefrei.
Ein weiterer zentraler Regionalbahnhalt ist der neue Bahnhof San Bernardo (im Stadtbezirk Nervión). Hier treffen die Linien C-1, C-4, C-5 sich mit der Metro und Tram T1.
Der Lusxuszug Al Ándalus fährt auf seinen zwei Routen (2027: € 11.200-15.800/Woche) auch durch Sevilla.
Mit dem Bus
Es gibt zwei zentralen Busbahnhöfe von dem Überlandbusse in die nähere Umgebung und in verschiedene Städte in Spanien, Portugal und auch in andere europäische Länder fahren:
Busbahnhof Prado de San Sebatian (+34 954 417 111): Von hier starten überwiegend Busse in andalusische Städte, z. B. Córdoba, Granada, Cádiz, Jaén, Málaga, Almería, Jerez de la Frontera, Algeciras, Ronda, Marbella, Carmona, etc.
- Busbahnhof Plaza de Armas (Fernbusinfo Tel. +34955038665) (Avda. Cristo de la Expiración): Regional- und Fernbusse. Aktuelle Fahrpläne findet man auf der Webseite. Die Busverbindung von Madrid (6½ h; 4 tgl.) wird von SOCIBUS betrieben und startet am Busbahnhof Estación Surin Madrid (Calle Méndez Álvaro 83, +34 91 468 42 00). Eventuelle längere Wartezeiten lassen sich im Park Bajos de Triana am Fluß verbringen.
Auf der Straße
Sevilla ist an das spanische Autobahnnetz angeschlossen. Direkte Verbindungen Richtung Cordoba, Antequera / Malaga, Jerez, Cadiz (Autobahn mautfrei) und Huelva. Eine Ringautobahn umgibt das Stadtzentrum.
Die Umweltzone (ZBE) im Parque Cientifico y Tecnológico wurde Anfang 2026 ausgeweitet. Sie gilt von 7–19 Uhr und bedarf zur Einfahrt einer spanischen Plakette „0“ d. h. Diesel vor Baujahr 2006 und Benziner vor 2000 dürfen prinzipiell nicht einfahren. Strafe: € 200, was ggf. auch über die Mietwagenfirma eingetrieben wird.
Mit dem Schiff
Nach der Entdeckung Amerikas war Sevilla das „Tor zur neuen Welt.“ Heute laufen noch selten Kreuzfahrschiffe Sevillas Hafen an, dessen Kreuzfahrterminal (Terminal de Crucero) für die großen Schiffe zu wenig Platz bietet. Fährverbindungen auf die Kanaren legen von Cádiz ab.
Sportsegler
Der Club Náutico ist eher ein lokaler Sportverein mit Freibad und Ruderern. Boote bis zehn Meter können auf Antrag anlegen.
Zu Fuß
Die historische Handelsroute Via de la Plata beginnt in Sevilla und führt heute als Jakobsweg markiert bis Santiago de Compostela. Der Weg verläuft im ersten Teil im Bereich einer alten Römerstraße.
Die thematische Route „Auf den Spuren von Washington Irving“ (Ruta de Washington Irving) berührt die Stadt. Die in Lissabon beginnende „Auf den Spuren von al-Mu'tamid“ (Ruta de al-Mutamid) hat hier ihren Endpunkt.
Mobilität
Auto
Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind gut zu Fuß zu erreichen, ein eigenes Auto ist eher hinderlich. Es ist ratsam, das Auto in einer der Tiefgaragen der Innenstadt (z. B. unter dem Paseo Colon) zu parken. Wenn man jedoch einen Parkplatz in ca. 15 Minuten Entfernung zu Fuß vom Plaza de España, der Kathedrale und des Alcázar sucht, hat man meistens Glück in der Avenida de Santiago Montoto. Sie ist am Ufer des Canal de Alfonso XIII. gelegen und am besten per Anfahrt über die Stadtviertel Triana und Los Remedios und dann nach Überquerung der Puente del Generalísimo rechts zu erreichen. Kommt man von Osten über die A92 aus Alcalá de Guadría kann man sein Auto gut im kostenlosen Parkhaus des Einkaufszentrums Los Arcos (Avda. Andalucía s/n) abstellen und mit dem Bus (Linien 24, 27) in ca. 15 Minuten ins Zentrum zur Plaza Encarnación fahren.
Parken sollte man tunlichst außerhalb der Altstadt. Etwa € 2/h sind ein normaler Preis 2025.
Tiefgarage Plaza de la Concordia Parkgarage des Kaufhauses el Corte Inglés, 24 h, knapp eine Viertelstunde zu Fuß zur Kathedrale.
- Tiefgarage am Paseo de Colón
- Aparcamiento Avenida Roma zwischen Metro Punto Jerez und der Uni. Wird schnell voll.
Es gibt zudem zahlreiche Taxistände und auch mehrere Fahrdienstleister, insbesondere das lokale Cabify, aber auch Uber und Bolt.
ÖPNV

Ausbaustand der Tram 2024 (Foto: FJPPBB, CC0)
Zentraler Umsteigepunkt ist der Vorplatz des Bahnhofs San Bernardo, wo Tram (Metrocentro), Busbahnhof und unterirdische Metro zusammentreffen.
Eine Einzelfahrt im Stadtgebiet kostet € 1,40 ohne Umsteigeberechtigung. Bedeutend billiger wird es mit der Wertkarte (Grundgebühr € 2, Aufladung € 7–50), da kann man auch Umsteigen. Die Wertkarte des Verbundes kann auch in Regionalbussen und anderen Großstadtbereichen Andalusiens genutzt werden.
Es gibt Tageskarten für einen (€ 5) oder drei Tage (€ 10). (Stand: Sep 2026)
Bus
Sevilla hat ein gut ausgebautes Netz mit Stadtbussen. Betreiber ist die städtische TUSSAM. Alle Busse bieten WLAN. Mit Stand 2024 waren 95 % der Fahrzeuge behindertengerecht. Die Webseite bietet eine interaktive Streckennetzkarte.
In der Altstadt verkehren die Busse dagegen nur auf wenigen Routen: viele Gassen sind einfach zu eng dazu, außerdem sind die Entfernungen oft gut zu Fuß zu überbrücken. Hier fährt die Ringlinie C5 mit Kleinbussen.
Die 45 Linien tagsüber werden ergänzt durch drei Schnellbuslinien. Die LE aus Ost-Sevilla und Torreblanca zur zentralen
- Busstation Prado de San Sebastián wurde 2026 durch Tranvibús (TB1) mit teilweise eigener Fahrspur ersetzt. Dazu kommen zehn Nachtbuslinien.
Es gibt sechs Ringlinien:
Circular Exterior C1 Prado - Triana - Cartuja - Barqueta - Santa Justa, mit C2 in Gegenrichtung
Circular Interior: C3 Prado - Plaza de Armas - Barqueta, mit C4 in Gegenrichtung
Circular Macarena Norte: C6 San Jerónimo - Pino Montano - Valdezorras - Aeropuerto Viejo
Linien 1–6 fahren als Transversales längere Strecken. 10er-Linien verkehren in den nördlichen Stadtvierteln, 20er im Osten, 30er im Süden und 40er im Westen. Mehrere der Linien der östlichen und nördlichen Viertel enden am Plaza Ponce de León (plaza de Ponce de León). Viel benutzt wird Linie 52: Palmete - San Bernardo, dagegen kaum die 53 (6300 Fahrgäste/Jahr) zwischen dem Gefängnis und Los Arcos.
Zentraler Treffpunkt der Nachtlinien A1–A6 und A8 ist ebenfalls am Prado. A7 ist der Circular Nocturno: Prado - Los Remedios - Triana - Plaza del Duque - Santa Justa.
Die einzige oberirdische Trambahn fährt durch die Innenstadt. Seit Oktober 2007 verbindet die Straßenbahnlinie die Plaza Nueva und das Geschäftsviertel der Innenstadt mit der Haltestelle Puerta Jerez der Metro.
Regionalbusse

Zonenplan der Regionalbusse (Foto: Lanoyta, CC BY-SA 4.0)
Zum Verbund Consorcio de Transporte Metropolitano del Área de Sevilla gehören 59 Strecken.
Der zentrale Busbahnhof für Fahrten in der Region ist am Busbahnhof Plaza de Armas (Tel. 955 05 33 90, Mo.-Fr. 7.30–15 Uhr). Auch hier sind die Liniennummern gruppiert, so z. B. M111–M115 nach La Rinconada und Alcalá del Río bzw. M120–M123A/B Richtung Alcalá de Guadaíra oder M130er nach Dos Hermanas.
Metro

Metrostation 1º de Mayo (Foto: Loqu, CC BY-SA 3.0)
Am 2. April 2009 wurden die Linie 1 der Metro als erste von vier geplanten Linien in Betrieb genommen. Ein Ticket kostet je nach Anzahl der Zonen 1,35 € - 1,75 €, das Tagesticket 4,50 €. Die Metro verkehrt unter der Woche von 6.00 bis 23.00 Uhr und am Wochenende von 7.30 bis 2.00 Uhr morgens.
Die Metro ist eine Trambahn mit teilweise unterirdischer Streckenführung.
22 Stationen auf 18 km. 4-Minuten-Takt.
- [im Bau bis 2030] Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren
- [geplante Ringlinie]
S-Bahn

