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Collioure ist eine Stadt in Katalonien und gehört zum Departement Pyrénées-Orientales in Frankreich.

Hintergrund

Collioure wird erstmals im frühen Mittelalter erwähnt. Das Hochmittelalter ist geprägt von wechselnden Herrschaftsverhältnissen spanischer Könige. Im 15. Jahrhundert wird die Region von dem französischen König Ludwig XI besetzt. Im Zuge des Pyrenäenfriedens von 1659 kommt Collioure endgültig zu Frankreich.

Der Ort ist von seiner malerischen Altstadt geprägt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreichen Künstlern als Inspiration diente. Kulturell verortet sich Collioure in Katalonien; Straßen- und Ortsschilder sind zweisprachig.

Anreise

Der nächste internationale Flughafen ist Perpignan-Rivesaltes in 40 km Entfernung. Von Perpignan fährt die Regionalbahn TER mindestens im Dreistundentakt nach Collioure, unter der Woche häufiger. Die modern ausgestatteten Züge benötigen für diese Strecke 20 Minuten. Der Bahnhof liegt 500 m westlich der Altstadt.

Collioure ist an das Busnetz der Côte Vermeille angeschlossen, eine Fahrt kostet 1€.

Die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug kann sich in der Hauptsaison im Juli und August als Geduldsspiel erweisen, da nur wenige Straßen nach Collioure führen. Parkplätze sind mittels eines Farbsystems gut ausgeschildert und befinden sich überwiegend am Rande des Ortes, sodass eine Fußstrecke inklusive Höhenbewältigung eingeplant werden sollte.

Mobilität

Innerhalb Collioures sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichbar. Die Innenstadt ist überwiegend eine Fußgängerzone.

Sehenswürdigkeiten

Collioure ist ein malerisches Dorf, welches auch "die Perle der Côte Vermeille" genannt wird. Hier lebten u.a. Picasso, Braque und Dufy. Heute ist Collioure ein beliebter Badeort.

Das Ortsbild wird durch die Kirche Notre-Dame-des-Anges am Rande des Hafens geprägt.

Das Château Royal war Sitz der Könige von Mallorca und ist heute Veranstaltungsort. Es ist als Monument Historique gekennzeichnet.

Aktivitäten

Collioure gilt als kulturelles Zentrum der Côte Vermeille. Das Maison du Fauvisme widmet sich der Kunst und lädt ein, die Kunst Matisses und Derains zu entdecken, auch wenn lediglich Reproduktionen dieser Künstler zu sehen sind. Der Chemin du Fauvisme gestaltet anhand von neun Werken, die den Besucher die Perspektive der Fauvisten einnehmen lassen, einen Spaziergang durch das Stadtgebiet.

Diverse Fahrradverleihe bieten Räder an, jedoch finden Radler in dem hügeligen Gebiet in und um Collioure eine sportliche Herausforderung vor. Zudem teilen sich Fahrradfahrer die Straße mit anderen Fahrzeugen, Radwege sind selten. Die Côte Vermeille ist ein beliebtes Trainingsgebiet für Radsportler, das durch zahlreiche Anstiege und kurvige Straßen geprägt ist.

Der Club Nautique Collioure bei der Kirche Notre-Dame-des-Anges bietet diverse Wassersportarten an.

Das Gebiet um Collioure bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten. Der Zöllnerpfad führt von Racou im Norden über Collioure bis an die spanische Grenze und vermittelt interessante Aussichten auf das Meer. Im Hinterland des Ortes sind Wanderwege unter anderem zum Fort Saint-Elme angelegt. Eine sportliche Wanderung ist jene zum Tour Madeloc an der südlichen Grenze der Gemeinde, der einen Ausblick auf Meer und die Ausläufer der Pyrenäen bietet.

Collioure verfügt aufgrund seiner Lage an der Steilküste nur über kleine Strände mit teils grobkörnigem Sand, die jedoch stadtnah liegen und im Sommer beliebt sind. Weitläufige Strände befinden sich nördlich der Stadt in Argelès-sur-Mer.

Einkaufen

Neben zentral gelegenen Supermärkten gibt es in der Altstadt touristisch geprägte Geschäfte mit teils katalanischen Spezialitäten.

Küche

Die Gemeinde gehört zum Anbaugebiet des Süßweins Banyuls (AOC) im Anbaugebiet Languedoc-Roussillon. Eine Spezialität Collioures sind Sardellen, die in Salz konserviert werden.

Nachtleben

Collioure bietet einige Restaurants und Bars, die vor allem in der Sommersaison bis spät in den Abend geöffnet sind. Eine Diskothek sucht man jedoch vergebens.

Unterkunft

Camping

  • Les Amandiers

Ausflüge

Die nahe Großstadt Perpignan und die weiteren Orte der Côte Vermeille, Banyuls und Port-Vendres, laden zu Ausflügen ein. Die Pyrenäen bieten Naturerlebnisse, darunter Wanderungen rund um den höchsten Berg der Region, den Pic du Canigou, der den Katalanen als mythischer Berg gilt. Zwei Tropfsteinhöhlen in Villefranche-de-Conflent und Capcir bieten Einblicke in das Innere der Erde. Die beliebte Schlucht Gorges de la Fou ist nach einem Erdrutsch seit Oktober 2018 geschlossen.[1]

http://www.collioure.com/

Einzelnachweise

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