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This page is also in English: Buenos Aires/Centro travel guide

Das Kongressgebäude an der Plaza Congreso

Das Kongressgebäude an der Plaza Congreso (Foto: Self-photographed, Public domain)

Das Zentrum von Buenos Aires umfasst die Stadtteile Retiro San Nicolás und Montserrat. Es ist das Finanz- und Einkaufszentrum der argentinischen Hauptstadt und wird von den Fußgängerzonen Florida und Lavalle sowie den breiten Hauptstraßen Avenida Nueve de Julio, Avenida Rivadavia und Avenida de Mayo durchzogen.

In diesen Stadtteilen befinden sich die meisten sehenswerten Bauwerke der Stadt - vom Regierungsviertel rund um die Plaza de Mayo bis hin zur Kathedrale und mehreren Museen.

Anreise

Der Bahnhof Retiro (Foto: Sebastián Bottaro, CC BY-SA 4.0)

Der Bahnhof Retiro ist zentraler Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Hier befindet sich nicht nur der gleichnamige Bahnhof für zahlreiche Regionalzüge, sondern auch der zentrale Busbahnhof und die zentrale Haltestelle der Stadtbusse (colectivos), so dass der Stadtteil kaum zu verfehlen ist.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten dieses Gebiets liegen entlang der zwei Hauptachsen der Avenida 9 de Julio / Fußgängerzone Florida sowie der Avenida de Mayo, an der sich die Repräsentativbauten des Staates ballen.

Gute Stadtrundgänge im Zentrum sind folgende:

  • Großer Rundgang (ca. 3 Std.): Vom Bahnhof Retiro über Plaza San Martín und Florida bis zum Obelisk und dem Justizpalast, weiter bis zur Avenida Rivadavia und dem Teatro Colón, und dann zurück über die Plaza del Congreso bis zur Plaza de Mayo, mit möglichen Abstechern in die Altstadt. Dieser Rundgang führt durch nahezu alle Sehenswürdigkeiten der Gegend, man kann ihn auch mit der U-Bahn abkürzen und mit San Telmo kombinieren.
  • Altstadtrundgang (ca. 1-9 Std.): Von der Plaza de Mayo über die Kathedrale bis zur Straße Mexico. Hier befinden sich die meisten historischen Bauten aus der Kolonialzeit.
  • Die Avenida de Mayo entlang (ca. 1-9 Std.): Von der Plaza de Mayo bis zur Avenida 9 de Julio. Dort gibt es nicht nur Repräsentativbauten, sondern auch einige berühmte Cafés zu sehen.
  • Kulturrundgang (min. 1 Std.): Die Avenida Corrientes entlang, mit Abstecher zum Teatro Colón. Hier befinden sich zahlreiche Büchereien, Theater und Kulturzentren.

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

Die neoklassische Kathedrale (Foto: Bitocchi, CC BY-SA 3.0)

  • Catedral Metropolitana, die Kathedrale, gelegen direkt an der Plaza de Mayo. Der neoklassizistische Bau im Stil eines griechischen Tempels wurde 1693 begonnen, aber erst Mitte des 18, Jahrhunderts wurde in mehreren Schritten die Fassade fertiggestellt.

Bauwerke

Der Präsidentenpalast an der Plaza de Mayo, bekannt als Casa Rosada (Foto: Photo taken by J Kikuchi and released under the Public Domain, Public domain)

  • Casa Rosada, der Regierungspalast. Eigentlich Casa de Gobierno. Sehenswerter, verschnörkelter rötlich angestrichener Prachtbau. Plaza de Mayo.
  • Congreso, das neoklassizistische Kongressgebäude, inspiriert vom Washingtoner Kapitol. Plaza del Congreso.
  • Palacio de Tribunales Federales, der Justizpalast. Großer neoklassizistischer Prachtbau. Lavalle Ecke Uruguay, 100 m nördlich der Avenida 8 de Julio.

Denkmäler

Die Torre de los Ingleses (Foto: Schummy, Public domain)