Zonenplan der S-Bahn in Sevilla (2021) (Foto: Andreuvv, CC BY-SA 4.0)
Die S-Bahn Cercanías Sevilla fährt auf den Fernbahnstrecken ins Umland.
- Lora del Río - Sevilla Santa Justa - Lebrija: Richtung Cádiz bis Lebrija. Richtung Alcázar de San Juan bis Lora del Río (estación de Lora del Río).
- Sevilla-Santa Justa - Cartuja.
- Sevilla-Santa Justa - Richtung Mérida bis Cazalla-Constantina in Cazalla de la Sierra.
- Ringlinie
- Dos Hermanas - Sevilla-Santa Justa - Benacazón. Richtung Huelva bis Benacazón. Die Fahrt mit der S-Bahn (cercanias) vom Bahnhof Dos Hermanas (estación de Dos Hermanas) zum Bahnhof San Bernardo in der Innenstadt von Sevilla dauert rund 10 Minuten.
Fahrrad
Die schnellste Art, in der Innenstadt unterwegs zu sein, ist das Fahrrad. Es gibt auch einen eigenen Radweg auf dem Innenstadtring und auf die
- Isla Cartuja. Dazu muss man aber nicht notwendigerweise sein eigenes Rad mitbringen: es gibt Mieträder (Betreiber: SEVICI, erkennbar an den roten Radabdeckungen des Hinterrades), die an vielen Stationen im Stadtzentrum gemietet und an einer beliebigen anderen Station wieder abgegeben werden können. Um den Service zu nutzen, muss eine Wochen- (5 €) oder Jahreskarte gekauft, und eine Sicherheitsleistung von 150 € (per Kreditkarte) hinterlegt werden. Damit ist die Nutzung des Fahrrades für eine halbe Stunde ohne weitere Kosten. Nach diesen 30 Minuten bezahlt man beim Wochenabo für die erste Stunde 1 € und jede weitere Stunde kostet 2 €, beim Jahresabo bezahlt man nach den ersten 30 Minuten für die erste Stunde 0,50 €, für jede weitere Stunde 1 € (Stand September 2009). Nähere Informationen gibt es im Tourismusbüro.
Sonstige
Auf dem Guadalquivir werden Bootsfahrten mit Erläuterungen angeboten. Sie legen beim Club Náutico an der Puente de las Delicias ab. Ebenso gibt es den allseits bekannten roten Cabriobus für Touristen, der die Sehenswürdigkeiten abklappert.
Die romantischste und auch teuerste Methode, Sevilla zu entdecken ist mit einer Pferdekutsche. Die Kutschen stehen bei der Kathedrale. In der Mittagshitze des Hochsommers sollte man sich und den Pferden etwas Gutes tun und es den Spaniern nachmachen: einfach im Schatten bleiben. Üblich sind 45minütige Rundfahrten in Landauern mit Platz für vier.
Sehenswürdigkeiten
Den schönsten Blick auf die Altstadt hat man von der gegenüberliegenden Seite des Flusses. In der Calle Betis zwischen den Brücken San Telmo und Triana (Isabel II) direkt am Ufer des Guadalquivir gibt es auch einige Bars zum draußen sitzen und genießen.
Der Parque María Luisa wurde 1893 von der Infantin María Luisa de Orleans der Stadt übereignet und für die Ibero-Amerikanische Ausstellung neu angelegt. Im Park befinden sich das Archäologische Museum in einem Plateresk- und Renaissance Palast und das Museum der Volkskunst und -bräuche im schönen Mudejar-Pabellón.
Alt- und Innenstadt
Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt, Casco Antiguo, und der Stadterweiterung des 19. Jhdts., Nervión, südlich des Hauptbahnhofs.
Bauwerke
Die Kathedrale

Südfassade der Kathedrale (Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0)

Ostfassade der Kathedrale mit der Giralda (Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0)

