Die Crozet-Inseln sind eine Inselgruppe im südlichen Indischen Ozean. Die 352 km² große, bis auf Angehörige der Forschungsstation unbewohnte Inselgruppe bildet einen Teil der Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres Australes et Antarctiques, TAAF).
Regionen

Flagge der TAAF (Foto: Académie de Grenoble, Public domain)
- Ostgruppe:
Île de la Possession (150 km²) - Île de l’Est (130 km²)
- Westgruppe:
Île aux Cochons (67 km²)
- Île des Pingouins (3 km²)
- Îlots aux Apôtres (2 km²)
Orte

Baie Americaine, Île de la Possession (Aufnahme 2013) (Foto: franek2, CC BY-SA 3.0)

Île de la Possession mit der Alfred-Faure-Station (Foto: modified by PoM, Public domain)
Das Forschungsschiff Marion Dufresne verlässt die Île de la Possession (Foto: Dimitri Damasceno from Bruxelles, Belgium, CC BY-SA 2.0)
- Alfred-Faure-Station auf der Île de la Possession, ganzjährig besetzte Forschungsstation. Der Ort verfügt über ein Postamt und eine Kirche mit dem Namen Sainte-Marie du Vent („Heilige Maria vom Wind“).
Hintergrund
Die Inseln in den Roaring Forties, den stürmischen Brüllenden Vierzigern, wurden 1772 von Marc-Joseph Marion du Fresne entdeckt, der sie nach seinem Ersten Offizier Jules Crozet benannte.
Sprache
Offiziell: Französisch.
Anreise
Touristen im Alter von 18 bis 75 Jahren konnten bis 2019 eine Kabine auf dem Versorgungsschiff Marion Dufresne zum Preis von rund 9.000 EUR buchen. Jährlich standen vier Fahrten für Touristen offen. Die Fahrt geht von der Insel Réunion aus und dauert rund 28 Tage, davon die Hälfte auf See und die Hälfte an Land. Auf der Fahrt über 9.000 km werden die Crozet-Inseln, Kerguelen und die Insel Amsterdam angelaufen, evtl. auch Saint-Paul, wo aber eine Landung nicht erlaubt ist. Der Service wurde wegen der Covid-Pandemie eingestellt und nicht wieder aufgenommen.
Sehenswürdigkeiten
Auf der Île de l'Est befindet such die höchste Erhebung der Inselgruppe, der Mont Marion-Dufresne (1.090 m).
Aktivitäten
Königspinguine auf den Inseln (Foto: Dimitri Damasceno from Bruxelles, Belgium, CC BY-SA 2.0)
Die Vegetation ist tundraartig, jedoch gibt es keinen Permafrost. Die reiche Tierwelt wurde im 19. Jahrhundert teilweise ausgerottet, jedoch gibt es wieder viele Pinguine (Goldschopfpinguine und Königspinguine).
Sicherheit
Das Kriminalitätsrisiko ist gleich Null. Problematisch kann das (kalte) Wetter sein.
Klima
Temperaturen zwischen 3 °C im (Süd-)Winter und 8 °C im (Süd-)Sommer. Sie können im Sommer auf bis zu 18 °C steigen und fallen im Winter selten unter −5 °C. Regen an rund 300 Tagen im Jahr; jährliche Niederschlagsmenge bei 2000 mm. Der starke Wind erschwert die Landung.
Literatur
- Olaf Kanter: Crozet-Archipel: Die Inseln der Schiffbrüchigen. In: SPIEGEL ONLINE. 8. August 2006.
Weblinks
- [1] Blog der Crozet-Inseln
GeoData
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