  • Obelisk an der Kreuzung der Av. 8 de Julio und der Avenida Corrientes. Gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist Zentrum vieler Festlichkeiten, wie etwa der traditionellen Silvesterparty.
  • Denkmal an die Gefallenen des Malwinenkriegs (Monumento a los Caídos en Malvinas). Dieses Denkmal besteht aus Schildern mit den Namen der Kriegstoten. Es wird von 8 bis 18 Uhr von traditionell gekleideten Soldaten bewacht. Das Hissen der Fahne um 8 Uhr morgens und die ebenfalls traditionell vonstatten gehende Wachablösung alle zwei Stunden ist eine touristische Attraktion.
  • Torre de los Ingleses, auf der Plaza San Martín gegenüber des Bahnhofs Retiro. Er wurde 1910 zum hundertjährigen Jubiläum der Mairevolution von der englischen Einwanderergemeinschaft gebaut. Nach dem Falklandkrieg benannte die rechte Militärregierung ihn aus Trotz in Torre Monumental um. Im Volksmund hat sich jedoch der alte Name erhalten. An der Spitze befindet sich eine Aussichtsplattform, die besucht werden kann.
  • Denkmal an José de San Martín. Auch wenn dieser Freiheitskämpfer nahezu auf allen Plätzen Argentiniens zu sehen ist, ist das Denkmal auf dieser Plaza das wohl größte und aufwändigste zu Ehren dieses "Nationalhelden". Es steht untypischerweise an der Nordostecke des Platzes und nicht in der Mitte.

Straßen und Plätze

Der Cabildo , Sitz des Gemeinderats in der Kolonialzeit (Foto: Bruno Girin, CC BY-SA 2.0)

  • Plaza de Mayo. Zentrum des Regierungsviertels, mit der höchsten Demonstrationsdichte Argentiniens.
  • Plaza San Martín. Der wohl grünste und reizvollste Platz der Stadt, an einer Anhöhe im Stadtteil Retiro gelegen. Untypisch ist die unregelmäßige Anlage, die ihm einen parkartigen Charakter gibt. Trotz der zentralen Lage oft eine Insel der Ruhe im hektischen Großstadtchaos.
  • Plaza del Congreso, vor dem Kongressgebäude.
  • Florida. Die Fußgängerzone und Nobel-Einkaufsmeile der Stadt. Boutique reiht sich an Boutique, und die Preise sind hoch.
  • Avenida Nueve de Julio. Einst angeblich die breiteste Straße der Welt, immerhin 140 Meter breit. Heute wurde ein Teil zu einer Stadtautobahn umgebaut.
  • Avenida de Mayo. Der Prachtboulevard des Regierungsviertels. Hier kann man die Repräsentativarchitektur von der Zeit um 1900 sehen, die sich in zahlreichen offiziellen Gebäuden erhalten hat.

Verschiedenes

  • Monolith des Kilometer 0, auf der Plaza del Congreso. Von hier aus werden alle Kilometerangaben berechnet, die Entfernungen von der Stadt Buenos Aires aus darstellen, inklusive der Hausnummern in Buenos Aires selbst. Ebenfalls wechseln hier alle Straßen den Namen.

Aktivitäten

Ein Großteil des Kulturlebens von Buenos Aires konzentriert sich auf diesem Gebiet, auch wenn in neuerer Zeit die nördlich des Zentrums gelegenen Stadtviertel, insbesondere Palermo, an Bedeutung gewonnen haben. Insbesondere im Bereich des Theaters bleibt das Mikrozentrum jedoch konkurrenzlos. Das großartige Opernhaus aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900 Teatro Colón, der Tempel der Avantgarde Teatro San Martín mit angeschlossenem Kulturzentrum und Museum sowie eine große Anzahl von kleineren Spielstätten an der Avenida Corrientes, die vom Underground bis zum kommerziellen Comedytheater reichen, sollten jedem Freund des Schauspiels etwas bieten.

  • Teatro Colón, Cerrito 618
  • Teatro San Martín, Avenida Corrientes 1525

Weiterhin lohnt für Interessierte ein Bummel durch die Buchläden, die sich ebenfalls auf der Avenida Corrientes ballen. Dort lassen sich oft zu Schnäppchenpreisen alte Wälzer erstehen, erstaunlich oft auch auf Englisch oder gar Deutsch.

Einkaufen

Die Einkaufsstraße Florida (Foto: Galio 01:53, 4 January 2008 (UTC), CC BY-SA 4.0)

Die Fußgängerzone Florida ist die wohl bekannteste Einkaufsstraße der Stadt. Hier befinden sich vor allem Boutiquen und Geschäfte der gehobenen Klasse, wie Juweliere und Haute-Couture-Geschäfte sowie die liebevoll restaurierte traditionelle Shopping-Galerie

  • Galerías Pacífico.

Küche

Das Café Tortoni , einst berühmter Intellektuellen-Treff

Das Café Tortoni , einst berühmter Intellektuellen-Treff (Foto: Roberto Fiadone is the author of this work, CC BY-SA 3.0)

Gehoben

Café Tortoni, Avenida de Mayo 825 Wohl das berühmteste Café Argentiniens, besonders zwischen seiner Eröffnung am heutigen Standpunkt 1880 und 1950 Treffpunkt von Politikern und anderen Berühmtheiten. Heute beherbergt es auch ein Kulturzentrum, in dem es manchmal Live-Musik gibt.

Unterkunft

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