Real Alcázar (Foto: Nicolas Vollmer from Munich [Allemagne], CC BY 2.0)
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierte die Stadterneuerung die charakteristische sogenannte «Arquitectura regionalista» deren wichtigster Vertreter José Espiau war.
Kathedrale von Sevilla (Catedral de Santa María de la Sede de Sevilla) Die Kathedrale von Sevilla wurde einst als drittgrößte Kirche der Welt nach der Peterskirche in Rom und St. Pauls in London gezählt. Die Mauren bauten von 1181-1198 die Hauptmoschee und das Minarett. Das Minarett, heute Giralda, und der Patio de los Naranjos, wo sich die Mohammedaner vor dem Gebet wuschen, sind noch erhalten. 1218 wurde die Moschee zur Kathedrale geweiht. Die gotische Kathedrale wurde, nach Erdbebenschäden des Vorgängerbaus, von 1434-1517 gebaut. Man begann an der Westseite. Von 1528-1601 wurden die königliche Kapelle und die Hauptsakristei im Renaissancestil erbaut. Der obere Teil der Giralda ist von 1558-1568 errichtet worden. Von 1618-1738 fügte man Barockbauwerke hinzu und von 1825-1928 u. a. das Portal an der Südwestseite, das man Puerta de la Concepción nennt. Das Hauptschiff ist beeindruckende 38 m hoch. Die gesamte Fläche beträgt 23.500 Quadratmeter. Die Kirche ist 126 m lang und 83 m breit. Der goldene Hauptaltar ist gewaltig und gehört zu den absoluten must see Attraktionen. Die Sacristei de los Calices und der Tresor beherbergen viele kostbare Gemälde, u. a. von Vazquez, Murillo, Zurbarán. Prächtig ist das Grabmal des Kolumbus. Die Puerta del Pérdon war früher Haupteingang zur Moschee und führt zunächst in die Patio de los Naranjos. Sie ist heute der Ausgang für Besucher. Für einen Besuch sollten mind. 1½ Std. eingerechnet werden (incl. Giralda). Geöffnet: Mo–Sa 11.00–17.00 (Juli/August 9.30–15.30), So 14.30–18.00. Preis: Eintritt 11 €, Studenten und über 65 J. 4 € zusammen mit der Giralda, Audioguide 3 €, sonntags freier Eintritt (nur zu Messe). Von 14.30–18.00 normale Eintrittspreise; Wartezeiten an der Kasse von 30 Min. sind nicht unüblich.
- La Giralda Ehemaliges Minarett der Hauptmoschee, jetzt der Glockenturm der Kathedrale und Symbol der Stadt. Die Giralda ist bis zur Wetterfahne 96 m hoch. Sie war für lange Zeit das höchste Gebäude der Welt. Von oben beeindruckender Rundblick auf Sevilla. Der Aufstieg erfolgt statt über Stufen über 35 Rampen im Gebäude, da früher Nachrichten mittels Pferd nach oben gebracht wurden, erst ganz am Schluss kommen noch einige Stufen.
Wer des Glaubens ist, daß man für Gebäude Eintritt zahlen sollte, die erbaut wurden auf dem Rücken der Arbeit zahlloser Armer bzw. durch „Spenden” an eine seit Jahrtausenden Aberglauben verbreitenden Institution wie der katholischen Kirche, der kann auch El Divino Salvador (Iglesia del Divino Salvador) für € 8 besuchen. Vorteil hierbei ist, daß es Kombikarten auch für die Kathedrale gibt, was dann dort zwar das Anstehen, aber nicht die ewige Wartezeit aufs Himmelreich verkürzt.
- Basílica de Jesús del Gran Poder (Basílica de Nuestro Padre Jesús del Gran Poder), Pl. S. Lorenzo, 13, Casco Antiguo, 41002 Sevilla Basilika mit Fassadenelementen aus Renaissance und Barock, kunstvollem Glockenturm und Orgel aus dem 18. Jh.
- Wohnhausmuseum Amalio, Pl. de Doña Elvira, 7, Casco Antiguo, 41004 Sevilla Ehemaliges Haus/Atelier des Malers Amalio García del Moral y Garrido (*1922) aus Granada.
- Archivo General de Indias (Antigua Casa Lonja), am Plaza del Triunfo neben der Kathedrale Im 16. und 17. Jahrhundert, als der Handel mit Amerika in Sevilla zentralisiert war, die Handelsbörse der Stadt, ab 1785 das Generalarchiv aller Dokumente aus der Zeit der spanischen Kolonisation in Mittel- und Südamerika. Heute ist ein großer Teil der Archivalien über Internet einsehbar. Geöffnet: Di.–Sa. 9.30–16.30, Mo. geschlossen. Preis: Eintritt frei.
- Wichtigstes Museum (und einziges must) ist wohl das Museum der Schönen Künste (Museo de Belas Artes).
- Am einen Ende des Plaza Alameda stehen die „Säulen des Herkules,” gewidmt dem legendären Stadtgründer, am einen Ende. Am anderen gedenkt ein würfelförmiges Denkmal den an AIDS Gestorbenen.
- Torre del Oro Ein Turm aus dem 13. Jahrhundert, dessen Spitze früher mit Gold beschlagen war. Früher war es ein Wehrturm zur Verteidigung des Hafens, nun beherbergt er seit 1944 ein Marinemuseum (nahebei ist der Nachbau der Karavelle Victoria). Geöffnet: 9.30/10.30-19.30. Preis: Museum gratis, Spende erbeten.
- Plaza de Toros, P.º de Cristóbal Colón, 12, Casco Antiguo, 41001 Sevilla. Erbaut 1749–61. Bekannt als La Real Maestranza, eine der wichtigsten Stierkampfarenen der Welt. Die Stierkämpfe (corrida) finden häufig zu wichtigen kirchlichen Feiertagen statt. Im Inneren gibt es auch ein kleines Stierkampfmuseum (Museo Taurino) mit Objekten aus der Geschichte des Stierkampfes. Stierkämpfe finden statt, am Ostersonntag, während der Feria de Abril (und der Woche davor), den Novilladas an Sonntagen im Mai und an Donnerstagen im Juli sowie in der Woche von San Miguel, Ende Sept. Hinweis: „Wer zu spät kommt …” muß im Gang warten bis der laufende der (normalerweise sechs Kämpfe) vorbei ist, bevor er auf die Tribüne gelassen wird. (Seit fanatische „Tierschützer“ die Schließung vieler Arenen Nordspaniens und Einschränkung der Fernsehübertragung – aus Gründen des „Jugendschutzes“ – durchgesetzt habe, bleibt hier Gelegenheit dieses Kulturgut, die rituelle Schlachtung eines Rindes in Handarbeit, live zu erleben.) Geöffnet: Besichtigung einzeln oder Gruppen 9.30–19.30, an Tagen mit Stierkampf bis 15.00. Stierkämpfe pünktlich ab 18.30–20.30. Preis: Besichtigung: € 12, Senioren € 7. Stierkampf je nach gewähltem Sitz (die besten Plätze kosten das 4–5fache), für Novilladas ab € 20 oder 30, Spitzenmatadore ab € 120.
Die
- Plaza de Toros “Monumental” mit 23.000 Plätzen gab es nur 1918–21. Heute steht noch ein Stück Mauer mit Eingangstür und eine kleinen Gedenktafel im Stadtviertel Nervión.
Ayuntamiento (casa consistorial de Sevilla), am Pl. de San Francisco Das Rathaus ist in einem im Renaissancestil gehaltenen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Die Fassade ist verschwenderisch mit plateresken Motiven geschmückt. Die Plaza war seit dem Mittelalter das Zentrum der Stadt. - Casa Fabiola (Colección Bellver), C/ Fabiola, 5, Casco Antiguo, 41004 Sevilla, Calle Fabiola número 5 Kunstmuseum der gespendeten Sammlung Fabiola-Mariano Bellver. Etwa 500 Stücke wobei der Schwerpunkt auf Gemälden von Personen in andalusischer Tracht ist. Geöffnet: Di.-So. 11.00-19.00. Preis: € 3.
- Casa de Salinas (Palacio de los marqueses de Salinas), C/ Mateos Gago, 39, Casco Antiguo, 41004 Sevilla Historisches Stadtpalais aus dem späten 16. Jh. blieb es in Familienbesitz bis 1843. Weiterhin Privatbesitz. Geöffnet: Di.-So. 11.00-19.00; Juni–Sept. nur bis 15.00. Preis: € 12, erm. € 6.
- Casa Lebrija, C/ Cuna, 8, Casco Antiguo, 41004 Sevilla. Das ehemalige Wohnhaus der Gräfin von Lebrija wurde im 19. Jahrhundert mit Mosaiken aus Italica ausgestattet. Man kann dort mehr Bodenmosaike sehen als im Archäologischen Museum und in Italica selbst. Geöffnet: Di.-So. 10.00-18.00, im Sommer bis 14.30. Preis: Erw. € 15.
- Casa de los Pinelo (Real Academia de Bellas Artes de Santa Isabel de Hungría), C/ Abades, 12, Casco Antiguo, 41004 Sevilla Kleine Kunstsammlung in Stadtpalais. Geöffnet: Di., Do. 11.00-13.00. Preis: € 7.
- Palst der Marquis von Algaba (Palacio Marqueses de la Algaba), Pl. Calderón de la Barca, s/n, Casco Antiguo, 41003 Sevilla Ursprünglich aus dem späten 15. Jhdt. verarmte die adlige Sippe mit Beginn der industriellen Revolution, so daß es ab den 1860ern zu unterschiedlichen Nutzungen, wie den Einbau von vermieteten Apartments und seit 1940 eines Kinos kam. 1990 von der Stadt gekauft und bis 2005 renoviert. Schöner Innenhof. Seit 2013 ist hier eine Ausstellung von Mudéjar-Kunst. Geöffnet: Mo.-Fr. 10.00-14.00. Preis: gratis.
Das Gebiet des
- Barrio Nervión wurde vom besitzenden Marquis bis kurz nach 1900 vor allem zum Baumwollanbau genutzt. Das teilweise erhaltene Aquädukt aus römischer Zeit, Caños de Carmona war bis 1912 in Gebrauch. Prägend um die Metro-Station gleichen Namens ist heute das große Einkaufszentrum.
Real Fábrica de Artillería (königliche Waffenschmiede), Av. Eduardo Dato, 58, 41018 Sevilla, Avenida de Eduardo Dato 18 Geöffnet: 11.00-20.00, Sa. geschl.
- Casa de Pilatos („Haus des Pontius Pilatus“), Pl. de Pilatos, 1, Casco Antiguo, 41003 Sevilla Alter Adelspalast der Medinaceli mit sehr schönen Innenhöfen und Gärten. Das Gebäude war traditionell Ausgangspunkt der Karfreitagsprozession, daher der Name. Geöffnet: 9.00-18.00. Preis: Allgemeiner Eintritt EG € 12, Schwerbehinderte ab 65% gratis; OG + € 6; Mo. Nachmittag gratis für EU-Bürger.
- Barrio Santa Cruz (Barrio de Santa Cruz) Ein Altstadtviertel nahe der Kathedrale und des Alcázars mit engen Gassen und weiß gekalkten Häusern. Dieses Stadtviertel war früher das Judenviertel.
Real Alcázar (Reales Alcázares; südlicher Abschluß der Altstadt) Ein Palast im maurischen Stil, begonnen im frühen 10. Jahrhundert, erweitert bis in die gotische Zeit hinein. Der Palast ist auch heute noch der Königspalast wenn der spanische König in der Stadt ist. Zusätzlich ausgedehnte Gartenanlagen aus verschiedenen Epochen. An Sonntagen bilden sich lange Schlangen an der Kasse. Für den Besuch einschließlich der Gartenanlagen sollten mindestens 2 Stunden eingeplant werden. Geöffnet: Mo–Sa 9.30–18.00 (April – September bis 20.00 Uhr), So 9.30–14.30 (April – September bis 18.00 Uhr). Preis: Eintritt 13,50 €, Audioguide 6,00 €. Studierende zwischen 14 und 30 Jahren und Rentner, beide aus der EU: 6 € .
- Universität von Sevilla (Universidad de Sevilla) Die Universität in der Nähe des Parque Maria Luisa ist in der früheren Tabakfabrik eingerichtet worden in der vor allem Zigarren gerollt wurden. Sie ist zwischen 1728 und 1771 gebaut worden und war die größte und bedeutendste Industrieanlage und größer Arbeitgeber in Sevilla. Da Tabak ein hoch besteuertes Gut war (und ist), wurde das Gebäude ständig bewacht und hatte sogar ein eigenes Gefängnis. Der Wassergraben beweist noch heute die Schutznotwendigkeit der Fabrik. Marmorböden und -bögen führen in kleinere Höfe mit bemalten Wandkacheln. Hier sollen sich Szenen der Oper Carmen abgespielt haben.
Plaza de España
- Plaza de España

Plaza de España (Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0)

Plaza de España, Detail (Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0)

Plaza de España (Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0)
Die Plaza liegt hinter der Universität (ehem. Tabakfabrik) und seitlich des Parque Maria Luisa.
(Eintritt zum Areal für Touristen 2024 geplant, für Einheimische frei. Wegen Umsetzungsproblemen bis 2026 noch nicht verwirklicht.)
Plaza de España Wichtigstes Bauwerk der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929. Es diente auch als Kulisse für Naboo in den Star Wars-Filmen. Die halbkreisförmige Plaza misst 170 × 100 m und hat einen Springbrunnen mit hohen Fontänen, einen Wasserlauf, Brücken, Pavillons, Säulengalerien und zwei 80 m hohe Türme. Der Planer Aníbal de González setzte Mudejar- und Barockstil ein. Die Plaza wurde in den Jahren ab 2007 komplett renoviert. Das gilt vor allem für die mit Kacheln dekorierten Brücken. Auch die fünfzig Nischen der Provinzen mit Bänken, Wappen, Landkarte und historischen Szenen bemalten Fliesen wurden erneuert.
Im großen Bau der Kommandantur (Capitania General), die von verschiedenen Behörden, u. a. dem Ausländeramt, mit genutzt wird, ist zur Seite ein kleines Militärmuseum (9.30-14.00 Uhr) mit Spezialbibliothek.
Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929
Fast überall in Sevilla findet man Hinweise auf diese Ausstellung. Sie hatte den Zweck, die Handelsbeziehungen zu den amerikanischen Staaten, in denen spanisch gesprochen wurde, zu verbessern und Sevilla so aus einem wirtschaftlichen Tief zu holen, in das es nach dem Verlust des Handelsmonopols mit Waren aus der Neuen Welt geraten war. Neben der Plaza España entstanden am Ufer des Guadalquivir und im Parque Maria Luisa für jedes teilnehmende Land ein Pavillon, die heute noch erhalten sind und zu den verschiedensten Zwecken genutzt werden. Es lohnt sich durchaus, sich die Pavillons einmal anzusehen - die Gebäude selbst sind architektonisch sehr sehenswert, die umgebenden Anlagen teils jedoch recht verfallen. Jedes Land versuchte nämlich, seine Besonderheiten in der Architektur in dem Bau zu repräsentieren, was teilweise sehr aufwendig umgesetzt wurde und heute noch gepflegt wird. Da die Pavillons recht weit auseinander liegen, ist es am besten, wenn man sie mit dem Fahrrad abfährt; zu Fuß kann es weit werden.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind verteilt im Parque Maria Luisa in dem mehrere gepflegte Landschaftsgärten, Teiche und Springbrunnen verteilt sind:
Museum der Volkskunst und -kleidung (edificio del Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla), Pl. América, 3, 41013 Sevilla Geöffnet: Di.-Sa. 9.00-21.00, So. bis 15.00.
die Abteilung
- Museo Música Africana im Haus kostet geringen Extraeintritt.
Davor ist der Pl. América zur Seite begrenzt durch den Pabellón Real, einen repräsentativer Bau für die spanische Monarchie während der iberoamerikanischen Ausstellung. Er diente für offizielle Empfänge. Das Gebäude besticht durch sein fast palastartiges Erscheinungsbild.
Archäologisches Museum (Museo Arqueológico de Sevilla, Antiguo Pabellón Renacentista), am anderen Ufer des Teiches. Geöffnet: die 2020 begonnene Renovierung hätte 2024 fertig sein sollen, zieht sich aber Ende 2026 noch. - Sevilla Aquarium (Acuario de Sevilla) Geöffnet: 10.00-18/19.00. Preis: € 17.
- Der Nachbau des ersten in Spanien produzieren Raddampfers San Fernando liegt am Flußufer.
Isla de La Cartuja und Triana
Zwischen den Flußarmen ist die
- Isla de La Cartuja mit der Umweltzone. Von Nord nach Süd sind hier der Alamillo-Park (Parque del Alamillo) ein Naherholungsgebiet für Sportliche u. a. „Disc Golf,“ einem richtigen Golfplatz, eine Kindereisenbahn (Ferrocarril del Alamillo) und viel Platz zum Joggen und um seinen Hund laufen zu lassen. Botanisch Interessierte freuen sich über ein freistehendes, prächtiges Exemplar eines Zürgelbaums (Celtis australis).
Südlich der Stadtautobahn beginnt die Bebauung angelegt für die Weltausstellung Expo ’92. Damals wurde ein enormer Aufwand betrieben, von dem Sevilla heute noch profitiert. Die Messe war dann auch mit damals über achtzehn Millionen Besuchern ein enormer Erfolg. Neben der Verbesserung der Infrastruktur - etwa durch den Bau der Autobahn und Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Madrid - wurde links des Guadalquivir eine große Fläche für die Ausstellung bereitgestellt und über den Fluss wurden zur Anbindung des Geländes zwei neue Brücken gebaut.
Heute ist das Expo-Gelände, erreichbar vom S-Bahnhalt Cartuja (Estación de la Cartuja), das seinerzeit durch seine schiere Größe beeindruckt hat, jedoch etwas heruntergekommen. Nur wenige Pavillons werden noch genutzt, viele wurden als temporär gedachte Bauten wieder abgerissen. Während im Süden des Geländes Anfang der 2020er ein neues Hochhaus und Einkaufszentrum zur Wiederbelebung des Viertels errichtet wurden, wird ein Großteil des nördlichen Geländes heute für Büro- und Forschungsgebäude genutzt und ist für Touristen bis auf den beliebten Freizeit- und Wasserpark Isla Magica (unterschiedliche Themenwelten einschließlich Achterbahn und 4D Kino) nicht weiter interessant. Außerhalb des Kernsommers ist der Park teils nur an den Wochenenden geöffnet, Schwimmbecken Mai bis Sept.). Die noch vorhandenen ehemaligen repräsentativen Freiflächen und Außenbereiche der Expo sind großteils verfallend und haben den Charme eines “Lost Place,” insbesondere der heruntergekommene Jardin Americano (Jardín Americano, Teil der Jardines del Guadalquivir) mit zahlreichen - heute verwahrlosten - exotischen Pflanzen sowie, wie der ganze Pabellón del Futuro hinter einem hohen Zaun, das Modell einer Ariane 4-Rakete in Originalgröße sind für Fans vergessener Orte sehenswert. Im Gelände verteilt sind die Verwaltung der städtischen Wasserwerke, einige Institute der Uni sowie das Konsulat von Marokko und einige hundert Meter nördlich von diesem im ehemaligen Pavillon jenes Landes das Kulturzentrum Tres Culturas del Mediterráneo.
Cartuja Center CITE Sevilla, C/ Leonardo da Vinci, 7, 41092 Sevilla (Bus 2 und C1: Américo Vespucio / Fundacion Once) Mit großer Arena für Konzerte sowie philharmonischem Konzertsaal.
- Centro Andaluz de Arte Contemporáneo (Andalusisches Zentrum für zeitgenössische Kunst; auf der der Altstadt gegenüberliegenden Seite des Flusses, auch über eine Fußgängerbrücke erreichbar) Im ehemaligen Kartäuserkloster, der Cartuja de Santa María de las Cuevas, das der Insel den Namen gegeben hat. Später war hier eine Keramikfabrik. Heute wird zeitgenössische Kunst in Wechselausstellungen geboten. Geöffnet: 11.00-21.00, So. u. Feiertage bis 15.30.
- Pabellón de la Navegación 2012 eingerichtetes Museum mit interaktiven Exponaten zu Navigation, Seefahrt und Entdeckungen. Geöffnet: wg. Umbaus geschl.
Dazu gehört am Fluß der Aussichtsturm Torre Schindler, benannt nach dem Aufzughersteller, dessen Produkt Besucher in 24 Sekunden die 65 Meter hinaufbrachte. (Stand: Sep 2026) ebenfalls geschlossen.
- CaixaForum (Sevilla Tower, C.C, C. López Pintado, 41092 Sevilla) Kulturstiftung jener Großbank. Mit Bühne und kleinem Museum für Naturkunde und ägyptischer Kunst.
- Der auffällige runde Bau, der Torre Triana, ist eine Behördenunterkunft.
Über die Av. Expo 92 schließt sich nach Süden das Stadtviertel Triana an. Der westliche Teil am Fluß ist der langgestreckte
- Parque de la Vega mit zahlreichen Sportanlagen. Hin kommt man über die Metro-Station Blas Infante.
Das geschäftige Viertel ist direkt an der Brücke um den U-Bahnhalt Plaza de Cuba.
Nahe der Markthalle ist das Centro Cerámica Triana, C/ Callao, 16, 41010 Sevilla Handbemalte Fliesen sowie Töpferwaren und Brennöfen in einem lokalgeschichtlichen Museum in einer alten Fabrik.
Noch ein Stück weiter im Süden sind im Viertel Tablada die Hafenanlagen.
Museen
Museum der Volkskunst und -bräuche (Pabellon Mudéjar) (Foto: No machine-readable author provided. Arriqui~commonswiki assumed (based on copyr, Public domain)

Die „Pilze“ des «Metropol Parasol» von oben (Foto: Sevilla Congress & Convention Bureau, CC BY-SA 2.0)
Metropol Parasol (Las Setas de la Encarnación) Vom 2011 komplettierten „Metropol Parasol“ wurde gesagt, es wäre (zu jener Zeit) die größte Holzkonstruktion der Welt, was sicherlich eine Definitionsfrage ist. Die aus mehreren pilzförmigen Säulen - daher auch der Name «Las Setas» (= „die Pilze“) - bestehend Konstruktion überspannt einen Platz in der Innenstadt. Im Sockel befinden sich in Markt auf Ebene 1, Restaurants und Aussichtsplattform auf Ebenen 2 und 3. Das Dach ist - gegen hohen Eintritt - begehbar und bietet einen Blick über die umgebenden Dächer der Stadt. Für den Bau wurden 3500 Kubikmeter Furnierschichtholz und 700 Tonnen Stahl verwendet. Er besteht aus 3400 verschiedenen Bauteilen. Geöffnet: täglich 09.30-23.30 Uhr. Preis: 16,- € .
Antiquarium Knapp 5000 m² großes unterirdisches Museum antiker Zeit wie römische Mosaike. Dazu ein größerer Bereich mohammedanischer Zeit. Geöffnet: Di.-So. 10.00-19.30.
- Palacio de las Dueñas, C/ Dueñas, 5, Casco Antiguo, 41003 Sevilla. Über Jahrhunderte von der adligen Eigentümerfamilie zusammengetragene Kunst. Ein wichtiges Stück ist der Gobelin von Willem Pannemaker (444 × 782 cm; 1570) Mercurio enamorado de Herse. Geöffnet: 10.00-19.00 Uhr. Preis: Erw. € 15, erm. € 11. Mit Führung € 22.
- Centro Nao Victoria, Junto a, The Golden Tower, P.º Alcalde Marqués del Contadero, s/n, Edificio 1, Casco Antiguo, 41001 Sevilla (am Fluß, nicht weit vom Teatro de la Maestranza) Nachbau der Karavelle Victoria, mit Infozentrum am Ufer. Geöffnet: 10.00-20.00, im Winter bis 18.00. Preis: € 11.
Aktivitäten

Der von Häftlingen gegrabene untere Guadalquivir-Kanal (Foto: Cárdenas, CC BY-SA 3.0)
Wenn man mal eine kleine Pause braucht und etwas verschnaufen möchte, der kann eine kleine Schifffahrt auf dem Guadalquivir machen. Die Schiffe liegen unterhalb des Toro del Oro. Sie fahren etwa eine Stunde. Diese Ausflugsschiffe sind nicht ganz billig und so viel zu sehen gibt es auch nicht. Aber an einem anstrengenden Tag in Sevilla sicher auch mal eine willkommene Entspannung.
- Recinto Ferial de Sevilla (Dult- bzw. Parkplatz; Metro Blas Infante, 300 m. Bus 41, Haltestelle Alfredo Kraus. Zur Dult Sonderbusse E0, EC) Hier finden die Jahrmärkte, besonders das Frühlingsfest im April statt. Den Rest des Jahres ist hier ein Großparkplatz.
- Fibes (Palacio de Congresos y Exposiciones Sevilla), Av. Alcalde Luis Uruñuela, 1, 41020 Sevilla (etwa auf halber Strcke zwischen Flughafen und Zentrum) Kongreß- und Ausstellungszentrum.
- Galopprennbahn (Gran Hipódromo de Andalucía), Av. de las Universidades, s/n, 41704 Dos Hermanas (S-Bahn C-1, C-5, Haltepunkt Bellavista, 650 m. Bus 131, Haltestelle Venta La Cuesta, 400 m) Außer Rennen, Veranstaltungen wie die Mittelaltershow “Los 4 Reinos.” Mickrige, aber dafür teure Bar an der Tribüne. Geöffnet: Renntage (im Winter) siehe Webseite. Geführte Besichtigungen nach Absprache.
- Real Club Pineda, Av. de Jerez, s/n, 41014 Sevilla. Tel.: +34954611400. Sportverein mit Freibad, Tennisplätze und Golfplatz. Dem Verein gehört auch ein Hippodrom nahebei das für Springreit-Turnire und Freiluftveranstaltungen genutzt wird, Preis: Golf green fee für Nichtmitglieder- € 250–310.
- La Corchuele-Park (Parque Periurbano La Corchuela) Naturschutzgebiet auf dem Gelände der Hazienda La Corchuele, deren Herrenhaus heute besichtigt werden kann und die (als kommunaler Betrieb) wieder Olivenöl von uralten Bäumen herstellt. Das Naturschutzgebiet selbst ist ein 85 ha großer Kiefernwald, wobei in de Gebiet 1940–62 das Arbeitslager Campo de concentración de los Merinales war in dem Konterrevolutionäre durch Arbeit „umerzogen“ wurden. Etwa 158 km handgegrabene Entwässerungskanäle sind das Ergebnis. Nach Schließung des Lagers brachte man obdachlos gewordenen Opfer der Flutkatastrophen, die Sevilla in den 1960ern trafen unter. Ab Mitte der 1980er wurde das Naherholungsgebiet mit Wanderwegen aufgebaut.
Veranstaltungen
Feria de Abril (Foto: Horst Goertz, CC BY-SA 3.0)
- Semana Santa. Beginnt ab Palmsonnta, ab Gründonnerstag (2. April 2026) herrscht Ausnahmezustand in der Stadt. Die Karwoche ist voll mit historischen Umzügen der sogenannten Hermandades (Bruderschaften) in Gewändern mit spitzen Hüten, der auch das Gesicht verdeckt. Es gibt etwa fünfzig solcher Vereine. Auf den Umzügen werden auf dem sogenannten Paso aufwendige Darstellungen aus dem Kreuzweg Jesus und von Maria mitgeführt. Die lebensechten Figuren sind handgeschnitzt, bemalt und in prunkvolle Gewänder gehüllt. Um eines dieser schweren Gestelle anzuheben braucht es die Kraft mehrere Costaleros, oft sind es zwölf pro Gruppe. Da die Gassen von Sevilla sehr eng sind, befinden sich die Träger unter den Darstellungen und tragen diese auf dem Kopf. Um die Last abzufedern, sind sie durch ein Costal genanntes Kopftuch/Polster geschützt, das aber keine Sehschlitze hat, so daß sie mit Klopfzeichen bei Richtungswechseln gesteuert werden. Jeder Umzug verläuft von der Heimatkirche der Bruderschaft durch die Stadt zur Kathedrale und wieder zurück. Klagende Begleitmusik singen, immer schwarz gewandet (Frauen mit Schleier), Sänger an den Fenstern über der vorbeiziehenden Prozession. Zusätzlichen Lärm machen (uniformierte) Spielmannszüge.
- Feria de Abril. Sevillanisches Volksfest mit einem normalen Rummelplatz und vielen kleinen und großen Zelten (casetas), in denen die Sevillaner feiern und tanzen. Die meisten Zelte sind privat und man darf sie nur mit Einladung betreten. Es gibt auch einige öffentliche Zelte (z. B. von der Stadt, von politischen Parteien), die offen sind für alle. Bummeln und schauen ist aber überall erlaubt. Viele Señoras und Señores kommen hoch zu Pferd oder im Zwei- bis Vierspänner und in traditionellen Festtagsgewändern. In den Zelten wird Sevillana getanzt, eine volkstümliche Variante des Flamenco, die von vielen Andalusiern beherrscht wird.
Sport
Die bekanntesten Fußballvereine der Stadt sind Betis Sevilla und FC Sevilla, die beide in der ersten spanischen Fußballiga, der
- Primera División spielen.
Das Stadion von Betis Sevilla (Real Betis Balompié), das Estadio Benito Villamarin liegt im Stadtteil Heliópolis im südlichen Teil der Stadt. Die grün-weißen Klubfarben von Betis sind an die Provinzfarben der Region Andalusien angelehnt.
Als „Erzfeind“ gilt der erfolgreichere FC Sevilla (Sevilla Fútbol Club), den Rot-Weißen wird von Betis-Fans oft ihre Vergangenheit angekreidet, als diese den Ruf besaßen, den Faschisten in Spanien nahe gestanden zu haben. Das Estadio Sánchez Pizjuan, das Stadion des FC Sevilla liegt am östlichen Stadtrands Sevillas in Laufentfernung zum Hauptbahnhof Santa Justa.Sevilla Atlético ist die zweite Mannschaft des FC Sevilla und spielt in der zweten spanische Liga, der Segunda División.
Zudem gibt es noch das „Qlympiastadion“ Sevilla im Norden des Expo Geländes. Es wurde anlässlich der Bewerbung zur Austragung der olympischen Spiele 2004 erbaut und ist ein Mehrzweckstadion (es verfügt also über eine Laufbahn um den Sportplatz. Das Stadion wird in Europa als ein Austragungsort für Endspiele geführt, weil es den Bestimmungen der einschlägigen Verbände verfügt. Da die beiden Fußballvereine der Stadt aber über eigene Stadien verfügen, wird es nur selten genutzt.
Der Basketballverein Club Deportivo Baloncesto Sevilla spielt in der höchsten spanische Basketballliga der ACB, die Heimspiele werden im Palacio de Deportes San Pablo ausgetragen.
Die Sulime Linces, ein American Football Verein, tragen ihre Heimspiele im I.D. La Cartuja aus, sie spielen in der Liga Nacional de Fútbol Americano (LNFA).
Einkaufen
Viele Läden haben von mittags bis zum späten Nachmittag geschlossen und dafür abends relativ lange geöffnet.
Die beliebteste Einkaufsmeile ist die vierhundert Meter lange Calle Sierpes (Sierpes, „Schlange“) mit Läden vieler internationaler Labels. Die Einkaufsstraße wird im Sommer durch große Sonnensegel beschattet. In Sevilla gibt es auch mehrere große Kaufhäuser (z. B. im El Corte Inglés kann man so gut wie alles kaufen) und Einkaufszentren (sehr schön ist das an der Plaza de Armas, der ehemalige Bahnhof Estación de Córdoba allerdings stehen viele Geschäfte leer).
Bekannte Supermarktketten sind Mercador, Dia und Carrefour, auch in den Filialen von El Corte Ingles finden sich gehobene Supermärkte.
Weitere große Einkaufzentren mit vielen Geschäften, Restaurants und Kinos (Mo.–Sa.10.00–20.00 Uhr und an einigen Sonntagen geöffnet):
Centro Comercial AireSur, A49 Sevilla-Huelva, Ausfahrt 2 (hinter IKEA)
- Centro Comercial Nervión Plaza, Avda. Luis de Morales (am Stadion des FC Sevilla, Estadio Sánchez Pizjuan)
- Centro Comercial Los Arcos, Avda. Andalucía s/n
Märkte
Im Zentrum Sevillas finden sich mehrere recht unterschiedliche „Frische“-Märkte. Der große
- Mercado del Arenal (Edificio de viviendas y mercado municipal) an der Calle Arenal nahe der Stierkampfarena entspricht am ehesten einer klassischen Markthalle, hier sollte man früh da sein, da mittags bereits viele Stände geschlossen haben.
Der erst Ende 2010 eröffnete Mercado de la Encarnacion (Mo.–Sa. 8-15) ist ein moderner Markt mit über vierzig festen Ständen im EG des neu gestalteten Plaza de la Encarnation als Teil der „Pilze“ des Metropol Parasol.
Sehr schön sind die Hallen des Mercado de Feria (Mercado de Abastos Calle Feria) in der Nähe des Alameda de Hércules, auch hier gilt allerdings, wer alles sehen will bzw. beispielsweise Fisch kaufen möchte, muss bereits vormittags kommen.
Über den Fluß ist die traditionellere Halle des Mercado de Triana. In einer Passage an der Seite ist das Casa La Teatro - Flamenco íntimo.
Küche
Tapas
Tapas sind ursprünglich aus Mittelspanien stammende kleine Vorspeisen. Sie werden am Nachmittag und Abend zu Wein und Bier angeboten. Man nimmt an, dass sie die Nachfahren der usprünglich zur Abdeckung der Weingläser dienenden kleinen Brote sind. Diese wurden auf die Weingläser gelegt um zu verhindern, dass Insekten in das Glas gelangen. Auf diese Brote legte man zusätzlich noch Schinken. Der Name Tapa bedeutet im Spanischen Deckel.
Sevilla ist die Stadt der Tapas. Typische einfache Tapas sind tortilla española (eine Art Kartoffelomlette), aceitunas (grüne Oliven), und patatas bravas (Kartoffel mit einer scharfen Soße). Spezialitäten sind unter anderem Schnecken (caracoles und cabrillas), Spinat mit Kichererbsen (espinacas con garbanzas), frittierte Stockfischstücke (pavias) und marinierter Dornhai (cazon en abado).
Viele Tapasbars befinden sich in der Nähe der Calle Sierpes und im Viertel Santa Cruz, dort insbesondere in der Nähe des Plaza Alfalfa. In der Calle San Eloy findet man ebenfalls einige Bars mit günstigen Tapas.
Bodega Santa Cruz la Columnas, C/ Mateos Gago Ecke C/ de Rodrigo Caro (Im Viertel Santa Cruz mit Blick auf die Giralda und deshalb viele Touristen, trotzdem sehr ursprüngliches Ambiente.) Thekenservice, mit bedienten Tischen im Innenhof. Geöffnet: 8.00-24.00.
- Bar Alfalfa, C/ Alfalfa Ecke C/ Candilejo Schönes Ambiente mit Schinken, die von der Decke hängen.
- La Bodega Sanlucar de Barameda, C/ Alfalfa 4. Gute Tapas.
- Habanita, Cjón. Golfo, 3, Casco Antiguo, 41004 Sevilla. Tel.: +34 606 716456 Wer nach all dem frittierten spanischen Essen einmal etwas Vegetarisches sucht, dem sei das empfohlen.
- Barra de Cañabota, C/ Orfila, 5, Casco Antiguo, 41003 Sevilla Unscheinbar wirkendes Restaurant, wo man an der Theke sitzt. Serviert werden feinste Meeresfrüchte kreativ angerichtet. Geöffnet: Restaurant nur mit Reservierung. Preis: Spitzenpreise, € 40–100.
- Abantal, Alcalde José de la Bandera 7, Sevilla, 41003. Tel.: +34954540000 Gediegene Spitzengastronomie nur mit Degustationsmenüs zu entsprechenden Preisen. Geöffnet: Mo., Di., Do., Fr. 14.00-15.30, 20.30-21.30.
Wein
Die Bodegas González Palacios ist der einzige Weinbaubetrieb, der die Klassifikation Lebrija DOP(„Qualitätswein”) bildet. Eine regionale Herkunftsbezeichnung für Landweine ist Sierra Norte de Sevilla.
Nachtleben
Vor 21.00 Uhr geht man zumeist nicht Essen und zahlreiche Clubs fangen erst gegen 23.00 Uhr an zu leben. Gefeiert wird dann bis in den frühen Morgen. Die besten Ecken sind zwischen Alfalfa und Salvador und im Viertel Arenal. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alameda de Hércules, ein großer Platz im Stadtviertel Macarena, der von vielen Bars und Diskotheken gesäumt wird. Speziell die
- Calle Mata bietet vieles für den Herren. Zahlreiche Bars/Kneipen haben Flamencoshows für Touristen. Wer das ursprünglicher sucht, sollte sich an die Einheimischen halten und eine Taverne mit Flamencoprogramm aufsuchen (z. B. Casa Anselma in Triana).
Casino Admiral, Av. de la Arboleda, 41940 Tomares, Sevilla Gespielt wird neben Automaten und Karten auch amerikanisches Roulette (mit 00). Drei gute Restaurants und eine Sports Bar im Haus. Geöffnet: 10.00-5.00.
- Das Symphonieorchester ROSS spielt vor allem im Teatro de la Maestranza. Wer nicht in eine Vorstellung möchte, kann für jeden Freitag und Samstag um 11.30 Uhr eine kostenpflichtige Führung buchen, Voranmeldung
Flamenco
Flamenco im El Arenal (Foto: Horst Goertz, CC BY-SA 3.0)
Der Flamenco ist ein seit dem 19. Jahrhundert populäres Kunstgenre, das man lokal sehr ernst nimmt. „Sevillanas“ ist der dem Flamenco verbundene Volkstanz traditionell mit Kastagnetten. Die „Bienale des Flamenco“ (Bienal de Sevilla) findet in geraden Jahren im September statt.
- Flamencomuseums (Museo del Baile Flamenco=), Calle Manuel Rojas Marcos 3, nahe Plaza Alfalfa. Im schönen Innenhof des Flamencomuseums finden regelmäßig preiswerte Vorführungen statt.
- Jueves Flamencos, Calle Laraña 4 (beim Plaza de San Francisco) Im Theater Centro Cultural Cajasol wird regelmäßig Flamenco aufgeführt.
Wer Flamencoshows für Touristen sucht, kann einen Platz in einem Tablao (Flamencotheater) bestellen.
Allein um den
- Plaza de San Francisco und in den kleinen Seitengasen dahinter sind fünf.
Es gibt das El Arenal und den Patio Sevillano am Flussufer nahe der Stierkampfarena sowie das Los Gallos im Stadtteil Santa Cruz und El Palacio Andaluz am östlichen Altstadtring. Im Los Gallos gibt es nur Drinks, El Arenal, Patio Sevillano und El Palacio Andaluz bieten auch Essen (Show allein etwa 35 €, Dinnershow etwa 70 €). Das Programm im Patio Sevillano ist weniger traditionell und enthält auch opernhafte Szenen zur Musik aus Carmen. Eintrittskarten kann man im Hotel vorbestellen.
Casa de la Memoria Centro Cultural Flamenco, C/ Cuna, 6, Casco Antiguo, 41004 Sevilla Geöffnet: Show wochentags 16.30, Wochenenden auch 22.30. Preis: Erw. für die Show € 24.
Bars
Minigolf Sevilla, C/ Orfila, 8, Casco Antiguo, 41003 Sevilla Indoor Minigolf unter Schwarzlicht (“UV Glow”) mit ungewöhnlichen Bahnen. Geöffnet: 11.00-23.00. Preis: € 14 + Getränke.
Discos
Discoteca Sevilla Occo, Av. de Montes Sierra, 24, 41007 Sevilla Geöffnet: Fr. Mitternacht bsi So. 7.00 durchgehend.
Unterkunft

Hotel Alfonso XIII - Lobby (Foto: Horst Goertz, CC BY-SA 3.0)
Praktisch alle spanischen und internationalen Hotelketten sind in Sevilla vertreten. Die Businesshotels der 3- und 4-Sterne-Kategorie liegen oftmals am Stadtrand bieten am Wochenende aber oft günstige Konditionen. Die preisgünstigsten Zeiten sind die (heißen) Monate Juni–August. Um Ostern herum und zur Feria de Abril liegen sie doppelt so hoch.
Eine Übersicht über Hotels in und um Sevilla erhält man beim Hotelverband von Sevilla sowie speziell für Alcalá de Guadaíra.
Camping
Wohnmobilstellplatz (Área Autocaravanas), Av. Maestranza Aérea, 1, 41011 Sevilla (ca. 20 Min. zu Fuß in die Altstadt) 50 Stellplätze mit 2 Waschbecken, 2 Pissoirs, 1 Toilette und 1 Dusche. (Vom südlichen Ring der Stadtautobahn anfahren; von Norden kommt man durch die Umweltzone) Geöffnet: Zufahrt 7.00-22.00, Abreise bis 13.00. (Nicht zugänglich währen der Feria de Abril). Preis: € 20 + € 5 Strom.
- Camping Dehesa Nueva, Carretera Isla Mayor, km. 3,200, 41849, Sevilla (nächste Bushaltestelle (Linie M169) 3,3 km im Dorf Aznalcázar. Von dort 37 km nach Sevilla). Tel.: +34955750981 Campingplatz mit Hütten. Stellplätze für Fahr- uund Motorräder (kostet extra), Autos und Wohnmobile. Viele schattenspendende Pinien. Geöffnet: ganzjährig, außer Weihnachten/Neujahr. Preis: Zelt: € 6, Erw. € 9, Strom € 7; Pferd und Kutsche je € 10; HS +25-50 %.
Mittel
- Hostal Jentoft, C/ Benidorm, 2, Casco Antiguo, 41001 Sevilla. Tel.: +34 954 220 981. Nahe der Innenstadt mit eigenem Parkhaus. Das Hostal ist nicht schön, aber funktional eingerichtet. Zimmer mit Bad und Klimaanlage, die nach innen sind ruhig. Preis: DZ ca. 57 €, Parken 8 € .
- Hotel Occidental Sevilla Viapol, Balbino Marrón, 9. Tel.: +34954645254 Businesshotel in der Nähe der Einkaufszentren Nervion Plaza und Los Arcos. Merkmal: ★★★★.
- YH Giralda, C/ Abades, 30. Tel.: +34 954 228 324. Kleines Hotel in einem Palacio aus den 18. Jahrhundert, nur 100 Meter von der Kathedrale entfernt. Preis: DZ 70-170 € .
- NH Plaza de Armas, C/ Marqués de Paradas, 13, Casco Antiguo, 41001 Sevilla. Tel.: +34916008146. Modernes Businesshotel gegenüber dem Ausstellungsgelände der Weltausstellung des Jahres 1992. Pool am Dach. Merkmal: ★★★★. Preis: DZ ab 70 € .
- BYPILLOW Abril, Jerónimo Hernández 20. Tel.: +34954855124. Circa 15 Min. von der Kathedrale entfernt, Klimatisierung, Frühstück, Internetzugang, freundliche Atmosphäre. Preis: DZ ab 160 € .
- Hotel Bellavista Sevilla, Avenida de Bellavista 153 (in Bellavista, 10 Minutene Fahrt von Sevilla). Tel.: +34 954 69 35 00. Café, A-la-Carte-Restaurant, Wireless im ganzen Haus, Haustiere willkommen.
Gehoben
- Hotel Alfonso XIII, San Fernando 2. Tel.: +34 954 917 000. Sehenswertes Luxushotel der Marriott-Gruppe. Es wurde zur ibero-amerikanischen Ausstellung 1929 im neo-maurischen Stil gebaut. Lobby und Treppenhaus beeindrucken durch die bunt gekachelten Wände. Merkmal: ★★★★★. Preis: Grand Deluxe Zimmer incl. Frühstück ab 400 €, Suite ab 700 € .
- Hotel Casa Imperial, C/ Imperial, 29. Tel.: +34 954 500 300 Luxushotel in einem historischen Palast des 16. Jahrhunderts im Zentrum. Merkmal: ★★★★★.
- Los Seises, C/ Segovias, 6, Casco Antiguo, 41004 Sevilla. Tel.: +34954229495. Inzwischen ebenfalls von Marriott gemanagt. Hauseigene Werbung beton, der Olivenbaum im Innehof stamme direkt vom Ölberg in Jerusalem (wurde aber erst 1992 gepflanzt).
- EME Catedral Mercer Hotel, C/ Alemanes, 27, Casco Antiguo, 41004 Sevilla. Tel.: +34954560000. Designhotel gegenüber von der Kathedrale und der Giralda. 4 Restaurants, Bar, Pool, Spa, Aussichtsterrassen. Merkmal: ★★★★★.
Sicherheit
Auch in Sevilla sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Gefährlich sind insbesondere Situationen im Gedränge (z. B. im Bus). Die Diebe sind aber auch sehr erfinderisch und geben sich z. B. als fragende Touristen aus, während sie die auf einer Bank abgelegte Tasche unter der ausgebreiteten Stadtkarte an sich nehmen.
- Policía Local de Sevilla, Jefatura de Policía, C. Clemente Hidalgo, 4, Loc, 41005 Sevilla.
Verteilt über die Stadt gibt es vier weitere Wachen.
Abgeschleppte Autos auslösen kann man im
- Depósito Municipal Vehículos nahe der U-Bahnstation Blas Infante.
Das Kommissariat der Policia Nacional ist gegenüber des S-Bahnhalts Virgen del Rocío.
Gesundheit
In den Sommermonaten ist die Region um Sevilla häufig von immer extremeren Hitzewellen betroffen, beispielsweise wurden im Juni 2023 über mehrere Tage ungewöhnliche 43 Grad Celsius berichtet und die höchste Warnstufe ausgerufen. Es ist daher äußert ratsam, sich die traditionelle Siesta zu nutze zu machen und sich spätestens ab Mittags bis mindestens zum frühen Abend in klimatisierten Innenräumen aufzuhalten. An einigen Winternächten kann die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinken.
Die Niederschlagsmenge beträgt rund 540 mm im Jahr, konzentriert auf die Monate von Oktober bis April (nur 50 Regentage).
- Centro de Salud - Ronda Histórica, Ctra. de Carmona, 16, 41008 Sevilla. Tel.: +34 955 54 50 60, +34 955 40 24 82 (Notfälle). Poliklinik. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-20.00.
- Liste deutschsprachiger Ärzte Provinzen Granada, Málaga und Sevilla.
- Krankenhaus Virgen del Rocío (Hospital Universitario Virgen del Rocío), Avda. Manuel Siurot, S/N (S-Bahn: Virgen del Rocío). Tel.: +34 955 01 34 66, Fax: +34 955 01 34 65 Regionalkrankenhaus der Uni mit Fachabteilungen.
Praktische Hinweise

Oficina de turismo de Sevilla, Avenida de la Constitución (Foto: Anual, CC BY 3.0)
Liste der Touristenifos (pdf, 2024)
Die Büros der Touristeninformation Consorcio Turismo de Sevilla (Fremdenverkehrsverein Sevilla) findet man an folgenden Orten:
- Paseo Marqués del Contadero, tgl. 9.30-18.30
- Infokiosk am Paseo Colón, tgl. 9.30-18.00, Mittagspause 14.30-15.30
- in Triana: im Castillo de San Jorge, tgl. 9.30-14.30, während der Feria geschl.
- Telefonauskunft: 955 471 277, 955 471 232, 955 471 216, Mo.-Fr. 9.30-19.30
Das Büro des Fremdenverkehrsamtes der Provinz Sevilla (Turismo de la Provincia) findet man hier:
- Plaza del Triunfo, 1-3
Die Büros des Fremdenverkehrsamtes der Region Andalusien (Turismo de la Junta de Andalucía) findet man an folgenden Orten:
- im Aeropuerto de San Pablo
- im Bahnhof: Estación de Santa Justa, Avda. Kansas City s/n
In der Umgebung von Kathedrale und Alcazar sowie im Barrio Santa Cruz gibt es viele Besucher, folglich sind die Restaurants, Bars und Läden auf Kundschaft eingestellt, die nicht Spanisch spricht. Abseits von diesen touristischen Schwerpunkten kann es schon schwieriger sein, auch wenn viele jüngere Spanier (mehr oder weniger gut) Englisch sprechen.
Fundsachenauskunft beim städtischen Fundbüro ☎ 955 472 277 (8.30–14.30 Uhr) C/ Manuel Vázquez Sagastizábal 3; Fundbüro der Metro ☎ 954 540 785, 902 364 985 oder der Stadtbusse ☎ 955 479 000 im Büro an der Avenida de Andalucía, 11 (Mo.-Fr. 9.00–14.00 Uhr, sommers bis 13.00).
Umland
- Touristeninfo Alcalá de Guadaíra, Avda. Tren de los Panaderos, s/n, Alcalá de Guadaíra 41500 (in der ehemaligen Mühle von 1934). Tel.: +34 95 579 62 38, +34 651 61 50 63. Geöffnet: Mo.-Sa. 9.00-14.00, Do.-Sa. auch nachmittags.
Konsulate
Für Deutsche ist das Konsulat in Malaga zuständig, für Schweizer die Konsularabteilung der Botschaft in Madrid.
Österreichisches Honorarkonsulat, Avenida de Cádiz 27-29, 41004 Sevilla. Tel.: +34 95 55 17 717. Antragstelle für Pässe und Notpässe. Zuständig für die Provinzen Sevilla, Córdoba, Cádiz, Huelva, Badajoz und Ceuta. Geöffnet: Di. 10-13, Do. 15-18 Uhr.
Stadtpläne
Bisweilen verwirrend ist die geographisch etwas eigenwillige Ausrichtung der meisten touristischen Stadtpläne die statt genordet, eher „geostet“ sind – im Gegensatz zu normalen Karten gedruckt wie auch auf Smartphones.
Sonstiges
Hauptpost, Avenida de la Constitutión 32 (Haltestelle Archivo de Indias)
- Postamt, Av. de Menéndez Pelayo, 2, 41004 Sevilla (nahe Busbahnhof und Placa España)
- Postamt, Calle San Jacinto. Tel.: +34 95 433 37 48.
Ausflüge
- Um Alcalá wurde früher viel Weizen angebaut. Entlang des Wanderweges Ruta de los Molinos de Alcalá de Guadaíra sind mehrere handwerklich betriebene Mühlen erhalten, die ggf. besichtigt werden können. Die Fremdenverkehrsinfo des Ortes ist in der ältesten industriellen Mühle im Zentrum, die 1934 eröffnete.
- Auch in Mairena del Alcor wird vom 25.–27. April eine Feria de Abril gefeiert, die ihren Ursprung im Jahre 1441 hat. Sie findet im Ausstellungszentrum Alcalde Antonio Delgado am Stadtrand statt. Es kommen etwa fünf Mal so viele Besucher wie die Kleinstadt Einwohner hat. Im Rest des Jahres lohnt immer noch ein Besuch der dortigen Burg Castillo de Luna.
Andalusische Städte
- Granada ist in einem langen Tagesausflug zu sehen, aber man plant besser eine Übernachtung oder ein langes Wochenende ein.
- Córdoba ist nur etwa eine Zugstunde entfernt. Man kann die Mezquita mit ihren gestreiften Bögen sehen und im jüdischen Viertel mit seinen weiß gekalkten Wänden bummeln
- Cádiz ist etwa anderthalb Zugstunden entfernt, mit dem Auto etwas kürzer. Eine sehenswerte Altstadt, nahe Strände und Fischlokale locken.
- Jerez de la Frontera ist die größte Stadt der Provinz Cadiz. Empfehlbar sind die Kathedrale und der Alcazar mit ihre Alameda. Sie ist wegen Flamenco und Wein weltweit berühmt. Sie ist der Sitzort der Ursprungbezeichnung Jerez, die auch Xerez oder Sherry genannt wird.
- Ronda hat eine Altstadt, die sehr malerisch hoch auf einem Steilplateau liegt. Grandiose Aussicht in die Umgebung.
- Italica Ruinen einer römischen Siedlung mit großem Amphitheater in Santiponce ganz in der Nähe von Sevilla. Römische Bodenmosaiken von Italica sind im Archäologischen Museum von Sevilla und im Casa Lebrija zu besichtigen. Zu erreichen mit dem Stadtbus vom Busbahnhof Plaza de Armas.
- Carmona, Écija und Lebrija sind kleine gastliche Städte eine halbe Stunde entfernt von Sevilla. Lebrija ist einfach mit dem Zug ereichbar. Nach Carmona sollte man mit dem Bus fahren.
- Matalascañas Quasi der Hausstrand von Sevilla. Es gibt mehrmals am Tag eine Busverbindung vom Busbahnhof Plaza de Armas.
- El Rocío ist ein Dorf mit Wallfahrtskirche, der Ermita del Rocío. Berühmt ist die jährliche Wallfahrt zu Pfingsten mit Pferd, Wagen und zu Fuß (Romeria).
- Der Parque Nacional de Doñana zählt zum UNESCO-Welterbe und ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet und eines der bedeutendsten Vogelreservate des Kontinents. Die Dünen und Marismas erstrecken sich am Atlantik entlang von Matalascañas bis zur Mündung des Guadalquivir. Die Anreise mit dem Bus kann über El Rocío erfolgen; ein Eingang zum Park ist dann 10 Minuten zu Fuß. Nationalpark ist für Besucher nur nach Voranmeldung zugänglich.
- Aracena ist ein Ziel für einen Tagesausflug in den Naturpark Sierra de Aracena y picos de Aroche. In Aracena kann eine Höhle mit unterirdischem See (Gruta de las Maravillas) und eine Burgruine besichtigt werden, auch kann man ins nahegelegene Lineares de la sierra, ein sehr ursprünglich erhaltenes Dorf, wandern (5-6 km entfernt).
Burgen im Umland

Nur noch eine Mauer steht noch von der Burg von Lebrija (Foto: El Pantera, CC BY 3.0)
- Burg von Alcalá de Guadaíra (castillo de Alcalá de Guadaíra; auf einem niedrigen Hügel im Süden des Ortes) Im 12. Jh. errichtete maurische Burg. Das erste Hof ist als Patio de la Sima („Grubenhof“) bekannt. Er liegt südlich neben dem zweiten Hof, dem Patio de los Silos und ist durch einen gewundenen Gang mit diesem verbunden. Jenes Gehege wird von sechs Türmen begrenzt, von denen drei auch zum zweiten gehören. Innerhalb dieses zweiten Hofs, der von sieben Türmen umgeben ist, befinden sich neben den Silos selbst die Überreste verschiedener Bauwerke – Treppen, die zum Wehrgang führen, Überreste von Ställen, Küchen usw., die heute teilweise ausgegraben sind. Der kleinere dritte Hof mit dem Bergfried ist der westliche Teil. Der Torre Mocha („maurischer Turm”) befindet sich am östlichen Ende der Festungsanlage. Der letzte große Ausbau erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jhdts. Die gesamte Anlage wurde in drei Phasen 1998, 2010 und 2017 saniert.
- Castillo de Mairena del Alcor (Castillo de Luna; 25 km nordwestlich Sevillas. Bus: M-106, M-124, M-126) Im Stil der Almoraviden angelegte Burg, die dann von den Herzogen von Arcos übernommen wurde. Ihr Hauptturm ein Wahrzeichen der Stadt, Ein Wendepunkt in ihrer Geschichte war das 14. Jahrhundert, als die Burg in den Besitz der Familie Ponce de León überging, einer der mächtigsten Dynastien Andalusiens. Unter ihrer Herrschaft erlangte die Festung neben ihrer rein militärischen Funktion auch eine Wohn- und Adelsfunktion.
- Santiponce (S-Bahn: C-3, C-4) Der moderne Vorort im Norden läßt sich auf 1595 zurückführen. Das im 14. Jahrhundert gegründete Zisterzienser-Kloster San Isidoro del Campo befindet sich hier. Es wurde 1872 unter Denkmalschutz gestellt. Daneben befinden sich hier Überreste der römischen Stadt Italica, einschließlich eines Amphitheaters, das mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Zuschauern eines der größten des römischen Imperiums war. EU-Bürger dürfen umsonst hinein. Geöffnet: Römisches Theater: Di.-Do. 9.00-18.00, Fr.-So. bis 21.00; kürzer im Winter.
Literatur
Wer angesichts des Stadtteilnamens an das Lied Macarena (1993) denkt, liegt nicht ganz falsch. Die beiden Sänger des Musikduos Los del Río stammen beide aus dem Umland. Ihre Interpretation der Rumba Sevilla tiene un color especial war das offizielle Lied der Expo.
Reiseführer
Siehe auch: Literatur über Andalusien
- Birnmeyer, Susanne: Sevilla: mit City-Atlas. Ostfildern: MairDumont, 2009, Marco Polo Reisen, ISBN 978-3-8297-0604-9; 131 Seiten.
- Lagrange-Leader, Florence; Sevilla: City-Atlas: Highlights, Genuss, Kultur, Shopping; München 2018 (NG Buchverlag); ISBN 9783955592646
- McCurdy Bastida, L.; Vis-à-Vis Sevilla & Andalusien; München 2023 (Dorling Kindersley Verlag); ISBN 9783734207204
- Moser, Chr.; Von Hochwassern und Melancholien zum neoliberalen Fetisch: Sevilla: ein anderer Führer durch eine ambivalente Stadt; Kiesen CH 2018 (Alguneco-Verlag)
Karten

Kartenblatt MTN50, Sevilla (2006) (Foto: Instituto Geográfico Nacional / Centro Nacional de Información Geográfica, CC BY 4.0)
- Spanien Süd 1:400 000. Andalucia. Michelin-Karten, Blatt 578, Travel House Media, München, 2005
Historisch
- Exposición Ibero-americana: Sevilla: 15 de marzo de 1929; [Ausstellungskatalog der iberoamerikanischen Expo 1929/30]
- Reglamento para la Plaza de Toros de Sevilla 1896; [Hausordnung der Stierkampfarena; sp.]
- Sevilla 1900 (Tipografía Española); [reich bebilderter Reiseführer]
- Sevilla - Turismo, 1925; [mehrsprachiger Reiseführer]
- Wollnik, Markus; Die Großtat von 1492 wiederholen; Konkret, № 4/1992, S. 46; [Zeitgenössischer Bericht kurz vor der Eröffnung der Expo ’92]
Weblinks
(Stand: Sep 2026)
- www.sevilla.org (es) – Offizielle Webseite von Sevilla
- Touristeninfo der Provinz Sevilla (dt.)
- sevillatipps.de (kommerziell)
- Sevilla bei der Touristeninfo Andalusiens (dt., schlechte Maschinenübersetzung)
- turismoalcaladeguadaira.es (sp. engl., frz.) Touristeninfo von Alcalá de Guadaíra
- elegirhoy.com Veranstaltungskalender (sp., engl. frz.)
- Semana Santa in Sevilla
- konzessionierte Stadführungen (Stand: 2024)
- sevillasecreta.co touristischer Veranstaltungskalender (engl.), kommerziell
- diariodesevilla.es Portal der konservativen Lokalzeitung
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